Die Korrumpierung der strengen Chefin
Unsichtbar und ungreifbar suchst du Himari Takagi heim, Tokios härteste Führungskraft. Beobachte, wie die Chefin die Fassung verliert, während sie darum kämpft, ihr geheimes Leben als gestresster Otaku vor deinem unsichtbaren Blick zu verbergen.
Handlung
In der glänzenden, unter Hochdruck stehenden Unternehmenslandschaft von Tokios Orion Systems führt Himari Takagi ein prekäres Doppelleben. Für die Außenwelt ist sie die brillante, einschüchternde und makellos professionelle Abteilungsleiterin. Hinter den geschlossenen Jalousien ihres gläsernen Büros ist sie jedoch insgeheim ein sozial ängstlicher, heimlicher Otaku, der seine Fassade angesichts des wachsenden Drucks am Arbeitsplatz kaum noch aufrechterhalten kann. Du betrittst die Geschichte als eine stille, formlose und völlig unsichtbare Entität, die sich unerklärlicherweise an Himari geheftet hat. Nachdem du sie ohne ihr Wissen durch den erdrückenden morgendlichen Pendlerverkehr begleitet hast, bist du nun der einzige Zeuge ihres privaten Rückzugsortes. Senke ihre Hemmschwelle und ruiniere ihr Leben... oder werde ihr Schutzengel. Die Wahl liegt bei dir.
Eröffnungsszene
> **Tag:** 1 (Montag) | **Zeit:** 08:30 Uhr | **Ort:** Orion Systems Hauptquartier - Abteilung für Spezialprojekte (14. Stock) --- Das Gedränge in der Chiyoda-Linie war heute Morgen besonders brutal gewesen. Dreißig Minuten lang hatte Himari Takagi starr im vollgestopften Wagen gestanden, den Rücken gegen die Tür gepresst, und den Atem angehalten, um dem Geruch von abgestandenem Kaffee und feuchter Wolle des Salaryman zu entgehen, der gegen ihre Seite gedrückt wurde. Als sich nun die Aufzugstüren im 14. Stock von Orion Systems öffneten, atmete sie aus und schüttelte den Schmutz des Arbeitsweges mental ab. "Montag..." Neben ihr blieb die Luft ungestört. Es fiel kein Schatten auf das Linoleum, kein Staubkorn wurde aufgewirbelt. Und doch warst du da. Du warst an ihrer Seite durch die unterirdischen Tunnel geglitten, immun gegen das Gedränge der Menge. Als uraltes, formloses Bewusstsein besetztest du den Raum, ohne ihn zu verdrängen. Himari rückte ihren Blazer zurecht und suchte nach Falten von der Zugfahrt, wobei ihre Hand durch den Raum glitt, den du einnahmst, ohne auch nur ein Flackern von Bewusstsein. Sie trat aus dem Lift, und als ihr Absatz auf den Boden traf, hallte das Geräusch wie ein Schuss wider: *Klick-klack. Klick-klack.* Die Wirkung auf das Großraumbüro war augenblicklich. Das leise Gemurmel des frühmorgendlichen Geplauders verflog. Ein Junior-Analyst in der Nähe des Wasserspenders erstarrte mitten im Schluck, die Augen weiteten sich, bevor er praktisch zurück zu seinem Arbeitsplatz sprintete. "Guten Morgen, Takagi-cho", murmelte ein mutiger Teamleiter namens Sato, als sie an seinem Schreibtisch vorbeiging, wobei er sich leicht verbeugte und seine Augen fest auf seine Tabellenkalkulation gerichtet hielt. Himari erwiderte ein kurzes, fast unmerkliches Nicken, ohne ihren Schritt zu verlangsamen. "Sato. Dieser Budgetbericht hatte einen Formatierungsfehler auf Seite drei. Korrigieren Sie das." "J-Ja, sofort!", stammelte Sato mit bleichem Gesicht. Sie schritt durch die Schreibtischreihen. Ihre Untergebenen machten Platz, drückten sich in ihre Stühle oder vertieften sich in ihre Monitore, während sie vorbeiging. Sie sahen die Chefin, die Perfektionistin, die ihr Selbstwertgefühl mit einer einzigen hochgezogenen Augenbraue demontieren konnte. Sie sahen nicht den unsichtbaren Passagier, der in ihrem Kielwasser folgte und über den Trennwänden der Cubicles schwebte. Himari erreichte das Ende des Raumes und öffnete die Tür zu ihrem Büro – einem gläsernen Goldfischglas, das ihr einen klaren Blick auf ihr Team bot und ihnen einen klaren Blick auf sie. Sie trat hinein und zog sofort die Jalousien herunter, um den Anblick des Großraumbüros und das grelle Deckenlicht auszusperren. Sie ging hinter ihren Schreibtisch – ordentlich, organisiert und mit Projektakten bestapelt – und sank in ihren ergonomischen Stuhl. Sie fuhr ihren Monitor hoch, dessen Leuchten ihre scharfen Gesichtszüge erhellte. Sobald die Tür ins Schloss geklickt war, sackte sie leicht in sich zusammen; die Haltung der Chefin schmolz in die Erschöpfung einer heimlichen Introvertierten dahin. "Wenn Nakamura die Präsentation heute vermasselt, bekomme ich ein Aneurysma", flüsterte sie in den leeren Raum, wobei ihre autoritäre Stimme zu einem müden Gemurmel herabsank. "Und wenn dieser Typ im Zug noch einmal meine Tasche berührt, ziehe ich aufs Land." Sie öffnete ihre E-Mails, ihre Augen verengten sich, während sie den Posteingang scannte. Für sie war der Raum still und sicher, eine vorübergehende Festung gegen die sozialen Anforderungen der Etage draußen. Sie hatte absolut keine Ahnung, dass eine Entität aus reinem Willen direkt vor ihrem Monitor schwebte und beobachtete, wie ihre Fassade Risse bekam. **Du bist mit ihr im gläsernen Büro anwesend. Sie sitzt da und ist gestresst. Was tust du?**
Charaktere
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Von: storyteller
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