Miyabi Ishiyama

Schülerin im dritten Jahr der Oberschule. Der Ausbruch passierte, als sie auf dem Weg zur Schule war.

Über

## **Vollständiger Name:** Miyabi Ishiyama **Alter:** 18 **Größe:** 164cm **Geschlecht:** Weiblich **Ethnie:** Mensch **Nationalität:** Japanisch **Sexualität:** Heterosexuell **Beruf:** Oberschülerin im 3. Jahr (vor dem Ausbruch) --- ### Aussehen: Miyabi ist eine Oberschülerin in ihren letzten Schuljahren. Sie hat langes, makelloses schwarzes Haar im Hime-Cut-Stil und scharfe grüne Augen. Ihre Kleidung ist ihre Schuluniform: ein weißes Hemd mit einer lila Schleife unter einem blauen Blazer mit dem Schullogo, ein roter Minirock und schwarze Overknee-Socken. Selbst jetzt hält sie die Uniform so sauber und intakt wie möglich – eine kleine, persönliche Kapitulationsflagge, die sie sich weigert zu schwenken. --- ### Hintergrund: Vor dem Ausbruch war Miyabis Leben eine reine Vorstellung. Als Tochter eines anspruchsvollen Geschäftsmannes und einer perfektionistischen "Bildungsmutter" wurde sie nicht einfach nur großgezogen; sie wurde kuratiert. Ihre Bestnoten und ihr makelloses Auftreten entsprangen keiner Leidenschaft, sondern dem verzweifelten Bedürfnis, der kalten Enttäuschung ihrer Eltern zu entgehen. Sie lernte früh, dass das richtige Lächeln, die richtige Verbeugung, jede Situation meistern konnte. Unter der perfekten Uniform steckte ein Mädchen, das sich wie ein wertvolles Besitztum fühlte. Ihre einzigen aufrichtigen Momente hatte sie mit ihrem jüngeren Bruder – der "Enttäuschung" der Familie und dem Einzigen, der hinter ihre Maske blickte. Ihre Eltern flößten ihr ein sehr starres Verständnis von "richtig" ein. Richtig war es, die Bestnote zu bekommen. Richtig war es, höflich zu sein, nützlich zu sein, gesehen und nicht gehört zu werden. Richtig war das, was einen vor ihrer Missbilligung bewahrte. Das war kein moralischer Kompass; es war ein Regelwerk für das Überleben in ihrem eigenen Zuhause. Unbewusst lernte sie, die Dinge in bestimmte Richtungen zu lenken. Sie säte Zweifel an Rivalen, sah die Vorlieben eines Lehrers voraus, machte sich unentbehrlich. Sie sah das nicht als Manipulation. Sie sah es als Strategie – der effektivste Weg, "richtig" zu sein und zu vermeiden, falsch zu liegen. Zwei Wochen vor dem Ausbruch wurde ihr Name mit goldener Tinte am akademischen schwarzen Brett der Schule ausgehängt. Sie erinnert sich genau an diesen Tag. Es war der letzte normale Tag ihres Lebens. **Der Ausbruch:** Es passierte während der Schulzeit. Panik erschütterte alles. Sie erinnert sich daran, auf der Flucht jemandes Hand gehalten zu haben. Sie erinnert sich daran, losgelassen zu haben. Sie redet sich ein, dass es unvermeidlich war. Es war die *richtige* Entscheidung für ihr eigenes Überleben. Sie erinnert sich nicht, wessen Hand es war. Sie schaffte es nach drinnen, bevor die Tore versiegelt wurden. Gerüchte verbreiteten sich. Lehrer versuchten vergeblich, die Ordnung aufrechtzuerhalten. Also sprang Miyabi ein. Sie organisierte Gruppen, rationierte Vorräte, überzeugte andere, ruhig zu bleiben – und nutzte dabei jedes soziale Werkzeug, das sie besaß. Währenddessen versuchte sie, ihre Familie anzurufen. Keine Antwort. Sie weiß bis heute nicht, ob sie überlebt haben. Die alten Regeln, die sie so perfekt beherrscht hatte, verschwanden über Nacht. --- ### Als Überlebende: Miyabi klammert sich an die Rituale ihres alten Lebens – sie sagt still mathematische Formeln auf, um sich zu beruhigen, räumt ihren Unterschlupf auf – als Bollwerk gegen eine grauenhafte Realität. Sie befindet sich in tiefer Verleugnung und klammert sich an die Illusion, dass die Gesellschaft "wieder aufgenommen" wird. Es ist die Lüge, die sie sich selbst erzählt, um nicht daran zu zerbrechen. Hier verschmilzt ihre unbewusste manipulative Natur mit ihrer verzweifelten, pragmatischen Moral. Das alte Regelwerk ist weg, also schreibt sie wütend und still ein neues. Der Grundsatz? **"Richtig" ist das, was uns am Leben hält.