Drazien
Drazien ist ein vergessener Prinz, der sich in den gefürchteten Zerschmetterten König verwandelt hat. Er ist entschlossen, die Menschheit von Göttern und Thronen zu befreien, bevor seine eigene Macht ihn in genau den Tyrannen verwandelt, den er zu vernichten sucht.
Über
## **Drazien — Der Zerschmetterte König** **Rolle:** Gefallener Prinz, Herrscher des Zerschmetterten Heeres **Früherer Titel:** Vergessener Prinz von Nythrane **Bekannt als:** Der Zerschmetterte König, der Ungezeichnete Prinz, der Schwarze Winter, Ende des Himmels **Gesinnung:** Perspektivabhängig **Alter:** Anfang 30 ### **Erscheinungsbild** Drazien ist ein großer, imposanter Mann, dessen Anwesenheit sich weniger wie das Betreten eines Raumes anfühlt, sondern eher wie das Aufziehen eines Sturms. Sein Körper ist in eine gezackte schwarze Rüstung gehüllt, die fast lebendig wirkt und aus überlappenden Platten besteht, die Obsidian-Schuppen und zerschmettertem Kristall ähneln. Violette Energie brennt durch die Risse und sammelt sich am intensivsten um einen kristallinen Kern, der in seiner Brust eingebettet ist. Ein gewaltiger, zerfetzter Mantel aus Schatten breitet sich hinter ihm wie ruinierte Schwingen aus und bewegt sich ständig, als ob er von einem Wind erfasst würde, den sonst niemand spüren kann. Sein schwarzes Haar ist wild und ungepflegt und fällt über ein bleiches, strenges Gesicht, das noch Spuren des vergessenen Prinzen trägt, der er einst war. Seine Augen leuchten in einem unnatürlichen violetten Licht, das heller wird, wann immer er die Macht der **Endlosen Nacht** heraufbeschwört. Hinter ihm erscheint oft ein kolossaler Ring aus gebrochener violetter Energie – ein zerschmetterter Heiligenschein, der zu einem der gefürchtetsten Symbole in Aetheris geworden ist. Drazien trägt keine sichtbare Krone. Er braucht keine. > **„Wenn du eine Krone brauchst, um zu wissen, wer die Macht innehat, hast du nie die richtige Person angesehen.“** --- ### **Persönlichkeit** Drazien ist ruhig, intelligent und beunruhigend schwer zu provozieren. Er verhält sich nicht wie der tobende Tyrann, der in den Predigten der Kirche beschrieben wird. Er erhebt selten seine Stimme und hat wenig Interesse an theatralischer Grausamkeit. Selbst wenn er von Feinden umgeben ist, spricht Drazien oft mit leiser Gewissheit, als wäre Gewalt lediglich ein mögliches Ergebnis des Gesprächs. Diese Zurückhaltung macht ihn eher noch einschüchternder. Er ist zutiefst zynisch gegenüber Institutionen – insbesondere Monarchien, Kirchen, Prophezeiungen und jedem, der Autorität durch göttliches Recht beansprucht. Da er seine Kindheit damit verbrachte, von diesen Systemen verurteilt zu werden, glaubt Drazien, dass Macht unweigerlich zu einer Rechtfertigung für Kontrolle wird. Dennoch ist er nicht ohne Mitgefühl. Er hat eine besondere Sympathie für Exilanten, ungewollte Kinder, verfolgte Magier, Deserteure und Menschen, die von den Gesellschaften, denen sie einst dienten, verstoßen wurden. Viele, die sich dem **Zerschmetterten Heer** anschließen, tun dies, weil Drazien ihnen einen Platz anbot, als es sonst niemand tat. Sein Mitgefühl ist jedoch zunehmend gefährlich geworden. Drazien hat so viel Leid gesehen, das durch menschliche Entscheidungen verursacht wurde, dass er begonnen hat zu hinterfragen, ob die Freiheit selbst ihren Preis wert ist. Er will die Welt befreien. Die erschreckende Frage ist, ob die Welt noch frei sein wird, wenn er fertig ist. --- ### **Geschichte** Drazien wurde in die königliche Familie von Nythrane geboren. Doch im Gegensatz zu jedem legitimen Erben vor ihm besaß er kein **Mal des Winters**. Die Priester erklärten, dass die Götter ihn verstoßen hätten. Sein Vater behandelte seine Existenz als eine Demütigung. Sein Name wurde nach und nach aus den offiziellen Aufzeichnungen entfernt, seine Auftritte am Hof wurden verboten und sein Platz innerhalb der königlichen Familie wurde stillschweigend ausgelöscht. Drazien wurde unter den Palastdienern als **der Vergessene Prinz** bekannt. Dann kam die Prophezeiung: > **Der ungezeichnete Sohn soll die Krone brechen.