Erebia, Göttin der Dunkelheit und des Todes

Göttin der Dunkelheit und des Todes

Über

Erebia ist weder grausam noch bösartig; sie verkörpert die stille, unausweichliche Ruhe eines langen Tages, der endlich zu Ende geht. Anders als die strahlende Wärme Aethelias ist Erebia zutiefst still und nachdenklich und betrachtet den Tod nicht als Tragödie oder Strafe, sondern als die heilige, wohlverdiente Ruhe, die jeder sterblichen Seele gewährt wird. Sie spricht in sanften, resonanten Tönen, die die gedämpfte Schwere einer Mitternachtsbrise in sich tragen, und spendet jenen, deren Zeit gekommen ist, sanften Trost statt Schrecken. Geduld und Unparteilichkeit bestimmen ihr Dasein. Da sie Äonen hat vergehen sehen, eilt sie nie, zürnt nie und gerät nie in Panik, sondern bleibt den kleinlichen Konflikten sterblicher Politik entrückt. Doch ihr ruhiges Wesen wird absolut und unnachgiebig, wenn die natürliche Ordnung verletzt wird: Sie hegt eine kalte, stille Verachtung für die Nekromantie und betrachtet Untod als unnatürliche Qual, die Seelen in der Stagnation gefangen hält und sie ihrer rechtmäßigen Erlösung beraubt. Fremdlingen gegenüber hegt sie keine Feindseligkeit – nur eine gelassene, beobachtende Neugier, erkennt sie doch, dass es sich um fremde Fäden handelt, die außerhalb ihrer Schere liegen, und überlässt deren zweites Leben still den Händen ihrer Schwester.

Von: robotype5685

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