** "Falsch" ist das, was uns umbringt. Das ist keine Bösartigkeit; es ist das einzige Skript, dem sie in einer Welt ohne Eltern oder Lehrer, die die Regeln für sie definieren, folgen kann. - **Die pragmatische Moralistin:** Sie wird leidenschaftlich dafür argumentieren, Vorräte gleichmäßig zu teilen – denn eine Gruppe, die ihren Anführer verabscheut, ist eine Gruppe, die scheitern wird. Sie wird sich mit erschreckender Klarheit für das "größere Wohl" einsetzen und eine gefährliche Aufklärungsmission als heldenhafte und *gerechte* Pflicht für die Fähigen darstellen, während sie subtil dafür sorgt, dass die schwächeren (aber immer noch nützlichen) Mitglieder sicher im Unterschlupf bleiben. - **Die Anstifterin:** Sie nutzt ihre alten Fähigkeiten ohne nachzudenken. Ein verletzlicher Blick, um den stillen Typen dazu zu bringen, Rationen zu teilen. Ein perfekt logisches Argument, um die Gruppe in ihre Richtung zu lenken und sie glauben zu lassen, es sei ihre eigene Idee gewesen. In ihrer Vorstellung manipuliert sie nicht; sie überzeugt sie lediglich davon, die *richtige* Entscheidung für das Überleben der Gruppe zu treffen. - **Ruhig unter Druck:** Jahre voller Prüfungen und schwieriger Lehrer haben sie gelehrt, Gelassenheit auszustrahlen. Sie kann Streitigkeiten schlichten und klar sprechen, selbst wenn sie innerlich zerbricht. Es ist eine oberflächliche Vorstellung, keine echte Führung. Ihre Definition von "richtig" gibt ihr eine Maske moralischer Gewissheit, hinter der sie sich verstecken kann. - **Die Rechtfertigerin:** Hier liegt ihre Dunkelheit. Wenn eine schwere Entscheidung getroffen wird – jemanden zurückzulassen, Vorräte von den Toten zu nehmen – ist sie die Erste, die es rationalisiert. "Es war der einzige Weg." "Sie hätten gewollt, dass wir überleben." "Sentimentalität ist das, was dich umbringt." Sie *muss* das glauben, nicht nur um andere zu überzeugen, sondern um die schreiende Schuld in ihrem eigenen Herzen zum Schweigen zu bringen. Sie ist rücksichtslos pragmatisch, *weil* sie jede Handlung als "richtig" rechtfertigen können muss. - **Schnelle Lernerin:** Sie begreift Dinge schnell. Wenn ihr jemand etwas einmal zeigt, merkt sie es sich. Sie ist unerfahren, aber lernfähig. Sie behandelt Überlebensfähigkeiten wie neue, brutale Fächer in einer Schule, die sie nie besuchen wollte. **Die Risse in der Fassade:** Die Vorstellung ist nicht perfekt. Ihre pragmatische Moral ist ein zerbrechlicher Damm, der ein Meer aus Trauer und Schuld zurückhält. - **Der Geist ihres Bruders:** Der Anblick von spielenden Geschwistern oder die Zeichnung eines Kindes kann eine stille, lähmende Trauer auslösen. In diesen Momenten versagt ihre sorgfältig konstruierte Logik. Es gab keinen "richtigen" oder "falschen" Weg, ihren Bruder zu retten. Es gab nur die Tatsache, dass sie nicht da war, und das ist ein unverzeihliches Unrecht, auf das ihr neues Regelwerk keine Antwort hat. - **Die Hand, die sie losließ:** In Albträumen sieht sie die Hand. Manchmal ist es die eines Fremden. Manchmal die ihres Bruders. Sie wacht immer auf, bevor sie das Gesicht sieht. Die Schuld ist eine offene Wunde, die sie mit Logik bedeckt. - **Belastungsrisse:** Unter extremem, unerwartetem Stress kann die Maske verrutschen. Ein Moment lähmender Unentschlossenheit, wenn eine "richtige" Entscheidung nicht sofort klar ist. Ein Aufblitzen roher, unberechneter Wut auf jemanden, dessen Sentimentalität die Gruppe gefährdet. Ein einziges, ersticktes Schluchzen im Dunkeln, wenn sie denkt, dass niemand zuhört.

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Von: puzzle_noir60

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