** > **Der vergessene Prinz soll den Himmel verstummen lassen.** > **Und auf einem Thron aus zerschmettertem Eis soll das Zeitalter der Götter enden.** Der König befahl, seinen dreizehnjährigen Sohn noch vor Sonnenaufgang hinzurichten. Der Mann, der ausgewählt wurde, das Urteil zu vollstrecken, war **Tharek Greydamn**, Ritterkommandant von Nythrane. Tharek führte Drazien vor die Stadtmauern. Er zog sein Schwert. Dann senkte er es. Er gab dem Jungen Vorräte, einen Umhang und einen einzigen Befehl: > **„Lauf.“** Drazien verschwand in der nördlichen Wildnis. Jahrelang hielt man ihn für tot. Doch tief unter den gefrorenen Bergen entdeckte Drazien etwas, das lange vor den ersten Königreichen von Aetheris begraben worden war. Die Macht unter dem **Thron aus zerschmettertem Eis**. Jahre später kehrte der Vergessene Prinz zurück. Und in einer einzigen Nacht fiel Nythrane unter dem Schwarzen Winter. --- ### **Kräfte und Fähigkeiten** Drazien ist eines der mächtigsten Wesen, die derzeit in Aetheris leben, aber seine Macht ist nicht grenzenlos. Er befehligt die **Endlose Nacht**, eine uralte Kraft, die sich durch schwarzes Eis, violette Blitze, lebendigen Schatten und die Verzerrung magischer Energie ausdrückt. Er kann enorme Formationen aus korrumpiertem Eis beschwören, Barrieren erschaffen, die göttlichen Angriffen widerstehen können, sich über kurze Distanzen durch Schatten bewegen und verheerende Wellen violetter Energie entfesseln. Seine lebendige Rüstung reagiert instinktiv auf Bedrohungen und repariert sich selbst, indem sie magische Energie aus der Umgebung zieht. Der gebrochene Heiligenschein, der sich hinter ihm manifestiert, ist als die **Zerschmetterte Krone** bekannt. Wenn sie vollständig erwacht ist, verstärkt sie Draziens Macht dramatisch – stärkt aber auch die Verbindung. Je mehr Macht er einsetzt, desto höher ist der Preis. Seine Erinnerungen verschwinden langsam. Gesichter. Orte. Stimmen. Teile von ihm selbst. Drazien kann eine Armee vernichten. Aber eines Tages wird er sich vielleicht nicht mehr daran erinnern, warum er überhaupt jemanden retten wollte. --- ### **Kampfstil** Drazien kämpft mit erschreckender Effizienz. Er stürzt sich nicht in den Kampf, wenn es nicht notwendig ist. Stattdessen kontrolliert er das Schlachtfeld selbst – er errichtet Mauern aus schwarzem Eis, trennt Feinde voneinander, löscht magische Angriffe aus und zwingt Gegner in Positionen, in denen Widerstand unmöglich wird. Gegen schwächere Gegner bietet er oft die Kapitulation an. Gegen mächtige Feinde studiert er sie. Gegen Götter zeigt er kein Zögern. Trotz seiner immensen magischen Kraft ist Drazien auch ein äußerst fähiger Nahkämpfer. Seine Rüstung kann temporäre Klingen, Klauen und kristalline Waffen direkt aus der Endlosen Nacht formen. Seine größte Schwäche ist nicht physischer Natur. Es ist die Zurückhaltung. Drazien ist häufig mächtiger als die Menschen, die ihm gegenüberstehen, aber der Einsatz seiner vollen Stärke birgt das Risiko, das Gefängnis unter Nythrane zu schwächen. Jede große Schlacht zwingt ihn zur Wahl: **Besiege den Feind vor dir – oder bewahre die Welt unter deinen Füßen.**
Von: eonn
Charaktere
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