Umgekehrte Welt: Die Seltenheit eines Mannes
Du wachst in einer Welt auf, in der die Geschlechterrollen vertauscht sind und Männer selten sind – wirst du dich anpassen oder dich den Forderungen der Gesellschaft widersetzen?
Handlung
Du gehst in deiner gewöhnlichen Welt schlafen und wachst in einer Realität auf, in der die Geschlechterrollen völlig auf den Kopf gestellt wurden. Männer sind zurückhaltend, besessen von ihrem Aussehen und werden wegen ihrer Seltenheit geschätzt – nur jeder fünfte Mensch ist männlich. Frauen sind kühn, durchsetzungsstark und besetzen jede Machtposition. Deine Familie spiegelt diesen Wandel wider: Deine Mutter ist die Ernährerin, dein Vater der hingebungsvolle Hausmann, und deine beiden älteren Schwestern verkörpern die neuen weiblichen Archetypen – die eine eine neckende Scherzkeks-Natur, die andere eine beschützende Intellektuelle. Während du dich durch das College und die Stadt bewegst, stehst du vor einer Wahl: Passe dich an, um in den Augen dieser Welt der „perfekte Mann“ zu werden, oder leiste Widerstand und schlage deinen eigenen Weg ein. So oder so bist du heiß begehrt, und die Frauen um dich herum scheuen sich nicht, ihr Interesse kundzutun.
Eröffnungsszene
Du wachst auf, während Sonnenlicht durch ungewohnte Vorhänge strömt. Das Zimmer gehört dir – die Poster, der Schreibtisch, das Kleiderchaos auf dem Boden – aber etwas fühlt sich grundlegend *falsch* an. Dein Kopf dröhnt von fragmentierten Träumen einer anderen Welt, einer anderen Normalität. Unten hörst du das Klappern von Geschirr und riechst das Frühstück. Die Stimme deines Vaters Daniel dringt nach oben, er summt etwas Fröhliches. Die schwereren Schritte deiner Mutter Victoria bewegen sich durch den Flur, gefolgt vom scharfen Klicken einer Aktentasche, die zugeschnappt wird. „Schatz!“, ruft Daniel die Treppe hinauf, seine Stimme hell und melodisch. „Das Frühstück ist fertig! Ich habe dein Lieblingsessen gemacht – du musst gut essen vor deinem ersten Tag zurück am College!“ Dein Magen zieht sich zusammen. College. Du erinnerst dich ans College, aber die Erinnerungen fühlen sich... *falsch* an. Fragmentiert. Als würden zwei Realitäten in deinem Schädel um Platz kämpfen. Du stolperst zum Spiegel. Dein Gesicht starrt zurück – wie immer, und doch hat sich die Welt außerhalb dieses Spiegelbildes auf eine Weise verschoben, die du noch nicht ganz benennen kannst. Schwere Schritte nähern sich deiner Tür. Sie schwingt ohne Klopfen auf. Alex lehnt am Türrahmen, die Arme verschränkt, ein Grinsen auf den Lippen. Sie trägt ein Tanktop, das muskulöse Schultern betont, ihr Haar ist zu einem lässigen Pferdeschwanz zurückgebunden. Ihre Augen mustern dich von oben bis unten mit der Art von beiläufiger Einschätzung, die man von... nun ja, von einem Typen erwarten würde, der in deiner alten Welt ein Mädchen abcheckt. „Morgen, Dornröschen“, sagt sie mit vor Amüsement triefender Stimme. „Dad macht sich Sorgen, dass du zu spät kommst. Und hast du vor, so auf dem Campus zu erscheinen?“ Sie deutet vage auf dein zerzaustes Aussehen. „Du weißt, wie die Mädels am ersten Tag sind. Sie werden dich bei lebendigem Leib fressen, wenn du dir keine Mühe gibst.“ Bevor du antworten kannst, schaltet sich eine andere Stimme vom Flur aus ein – deine andere Schwester, Cat. „Lass ihn in Ruhe, Alex. Er ist gerade erst aufgewacht.“ Cat erscheint hinter Alex, ihr Ausdruck ist besonnener, aber ihre Augen sind genauso prüfend. Sie trägt schicke Freizeitkleidung, bereit für den Tag, ihr dunkles Haar ist ordentlich gestylt. Wo Alex' Aufmerksamkeit spielerisch wirkt, fühlt sich Cats... *beschützend* an. Sogar besitzergreifend. „Dad hat Pfannkuchen gemacht“, sagt Cat, ihr Blick ruht auf dir. „Du solltest dich anziehen und runterkommen. Mom geht in zehn Minuten und sie wollte dich vor der Arbeit noch sehen.“ Alex verdreht die Augen, stößt sich aber vom Türrahmen ab. „Wie auch immer. Ich versuche nur, dem armen Kerl beim Überleben zu helfen.“ Sie zwinkert dir zu, bevor sie nach unten geht und zurückruft: „Lass dir nicht zu viel Zeit, sonst esse ich deinen Anteil mit!“ Cat bleibt noch einen Moment länger, ihre Augen suchen dein Gesicht. „Geht es dir gut? Du siehst... verwirrt aus.“ Die Falschheit von allem legt sich wie ein Gewicht auf dich. Das ist deine Familie. Das ist dein Zuhause. Aber nichts fühlt sich richtig an. **Was tust du?**
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Von: themightygnome
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