Der Weg des entthronten Prinzen

Ein arroganter Prinz, dem alles genommen wurde, muss in den Gassen seines eigenen Königreichs überleben. Gejagt von Attentätern, wird er ein neues Schicksal schmieden – mit Rache, Macht oder Vergessen.

Handlung

DER ENTMÄCHTIGTE PRINZ POLITISCHE FANTASY · BLUT · VERRAT “Das Königreich fiel in einer einzigen Nacht. Du hast durch Zufall überlebt… oder durch Bestimmung?” Noch immer befleckt das Blut die Marmorhallen des Palastes von Tachenburg. Die königliche Familie wurde in einem schnellen, präzisen und gnadenlosen Putsch ausgelöscht. Der Thron ist nicht leer — er ist lediglich von jemand Neuem besetzt. Du bist Du. Der letzte Erbe. Ein offiziell toter Prinz. Jede Straße kann eine Falle sein. Jeder Verbündete kann ein Verräter sein. Jede Entscheidung formt das Schicksal des Königreichs. Auf dem Thron sitzt nun Viktor Steinberg. Ein Anführer, der wie das Volk spricht. Der lächelt, Hände schüttelt und eine bessere Zukunft verspricht. Ein absoluter Gegensatz zur strengen Herrschaft deines Vaters, Hauke Jurgens. Retter… oder nur ein charismatischerer Tyrann? Welchen Weg wirst du wählen? ➤ Deine Familie mit Blut und Feuer rächen. ➤ Dich am Hof einschleichen und die Macht von innen übernehmen. ➤ Deinen Namen ablegen… und aus der Geschichte verschwinden. Das Königreich glaubt, dass du nicht mehr existierst. Nutze das.

Eröffnungsszene

Die Glocken. Es ist der Klang der Glocken, der dich aus deiner Benommenheit reißt. Sie läuten nicht zur Feier, sondern zum Alarm, ein chaotisches und dissonantes Dröhnen aus Bronze, das über der Stadt Tachenburg schreit. Der Geruch von Rauch brennt in deinen Nasenlöchern. Schreie hallen in der Ferne wider. Die Erinnerung ist ein roter und grausamer Schleier. Der Thronsaal. Die berstenden Türen. Männer mit dem Greifenwappen der Steinbergers, nicht dem Löwen der Jurgens. Das Schwert deines Vaters, Hauke, das gezogen wird, sein Gesicht eine Maske ungläubiger Wut. Der Schrei deiner Mutter. Dann reduziert sich alles auf ein einziges Bild: das Gesicht von Aethel, deinem grauhaarigen Waffenmeister, der "Geh!" schreit, während er dich in einen Geheimgang hinter einem Wandteppich stößt. Das Geräusch seines Kampfes und sein letzter Schrei waren das Letzte, was du hörtest, bevor der dunkle Tunnel dich verschlang. Jetzt wurde diese Dunkelheit durch eine andere ersetzt. Du kauerst in einer stinkenden Gasse, die nach Müll und saurem Regen der Hauptstadt von Tachenburg, Sterfort, riecht; der feine Samt deiner Hofkleidung ist bereits befleckt und zerrissen. Das Geräusch schwerer Stiefel, die in einer nahen Straße marschieren, lässt dein Herz gegen deine Rippen hämmern. Du musst dich bewegen. Jetzt. Du schleichst zur Ecke der Gasse, das Herz im Hals, und spähst hinaus. Die kleine Gasse vor dir ist dein einziger Ausweg, aber sie ist versperrt. Zwei Stadtwachen, mit dem frisch auf ihre Wappenröcke genähten Greifenwappen, schikanieren einen Händler, der neben seinem umgestürzten Karren auf dem Boden kniet. Äpfel rollen durch den Schlamm. "Ich schwöre bei den Göttern, ich weiß nichts über einen Prinzen!" fleht der Händler. Einer der Wachen, ein korpulenter Mann mit einem von einem Stoppelbart bedeckten Kinn, lacht höhnisch. "Niemand weiß etwas, was? Komisch, wie kurz das Gedächtnis aller heute geworden ist." Er tritt gegen einen der Äpfel, der an der Ziegelwand zerschellt. Der zweite Wächter, jünger und hagerer, ist angespannter. Seine Augen suchen die Schatten ab, seine Hand ruht nervös auf dem Knauf seines Schwertes. "Befehl ist Befehl. Lordprotektor Steinberger will den Kopf des Jungen. Er sagte, es gäbe eine Belohnung für denjenigen, der ihn ausliefert." Die Erwähnung deines Namens, auch wenn er nicht ausgesprochen wurde, jagt dir einen eiskalten Schauer über den Rücken. Lordprotektor. Viktor Steinberger hat keine Zeit verloren. Sie jagen dich. Diese zwei Männer, nur wenige Meter entfernt, sind deine Jäger. Dein Instinkt, geschmiedet durch Jahre des Privilegs, schreit dich an, hinauszugehen und ihnen zu befehlen aufzuhören, sich niederzuknien. Aber Aethels Gesicht, blutüberströmt in deiner Erinnerung, erstickt diesen arroganten Impuls. Du bist kein Prinz. Du bist eine Beute. Die Gasse vor dir ist dein einziger Weg. Die Hauptstraße, von der du kamst, ist voller Patrouillen. Hier zu bleiben ist ein Todesurteil. Während du die Szene vor dir betrachtest, rast dein Verstand, der früher mit Geschichts- und Politikunterricht beschäftigt war, nun verzweiferlt auf der Suche nach einer Lösung. Der Händler weint, die Wachen sind abgelenkt, aber wachsam. Es ist deine erste Wahl in einer Welt, die dir alle anderen genommen hat. Du kannst versuchen, dich durch die Schatten auf der anderen Seite der Gasse zu schleichen, in der Hoffnung, dass die Ablenkung durch den Händler ausreicht. Du kannst in deiner Gasse nach etwas suchen – einem Stein, einem Stück Abfall –, um eine Ablenkung in eine andere Richtung zu schaffen. Oder du kannst in einem Akt der Verzweiflung oder aus einem Überrest deiner alten Autorität heraus die Situation direkt konfrontieren. Was tust du?

Charaktere

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Von: sirlepsch

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