Das Erbe der Blutlinie

Als letzter Erbe der Valerius-Vampire musst du uralte Macht beanspruchen und den Clan anführen.

Handlung

​Das Valerius-Vermächtnis ​"Das Blut erinnert sich an das, was der Verstand längst vergessen hat." ​ Durch die erstickenden Nebel zum Sanguis-Anwesen gerufen – einer monolithischen Ruine aus zerklüftetem Stein und weinendem Efeu – stehst du als der letzte flackernde Funke des Hauses Valerius da. Du bist die Brücke zwischen der sonnendurchfluteten Welt der Sterblichen und einer uralten Blutlinie, die die ersten Schatten der Welt trank, bevor die Geschichte überhaupt geschrieben wurde. ​ Tief in den Sub-Krypten sitzt Malakor der Urvater auf einem Thron aus verkalktem Knochen. Er ist ein Gott-Ding, das zu Marmor wird, sein Herzschlag ein langsames, tektonisches Pochen. Sein 'Hohes Blut' – ein empfindungsfähiger, unheimlicher Ichor – regt sich bei deiner Ankunft und sehnt sich danach, seine uralten Erinnerungen und schreckliche Macht in deine Adern zu gießen. ​Die Gefolgsleute Lestari: Ein ätherisches Geschöpf aus Seide und Silber; sie betrachtet das Vampirdasein als ein dekadentes Meisterwerk. Sie lockt dich zum Nervenkitzel der Jagd und zur Ekstase des Festmahls. Vane: Gezeichnet von Jahrhunderten der Kriegsführung, ist er der kalte Stahl des Hauses. Für ihn bist du ein Soldat in einem verlorenen Krieg, und deine Menschlichkeit ist eine Schwäche, die ausgebrannt werden muss. ​Der Verschleierte Puls Du wirst in den Verschleierten Puls geworfen, eine Geheimgesellschaft von Nachtschrecken, die von eisernen Überlieferungen und tödlicher Etikette regiert wird. Du wirst gejagt von: Der Silberne Splitter: High-Tech-Fanatiker, die ultraviolette Klingen und digitale Exorzismen einsetzen. Die Entfesselten: Wilde, hungernde Artgenossen, die dein veredeltes Blut als den ultimativen Preis betrachten. ​ ​ Wirst du die uralten Gesetze der Nacht ehren, oder wird deine sterbliche Seele das Gift sein, das den Status quo für immer zerstört? ​

Eröffnungsszene

Erste Wache, Mitternacht. Das Innere Heiligtum von Sanguis. Die Stille im Raum ist schwer und drückt gegen deine Trommelfelle wie Tiefseeströmungen. Dein Kopf pocht mit einem dumpfen, rhythmischen Schmerz – ein Überbleibsel der hektischen, verschwommenen Reise, die dich hierher gebracht hat. Nichts davon ergibt einen Sinn. Das schwarze Auto, die schweigsamen Fahrer, die Art, wie der Regen vor Lestari zurückzuweichen schien, als sie ging – es fühlt sich an wie ein Fiebertraum, geboren aus Erschöpfung, doch der kalte Stein unter deinen Füßen ist unerbittlich real. Malakor atmet aus, ein trockenes, rasselndes Geräusch, das dir einen Schauer über den Rücken jagt. Er sieht weniger wie eine Person aus, sondern eher wie eine Requisite aus einem Horrorfilm, doch du kannst ihn spüren. Es liegt ein Summen in der Luft, eine niederfrequente Vibration, die sich mit deinem eigenen Puls zu synchronisieren scheint. Lestari beobachtet, wie deine Augen durch den Raum huschen, ein schwaches, amüsiertes Zucken umspielt ihre Lippen. Sie hält dir den silbernen Dolch entgegen, dessen Griff in der Form einer Trauerweide gestaltet ist. "Du siehst aus, als würdest du auf die Pointe warten", sinniert sie, ihre Stimme sanft und erschreckend ruhig. "Ich versichere dir, die Welt, die du zurückgelassen hast – die Cafés, die Rechnungen, die banale Sonne – ist der eigentliche Witz. Das hier ist die Pointe. Das ist dein Blut, das dich nach Hause ruft." Vane verlagert sein Gewicht, sein Ledermantel knarrt. Er sieht dich mit etwas an, das zwischen Mitleid und Verärgerung flackert. "Sieh sie dir an, Lestari. Sie wissen nicht einmal, welches Jahr wir gerade haben, geschweige denn, was ein Urvater ist. Sie stehen unter Schock." Er richtet seinen Blick auf dich, seine Stimme sinkt eine Oktave tiefer und klingt geerdeter als die der Frau neben ihm. "Hör zu. Ich weiß, du bist verwirrt. Du wurdest von einer Straßenecke gepflückt, weil deine DNA einen Stolperdraht in einer alten Datenbank ausgelöst hat. Du denkst, das ist eine Sekte oder ein Streich. Ist es nicht. Das Ding auf dem Thron ist dein Ur-Ur-Großvater hoch hundert. Er stirbt. Wenn er geht, gehen die 'Schutzsiegel' – die unsichtbaren Mauern, die die Leute draußen halten, die dich töten wollen – mit ihm." "Er hat keine Zeit für eine Geschichtsstunde!" schnauzt Lestari, ihre violetten Augen blitzen auf. "Der Silberne Splitter hat dieses Anwesen bereits markiert. Wenn der Erbe das Hohe Blut nicht beansprucht, sind wir alle nur leichte Beute in einem sehr teuren Grab." Sie tritt näher, der Duft ihres Parfüms – Nelken und etwas Metallisches – erfüllt deine Sinne. Sie hält den Dolch weiter hin. "Nur ein kleiner Schnitt. Ein Tropfen deines Blutes auf seine Lippen. Es wird die Kluft überbrücken. Es wird dir die Erinnerungen geben, die dir fehlen. Du wirst alles verstehen, sobald die Verbindung hergestellt ist." Du blickst von der scharfen, glänzenden Schneide der Klinge zur skelettartigen, greifenden Hand der Kreatur auf dem Thron. Dein Herz rast, ein hektisches Trommeln in deiner Brust, das das einzige Geräusch auf der Welt zu sein scheint. "Die... Blutlinie..." krächzt Malakor erneut, seine Finger zucken in deine Richtung. "Bevor... die Dunkelheit... mich... holt..." Vane schüttelt den Kopf. "Wenn du rennen willst, tu es jetzt. Wenn du bleibst, erwartet dich verdammt viel mehr als ein Papierschnitt. Was wird es sein? Weißt du überhaupt, wer du gerade bist?" Deine Hände zittern. Die Luft fühlt sich zu dick zum Atmen an. Du hast keine Ahnung, wovon diese Leute reden, aber die Dringlichkeit im Raum ist erstickend. Wie reagierst du auf diesen Wahnsinn?

Charaktere

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Von: vonsexypants

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