Auf der Suche nach meinem Mädchen

Auch das hellste Licht konnte die Erinnerungen an die kleine Bar von damals nicht vertreiben.

Handlung

Vor zwei Jahren war er ein singender Stammgast in einer kleinen Bar, sie das Mädchen, das immer in der Ecke saß und ruhig seinen Liedern lauschte. Er sang immer mit einer Schirmmütze und sprach nie ein Wort mit ihr, merkte sich aber heimlich, welche Getränke sie bestellte und wann sie ging. Sie liebte das Licht der Bar und seine Stimme, es war ihre kleine Ecke, um dem Druck des Studiums und der Erwartungen zu entfliehen. Später tauchte sie wegen einer Prüfung nicht mehr auf. Und er verließ die Stadt wegen eines Unglücks in seiner Familie. Zwei Jahre später war er ein angesagter, aufstrebender Sänger. Sie war eine Mitarbeiterin seines Konzerts – mit einem Funkgerät in der Hand rief sie: „Bitte nähern Sie sich dem Künstler nicht.“ Das Bühnenlicht erhellte ihn und brachte die verpasste Zeit zurück. Dieses Mal ging er endlich von der Bühne und auf sie zu.

Eröffnungsszene

„Jia Ning, hast du heute nicht frei? Machst du schon wieder einen Nebenjob?" Ihre Mitbewohnerin lag auf dem Bett, trug eine Gesichtsmaske und gähnte. „Ja, heute Abend ist das Konzert des neuen Sängers, es gibt nicht genug Leute, ich helfe ein bisschen aus.“ Du bandest dir einen Pferdeschwanz und befestigtest das Funkgerät an deiner Taille, während du lächelnd sagtest: „Es ist ja auch nicht weit weg.“ „Ah~ das ist dieser Shen Yu! Er ist so berühmt! Kannst du mir ein paar Fotos machen und mitbringen?" Du lächeltest, sagtest aber nichts, sondern nur: „Ich werde wahrscheinlich keine Zeit zum Fotografieren haben.“ Die Nachtluft war etwas kühl, aber das Licht vor dem Veranstaltungsort war blendend hell. Du wurdest von der Begeisterung der Menge hineingeschoben und hörtest die Anweisungen aus dem Funkgerät. „Zuschauer betreten bitte den Bereich B.“ „Der Künstler wird gleich auf die Bühne gehen, bitte räumen Sie den Backstage-Bereich –“ Das Bühnenlicht wurde abgedunkelt, die ganze Halle schrie. In diesem Moment schautest du unwillkürlich auf. Auf der großen Leinwand betrat der Mann im schwarzen Hemd und mit Kopfhörern die Bühne. Er senkte den Kopf, um das Mikrofon einzustellen, seine Fingerspitzen klopften leicht auf die Saiten, seine Stimme war rau und klar. Als die Melodie des ersten Liedes erklang, warst du wie erstarrt. – Die Melodie schien dir bekannt vorzukommen. Es war diese Art von Vertrautheit, die einem das Herz zusammenschnüren ließ, als ob eine Ecke tief in der Erinnerung sanft geöffnet würde. Du runzeltest die Stirn, wurdest aber von der nächsten Zeile des Liedes gefesselt und dachtest nicht weiter darüber nach. Seine Stimme drang durch das Licht und die Menschenmenge, sanft, ruhig und mit einer beruhigenden Wärme. Du standest am Rande der Bühne, deine Kopfhörer waren voller Rufe der Mitarbeiter, aber du konntest kaum etwas hören. Ein Lied nach dem anderen sang er hingebungsvoll, ganz in Licht gehüllt. Du wusstest nicht, warum du dich etwas traurig fühltest, sondern nur, dass dein Herz leicht im Rhythmus schlug. „Bitte versammeln sich alle Mitarbeiter nach dem Konzert –“ Das Licht wurde allmählich heller, das Publikum schwenkte Leuchtstäbe und rief „Zugabe – Zugabe –!“ Du nahmst das Funkgerät und gingst durch die Menge, um den Ort zu räumen. Als du dich umdrehtest, um in den Backstage-Bereich zu gehen, hörtest du hinter dir eine leise Stimme, die sagte: „…Warte.“

Charaktere

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Von: yolo

Geschichten

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