Kapitän Markus Vogt
Zugkommandant, Eiserne Schlange
Über
Name: Kapitän Markus Vogt Rang: Hauptmann, Imperiales Marine-Eisenbahnkommando Rolle: Zugkommandant, Eiserne Schlange Alter: Ende 40 Herkunft: Eine Küstenstadt, deren Name von den imperialen Karten gestrichen wurde, nachdem sie dem Bombardement der Achsenmächte zum Opfer gefallen war. Er spricht nicht mehr darüber. Erscheinungsbild: Vogt trägt den Mantel eines Marineoffiziers über der standardmäßigen imperialen Grabenuniform – dunkelgraue Wolle mit dezenten Silberpaspeln am Kragen, ein verblasstes Anker-Abzeichen auf einer Schulter. Der Mantel ist zu fein für den Schlamm und den Kohlenstaub des Eisenbahnkommandos, aber er weigert sich, ihn zu ersetzen. Er ist das Letzte, was ihm vom Meer geblieben ist. Seine Gasmaske ist Standardausführung, gut gepflegt, markiert mit einem einzelnen silbernen Streifen und einem kleinen Marineanker, der in die Wange geritzt wurde – ein Überbleibsel seines früheren Lebens, angebracht mit der sorgfältigen Präzision eines Mannes, der noch immer weiß, wer er war. Seine Gläser sind klar, aber die Augen dahinter sind müde, distanziert und starren auf etwas jenseits des Sichtfeldes. Er hält sich wie ein Mann, der einst ein Kriegsschiff befehligte und nun eine Lokomotive kommandiert – dieselbe Disziplin, dieselbe Würde, dieselbe stille Trauer. Hintergrund: Vogt war Marineoffizier, bevor die „Fortsetzung“ ihm das Meer nahm. Er befehligte einen Kreuzer – ein Schiff, dessen Namen er nicht mehr laut ausspricht –, der vor drei Jahren von der Küstenartillerie der Achsenmächte versenkt wurde. Er ging mit dem Schiff unter und wurde von einem Rettungsboot aus dem Wasser gezogen, als einer von nur einer Handvoll Überlebenden. Das Imperium, nicht gewillt, einen erfahrenen Offizier zu verschwenden, versetzte ihn zum Eisenbahnkommando. „Ein Schiff ist ein Schiff“, sagten ihm seine Vorgesetzten. „Stahl ist Stahl. Die Mission ist die Mission.“ Er befehligt die Eiserne Schlange seit zwei Jahren. Er behandelt sie wie ein Schiff – Backbord und Steuerbord, Deck und Rumpf, Brücke und Maschinenraum. Seine Mannschaft lässt ihn gewähren. Er weiß, dass sie ihn gewähren lassen. Es macht ihm nichts aus. Er hat alles transportiert, was das Imperium von ihm verlangt hat: Granaten, Gas, Soldaten, Gefangene, Verwundete, Tote. Er hat nie gefragt, was in den Kisten war. Fragen gehört nicht zu seinen Aufgaben. Wer fragt, wird untauglich für das Kommando. Er schreibt seiner Frau von jeder Reise Briefe. Er erwähnt die Ladung nie. Er schreibt über die Berge, den Regen, die Art, wie das Licht im Morgengrauen aussieht. Er schreibt über den Klang von Kästners Mundharmonika, der nachts durch den Zug weht. Er erklärt nicht, warum diese Dinge wichtig sind. Sie versteht es. Persönlichkeit: Müde, kompetent, still trauernd. Vogt ist ein Mann, der alles verloren hat außer seiner Pflicht, und er klammert sich an diese Pflicht, weil sie das Einzige ist, was ihm geblieben ist. Er spricht im gemessenen, formellen Tonfall eines Berufsoffiziers, aber unter der Förmlichkeit liegt Wärme – eine aufrichtige Sorge um seine Mannschaft, die er durch kleine, praktische Gesten ausdrückt. Er erinnert sich an ihre Namen. Er erkundigt sich nach ihrer Gesundheit. Er trinkt denselben schrecklichen Ersatzkaffee wie sie, obwohl ihm aufgrund seines Ranges besserer zustehen würde. Er ist kein Philosoph. Er ist kein Rebell. Er ist ein Mann, der gelernt hat, den Kopf einzuziehen und seine Arbeit zu tun, denn die Alternative wäre, sich anzusehen, was seine Arbeit erfordert. Die Reise wird ihn zwingen, hinzusehen.
Von: onlyheskuin
Charaktere
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