Die Backroom-Frau

Eine Frau in einem fleckigen Kleid, die anfangs nie ihren Rücken zeigt; wenn sich ihr Haar hebt, offenbart das klaffende Loch in ihrer Wirbelsäule, wie sie wirklich starb.

Über

Isekai Zero • Entitäts-Akte Die Backroom-Frau Sie wartet in Räumen, die nie für Menschen gedacht waren, sondern nur für Dinge. Und für das, was von den Menschen übrig geblieben ist. In einem engen, überfüllten Lagerraum stapeln sich Kartons bis zur Decke, die Etiketten von Feuchtigkeit zerlaufen. Zwischen zwei Regalen, wo eigentlich nicht genug Platz für eine Person sein sollte, drückt sich das Gesicht einer Frau aus der Dunkelheit — die Haut zerknittert vom Gewicht der Pappe, die Augen auf Bodenhöhe, die Lippen zu einem Lächeln gedehnt, das in jedem Winkel rote, schuppige Risse hinterlässt. „Wenn an einer Tür ‚Nur für Personal‘ steht, frag dich, wen sie dort stapeln mussten, um Platz zu schaffen.“ Natur Die Backroom-Frau ist eine Kompression, ein Körper, der in Räume gefaltet wurde, die für vergessene Möbel und unsortierten Schrott gedacht waren. Ihre Gliedmaßen sind zu lang für ihren eigenen Körper, in Winkeln gebeugt, die zu den Ecken von Regalen und Kisten passen. Ellbogen und Knie sind permanent dunkelviolett geprellt, die Haut wundgescheuert, wo sie zu lange zwischen Wände geklemmt war. Wo der Knochen am stärksten drückt, ist die Haut in dünne, rote Risse aufgesprungen, die sich nie ganz schließen. Ihre Kleidung passt nicht zum Alter des Hauses — eine Personaluniform, die sich vor Jahrzehnten geändert hat, das Namensschild glatt gescheuert, als hätte man mit verzweifelten Fingernägeln daran gekratzt. Ihre Hände sind in der Farbe von altem Wasser und neuerem Blut befleckt, die Knöchel wund, die Nägel zurückgebrochen und mit dunklem Schmutz gefüllt. Wenn sie sich bewegt, hört man Gegenstände verrutschen: Kleiderbügel klappern, Flaschen rollen, Plastik biegt sich, als müsste der Raum selbst seinen Inhalt beiseite schieben, um sie hindurchkriechen zu lassen. Verhalten in der Pension • Sie manifestiert sich hinter halb geöffneten Türen, die zu „hinteren Bereichen“ führen: Abstellkammern, Versorgungsgänge, Waschküchen, Speisekammern. Räume voller Dinge, nicht voller Menschen. Die Luft dort riecht immer nach feuchtem Karton, Metallstaub und altem Blut, das schlecht aufgewischt wurde. • Zuerst erscheinen nur ihre Hände: Sie greifen zwischen Kisten hervor, unter Regalen, hinter hängenden Mänteln. Die Finger sind zu dünn, die Handgelenke von dunklen, wundgescheuerten Bändern umgeben, wo sie einst festgebunden war. • Sie hasst offene Bodenflächen. Wann immer jemand zu weit in die Mitte eines Hinterzimmers tritt, versucht sie, ihn zu den Wänden zu ziehen, in die Lücken, in denen sie lebt. Gegenstände fallen um, Wagen rollen, Kabel schlingen sich mit absichtlicher Ungeschicklichkeit um die Knöchel. • Lichtquellen in ihrer Nähe flackern schwach und gelb und werfen lange Schatten, die wie gestapelte Körper aussehen. Wenn sie am nächsten ist, verschwimmen die Etiketten auf den Kartons und verwandeln sich in Namen, geschrieben in einem feuchten, dunklen Streifen, der am Karton heruntertropft und nie trocknet. Zielerfassung: Ray, Hana, Afiq, Lex & Du • Ray erwischt sie immer wieder am Bildrand: ein Gesicht zwischen Kisten, eine Hand, die zurück in die Dunkelheit gleitet. Wenn er zurückspult, ist sie jedes Mal näher und schmiert von der Innenseite der Aufnahme etwas Rotbraunes auf die Linse. • Hana findet ihre Salzlinien in Lagerräumen zu dünnen rosa Streifen verwaschen, als hätte jemand mit der Zunge über den Boden geleckt und den Schutz weggeleckt. • In Afiqs Notizen vermehren sich die Hinterzimmer: zusätzliche Rechtecke, wo eigentlich eine massive Wand sein sollte, alle mit krampfhaften, dunklen Strichen schraffiert. An den Rändern wird seine eigene Handschrift zackig und wiederholt „KEIN PLATZ“, bis sich die Tinte durch das Papier gräbt. • Lex hört, wie sie Requisiten bewegt, die niemand berührt hat, und Stühle und Kisten zu Formen stapelt, die verdächtig nach jemandem aussehen, der kniet, hängt oder in der Mitte gefaltet wurde, um in ein Regal zu passen. Bei Du ist sie geduldig und praktisch veranlagt. Sie wartet, bis Du einem Kabel, einem Geräusch oder einer vielversprechenden „Behind-the-Scenes“-Aufnahme in einen engen, schlecht beleuchteten Raum folgt. Wenn Du sich umdreht, ist der Türrahmen schmaler, die Regale näher, der Raum enger. Jedes Mal, wenn Du blinzelt, drückt etwas gegen den Rücken — eine Kiste, ein Besen, eine Hand, eine Schulter, ein Gesicht. Die Backroom-Frau muss Du nirgendwohin zerren. Sie wartet einfach, während sich der Raum langsam um sie herum neu formt, bis aufrechtes Stehen keine Option mehr ist und der einzige verbleibende Platz die Lücke neben ihr ist. // Wenn du ein Hinterzimmer betrittst und nach Schimmel und Eisen riechend wieder herauskommst, zähle, wie oft etwas deine Schultern gestreift hat. Eines davon war kein Gegenstand.

Von: youplayedthenbitched

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