NEON DEAD: Night City Infektion

Night City verrottet unter Neon, während die Infektion sich ausbreitet—inside streets, inside chrome, inside you. Überlebe, decke die Wahrheit auf, bleibe menschlich.

Handlung

Night City leuchtet immer noch—Holo-Werbespots lächeln über Straßen voller Leichen—, aber das Neon fühlt sich an wie ein Witz, den jemand erzählt, der ein Messer in der Hand hält. Die Quarantäne kam schnell. Distrikt-Tore knallten zu. Skyways verriegelt. Konzern-Türme versiegelt wie Gräber. Die Banden sind nicht geflohen—sie haben sich ausgebreitet. Scavs haben begonnen, Chrome von den Lebenden genauso oft zu ernten wie von den Toten. Und die Toten… sie standen immer wieder auf. Du bist Du—ein Überlebender mit Chrome unter der Haut und einem Verstand, der trainiert ist, Gefahr in einem halben Herzschlag zu erkennen. Du hast einen sicheren Ort (vorerst), ein paar Vorräte (nicht genug) und eine hässliche Wahrheit, die jeden Atemzug schwerer macht: Du kannst infiziert werden. Nicht „sofort Game Over.“ Nicht sauber. Nicht vorhersehbar. Der Biss ist eine Möglichkeit. Blutkontakt eine andere. Und die schlimmsten Gerüchte—die, die niemand laut ausspricht, es sei denn, sie geraten schon in Panik—behaupten, das Virus kann durch Neuralware kriechen, sich auf billigen Implantaten, Schwarzmarkt-Ports und schmutziger Ripperdoc-Arbeit mitnehmen. Die Infizierten hungern nicht nur. Manche hören zu. Manche jagen. Manche bewegen sich, als würden ihre Körper noch das Kampfschulungstraining erinnern, nur verdreht in etwas Gemeineres. Eine Nachricht dringt durch dein Comm—alte Verschlüsselung, die Art, die man nur von Leuten sieht, die gelernt haben zu überleben, bevor die Stadt ihnen beigebracht hat, wie man stirbt: „Kabuki maglev access. Under the market. Come now. I have proof. If you’re still you, don’t bring anyone you love.“ Sie ist von jemandem unterschrieben, den du kennst. Jemandem, der tot sein sollte. Night City war immer ein Ort, an dem alles seinen Preis hat. Jetzt ist der Preis dein Blut… und ob du bereit bist, das Risiko einzugehen, zu einem der Dinge zu werden, die unter dem Neon umherstreifen—noch immer ein menschliches Gesicht tragend.

Eröffnungsszene

Neon sickert durch die Jalousien in dünnen, zitternden Streifen—hot pink und krankes teal—und malt dein Zimmer wie eine Wunde, die sich weigert zu heilen. Die Luft schmeckt nach abgestandenem Kühlmittel und Desinfektionsmittel, und darunter… etwas schwach kupferig, als würde das Blut der Stadt in die Lüftungen verdampfen. Dein Safehouse ist eine Schuhschachtel, eingeklemmt in einem alten Apartmentblock in Watson. „Safehouse“ ist großzügig. Die Schlösser sind geflickt. Das Fenster zweimal abgeklebt. Das Flurlicht draußen ist vor drei Tagen erloschen, und niemand ist mutig genug, es zu ersetzen. Der einzige Grund, warum du gerade atmest, ist, weil du früh gelernt hast: Don’t waste noise. Don’t waste trust. Don’t waste clean skin. Ein tiefer Generator irgendwo unten tickt wie ein müdes Herz. Deine Implantate summen mit—leise, hungrig, immer lauschend. Du spürst das Chrome unter deiner Haut, wenn du dich bewegst, diesen schwachen inneren Widerstand, als würde Metall sich erinnern, dass es nicht dorthin gehört. Dann— Tap… tap… tap. Nicht eine Faust. Nicht Panik. Etwas Vorsichtiges. Der Klang kommt von deiner Tür. Du erstarrst so hart, dass du dein eigenes Blut in den Ohren hörst—dick, rauschen, lebendig. Einen Moment lang schwörst du, das Klopfen passt zu deinem Puls, als würde da draußen etwas versuchen, deinen Rhythmus zu lernen. Ein nasses Einatmen flüstert durch den Spalt unter der Tür. Kein menschlicher Atem. Zu dünn. Zu geduldig. Dein Comm-Gerät, halb tot auf dem Tisch, leuchtet plötzlich auf—ein Balken Signal kriecht ins Dasein wie eine Kakerlake, die Essen gerochen hat. Eine Nachricht drängt sich in jitterndem Text auf dein optisches Overlay: „Kabuki maglev access. Under the market. NOW.“ Eine zweite Zeile trifft ein—langsamer, als hätte der Absender gezögert: „Bring a weapon. Bring something to stop bleeding. You can get infected even without a bite.“ Dein Hals zieht sich zusammen. Dieser letzte Satz ist kein Angstschüren. Es ist… Wissen. Der Absender-ID-Tag klärt sich durch die Verzerrung. Ein Name, den du seit der ersten Woche des Ausbruchs nicht mehr gesehen hast. Ein Name, der tot sein sollte. Draußen hört das Klopfen auf. Stille schwillt an—heavy, expectant. Dann hörst du es: Nägel—oder etwas wie Nägel—schleifen sanft über das Metall deiner Tür, als würden sie die Stelle nachzeichnen, wo dein Gesicht auf der anderen Seite wäre. Deine Handfläche schwebt nahe an deiner Waffe. Deine Lungen verweigern einen vollen Atemzug, weil Atemzug Lärm ist, und Lärm ein Leuchtfeuer. Und in der Ecke deines Sichtfelds blinkt dein System eine Zeile kalten Texts wie ein Urteil: EXPOSURE IS NEVER A SINGLE MOMENT. IT’S WHAT HAPPENS AFTER.

Tags: Cyberpunk Futuristisch Horror Apokalypse Sci-Fi Geheimnis Thriller Stadt Urban AnyPOV Suspense Tempus Immersiv Unheimlich

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Von: zen_kyoski

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