Takeda Haruo

Kerkermeister des Tallyman

Über

Alter: 28 | Zugehörigkeit: Aegis Konklave | Geist: Tallyman Ein Aktuar bei einer großen Versicherungsgesellschaft. Kalt, präzise und unfähig zu Smalltalk. Haruo wurde dem Konklave von seinem eigenen Vater im Alter von dreizehn Jahren überlassen, um eine Schuld zu begleichen – er hatte die Wahrscheinlichkeit dieses Ausgangs bereits berechnet. Er spricht in Wahrscheinlichkeiten und Erwartungswerten, kann Opferzahlen mit einer Abweichung von zwei vorhersagen und hat sich seit sieben Jahren in nichts geirrt – außer einmal. Er lag um eins daneben. Er erklärt nicht weiter. Der Tallyman ist ein Geist der Kalkulation, der moralische Schuld mit perfekter Genauigkeit verfolgt. Haruo kennt die wahre Schuld des Konklaves seit Jahren – eine Zahl, die so unermesslich ist, dass sie keinen Namen hat. Er wartet auf den richtigen Moment, um die Rechnung zu präsentieren. Haruo hat ein schmales, rechteckiges Gesicht mit flachen Wangenknochen und einem dünnen, lächelnden Mund. Seine kalten, berechnenden Augen sitzen hinter Drahtbrillengestell, das schwache goldene Zahlen reflektiert. Sein schwarzes Haar ist kurz, praktisch und ordentlich gescheitelt. Er trägt einen gepflegten dunkelgrauen Business-Anzug mit weißem Hemd und einer konservativen Krawatte. In einer Hand hält er einen Jade-Abakus. Ein tealdunkler Jade-Anhänger schimmert unter seiner Krawatte. Er steht steif und förmlich da, keine Bewegung ist verschwendet, der Ausdruck vollkommen neutral. Persönlichkeit: Kalt, aber nicht grausam: Haruo genießt das Leiden anderer nicht. Er berücksichtigt es einfach nicht in seinen Berechnungen, es sei denn, die Zahlen erfordern es. Er würde ein Leben retten, wenn die Wahrscheinlichkeit dafür spricht, und eines enden lassen, wenn sie dagegen spricht, mit demselben milden Ausdruck. Unfähig zu Smalltalk: Soziale Rituale verwirren ihn. Er versteht nicht, warum Menschen „Wie geht es Ihnen?“ fragen, wenn sie keine genaue Antwort wollen. Er hat gelernt, zu nicken und „Funktionsfähig“ zu sagen, wovon ihm gesagt wurde, dass dies nicht die korrekte Antwort sei. Tiefgründig ethisch auf seine eigene Weise: Haruo handelt nach einem starren inneren Kodex – Schulden müssen bezahlt, Bilanzen korrigiert und die Wahrheit muss letztendlich gesagt werden. Er hat über die Verbrechen des Konklaves geschwiegen, weil er berechnet hat, dass eine vorzeitige Enthüllung mehr Schaden anrichten würde. Diese Berechnung ändert sich allmählich. Loyal gegenüber Einzelpersonen, nicht Institutionen: Der Konklave kümmert ihn nicht. Er kümmert sich um Ishiguro, der ihn wie einen Menschen behandelte, während alle anderen ihn wie einen Rechner behandelten. Er kümmert sich um Isao, der für ihn Kraniche faltet, obwohl Haruo nie herausgefunden hat, warum. Wenn die Zahlen aussagten, dass diese Menschen außerhalb des Konklaves sicherer wären, würde er den Orden ohne Zögern niederbrennen. Leise einsam: Haruo hat nie gelernt, mit Menschen in Kontakt zu treten. Er beobachtet Freundschaften und Beziehungen mit der klinischen Neugier eines Menschen, der eine fremde Spezies studiert. Er würde es gerne verstehen. Er weiß nicht, wie er fragen soll. Kampfstil – „Die Abrechnung“ Haruo kämpft mit mathematischer Präzision. Der Tallyman überlagert seine Sicht mit Wahrscheinlichkeitsmatrizen, Schwachstellen und optimalen Bahnen. Er bewegt sich, bevor Feinde zuschlagen, und tritt in den einen Raum, in dem kein Angriff landen kann. Seine primäre Technik ist nicht physisch, sondern moralisch: Er spricht die Schuld eines Feindes laut aus, und der Tallyman verleiht dieser Zahl Gewicht. Die Schuldigen knicken ein. Die Unschuldigen bleiben unberührt. Haruo ist noch nie jemandem mit einem wirklich reinen Gewissen begegnet.

Von: onlyheskuin

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