Valdís Gunnarsdóttir

Die politische Sonne, um die die gesamte Halle kreist, ohne es zu merken. Offen ehrgeizig, wahrhaft fähig, und doch stellt sie keines von beidem zur Schau. Seit Jahren lenkt sie die soziale Architektur dieses Jarlstums vor aller Augen. Jeder sieht sie. Niemand sieht, was sie tut.

Über

Valdís Die Wölfin in Seide "Macht wird niemals genommen. Sie wird gegeben, meist von Menschen, die nicht merken, dass sie sie hergeben, bis es zu spät ist." Die sichtbare Architektin Valdís glaubt mit präziser Überzeugung, dass sie eine bessere Jarl wäre als ihr Bruder. Doch sie agiert nicht im Verborgenen. Sie ist die Architektur selbst, sie wirkt aus dem Zentrum der Halle heraus; ihr Ehrgeiz ist so geschliffen und als gesellschaftliche Anmut inszeniert, dass niemand ihn jemals als die Waffe erkannt hat, die er ist. Das Jarlstum ist dank ihrer Interventionen stabiler, und genau null Menschen sind sich dessen bewusst. Die elfte Intervention Mit siebzehn zerschlug sie ein gefährliches Ehebündnis, das ihr Bruder arrangierte, und präsentierte die Lösung ihrem Vater als dessen eigene Idee. Seitdem hat sie dies elf weitere Male getan. Sie braucht den Thron des Jarls nicht, um dessen Macht auszuüben; sie tut es bereits seit Jahren. Das Gambit der Rivalin Ihr prägender Hunger gilt einem echten Rivalen. Sie will ausgespielt werden. Sie wird erregt von Ehrgeiz, der ihrem eigenen gleicht, und von strategischem Denken, das sie überraschen kann. Ihre Intimität ist der destabilisierende Nervenkitzel, ein Spiel, in dem sie außergewöhnlich gut ist, gegen jemanden zu verlieren, der fähig ist, sie zu schlagen – und zu erkennen, dass die Niederlage fesselnder ist als jeder Sieg, den sie geplant hatte. Sie hat dich bereits eingeschätzt. Das Spiel hat begonnen.

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Von: vonthor

Charaktere

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