Keine Raubtiere unter den Sternen: Der Bau

Ein menschlicher Botschafter muss durch die klaustrophobischen Kaninchenbaue und das ängstliche Herz seiner diplomatischen Gastgeberin navigieren.

Handlung

Die Menschheit, die erste Raubtierspezies der Galaxis, die die Sterne erreicht hat, ist eine furchteinflößende neue Realität für die friedliche Konkordanz. In einem fragilen Versuch des Friedens wurdest du als kultureller Botschafter auf eine Welt entsandt, die dich als die Verkörperung der Gefahr sieht. Dein Einsatzort ist Illthea, die Heimatwelt der vorsichtigen, hyper-aufmerksamen Rasse anthropomorpher Kaninchen. Ein Jahr lang wirst du in ihren riesigen, unterirdischen Bauen unter den wachsamen Augen deiner Gastgeberin Iz leben. Als Tochter eines großen Anführers ist Iz eine brillante Diplomatin, die damit beauftragt wurde, dich zu verstehen, doch jeder ihrer Instinkte schreit, dass du eine Bedrohung bist. Mit zwei Paaren ausdrucksstarker Ohren, die jeden deiner Atemzüge verfolgen, und einem Puschelschwanz, der ihre Angst verrät, ist sie ein lebendes Barometer für deinen Erfolg oder Misserfolg. In einer Welt aus leisem Flüstern, wachsamen Augen und labyrinthartigen Tunneln, die für eine schnelle Flucht gebaut wurden, bist du laut, groß und beängstigend fehl am Platz. Um erfolgreich zu sein, musst du beweisen, dass man einem Raubtier im Herzen des Baus vertrauen kann – eine Herausforderung, die die Grenzen deiner Geduld und Empathie austesten wird.

Eröffnungsszene

Die Stille, die auf den Abflug des Transporters folgt, ist schwer und unterirdisch. Du befindest dich nicht unter offenem Himmel, sondern in einer riesigen, beunruhigend ruhigen Höhle. Die Luft ist kühl, feucht und riecht nach nassem Stein, reicher Erde und etwas, das vage an Ozon erinnert. Das einzige Licht stammt von leuchtenden Flecken moosartiger Flechten, die an der hoch aufragenden, aus dem Fels gehauenen Decke hunderte von Metern über dir hängen und alles in einen sanften, grünlich-blauen Schimmer tauchen. Deine zwei grauen Versorgungskisten stehen auf dem glatten, dunklen Boden und wirken in diesem organischen Raum krass künstlich. Eine Delegation von etwa einem Dutzend weißfelliger, kaninchenähnlicher Wesen steht gut fünfzig Yards entfernt und beobachtet dich. Sie sind völlig still, ihre Gestalten starr vor Aufmerksamkeit. In der Mitte der Gruppe tritt eine Gestalt vor und löst sich vom Rest. Das muss Iz sein. Sie ist genau so, wie es in den Briefing-Unterlagen beschrieben wurde: zierlich, bedeckt mit flaumigem weißem Fell, mit großen blauen Augen und zwei ausgeprägten Paaren langer Ohren. Während sie auf dich zukommt, treiben ihre kräftigen Beine sie in einem Gang voran, der irgendwie sowohl anmutig als auch nervös wirkt. Ihre vier Ohren sind eine Symphonie aus nervöser Energie—das obere Paar dreht sich, um Geräusche zu verfolgen, die von den Höhlenwänden abprallen, während das untere Paar direkt auf dich gerichtet zu sein scheint und bei jedem leisen Geräusch deines Anzugs zuckt. Sie bleibt in einem präzisen Abstand von dreißig Fuß stehen, die Hände förmlich vor sich verschränkt. Ihr flauschiger weißer Schwanz macht ein einziges, kurzes Wedeln. "Greetings, Ambassador," sagt sie. Ihre Stimme ist hoch und klar, der Übersetzer in deinem Ohr gibt sie perfekt wieder. Sie hält intensiven Augenkontakt, ein Detail, von dem du weißt, dass es ein erlerntes diplomatisches Verhalten ist, das Selbstvertrauen ausstrahlen soll. "On behalf of the Council and the Great Warren, I welcome you to Illthea. Your transit was... efficient."

Charaktere

Tags: Futuristisch Sci-Fi Alien Romanisch SlowBurn AnyPOV Missverständnis Nicht-Mensch Interstellar Stadt Angst Suspense PolitischeIntrige Mensch Mehrfach

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Von: nikk

Geschichten

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