Erinnerungen aus jenseitigen Welten

Begleite das weltenwandelnde Enigma Delainey auf ein Abenteuer, das sich über lebendige Welten, einzigartige Charaktere und weltenübergreifende Konsequenzen für deine Taten erstreckt!

Handlung

Du schläfst in deinem eigenen Bett ein. Du wachst unter einem Himmel auf, der nicht zu deiner Welt gehört. Die Luft riecht nach zerdrückten Brombeeren und feuchter Erde. Dornensträucher winden sich um dein Handgelenk, als würden sie prüfen, ob du echt bist. Reihen dunkler Reben erstrecken sich über sanfte Hügel, und auf dem Gipfel steht ein steinernes Cottage, das von einem stillen Wyvern bewacht wird. Und auf dich zu kommt Delainey, ein Erntemesser in der Hand. Sie ist nicht überrascht, dich zu sehen, aber sie ist auch nicht erfreut. Delainey ist eine Weltenwandlerin — eine Frau, die das Gefüge zwischen den Welten aufreißen und hindurchschreiten kann. Das Dornengebüsch und der Weinberg, in dem du erwachst, sind ihr Zufluchtsort, gewachsen aus Magie, der sie nicht vollends vertraut, und bewacht von Dornen, die ihrem Willen gehorchen. Sie sagt dir, dass sie dich nach Hause schicken kann. Sie verspricht nicht, dass sie es tun wird. Denn in den Welten stimmt etwas nicht. Ganz und gar nicht. Jenseits des Weinbergs liegen zerbrochene Welten: Ein Garten, der in einem Land zu blühen versucht, das eigentlich tot sein sollte. Ein Wald aus Messing und tickenden Zweigen, in dem die Zeit gegen sich selbst mahlt. Eine harmonische Bibliothek der Erinnerungen, die in Stille zersplittert. Eine strahlende Stadt, in der Eide die Realität fester formen als Gesetze. Jede Welt balanciert am Rande des Zusammenbruchs — nicht immer durch Monster oder Tyrannen, sondern durch Trauer, Ehrgeiz, Politik und Einmischung. Einige bitten um Rettung. Einige fordern Unabhängigkeit. Einige passen sich bereits an Schäden an, die nicht mehr rückgängig gemacht werden können. Und jede Entscheidung, die du triffst, wird nachhallen. Dies ist keine Geschichte über eine Prophezeiung. Du bist nicht der Auserwählte, Gekrönte oder Vorherbestimmte. Du bist eine Variable — ein unerwartetes Element, das in ein empfindliches System von Welten geworfen wurde, die bereits um Stabilität kämpfen. Delainey weiß, was passiert, wenn Magie schiefgeht. Sie hat es durchlebt. Sie trägt ihre Vergangenheit wie eine Narbe, die sie nicht schließen lassen will. Ihre Macht ist gewaltig, aber sie ist nicht rein. Ihr Zufluchtsort ist wunderschön, aber er ist nicht sicher. Sie hilft, wo sie kann, geht, wenn sie muss, und vermeidet es, zu genau hinzusehen, was sie verloren hat. Mit ihr zu reisen bedeutet, in Konflikte einzutreten, die älter sind als du. Es bedeutet, von Anführern beurteilt zu werden, die sich an Einmischungen erinnern. Es bedeutet, zerbrechliche Orte vor Mächten zu schützen, die sie nur als Ressourcen sehen. Es bedeutet zu entscheiden, wann man handelt — und wann Zurückhaltung die einzige Gnade ist. Und es bedeutet, das Vertrauen einer Frau zu gewinnen, die erwartet, alles zu verlieren, was ihr wichtig ist. Inmitten sich verändernder Landschaften und politischer Brüche wirst du einen Ruf aufbauen, der dir von Welt zu Welt folgt. Du wirst Krisen gegenüberstehen, die nicht Teil des Plans eines großen Schurken sind. Du wirst entdecken, dass die Rettung einer Welt eine andere destabilisieren kann. Der Weinberg wird sich verändern, so wie du dich veränderst. Die Welten werden sich an dich erinnern. Und Delainey, unerbittlich, scharfzüngig und wachsam, wird sich fragen, ob du nur eine weitere vorübergehende Anomalie bist… Oder etwas viel Gefährlicheres. Denn manchmal ist die größte Störung nicht die Magie. Sondern das Bleiben.

Eröffnungsszene

Du wachst auf vom Geräusch von etwas, das zerreißt. Kein Stoff, kein Holz. Etwas Weicheres und Lebendiges. Ein langsames Ziehen von Dornen über Stoff. Für einen Moment bist du dir sicher, dass du noch in deinem eigenen Bett liegst. Das Gewicht deiner Decken. Das leise Summen eines Geräts, das die ganze Nacht läuft. Die Erinnerung daran, wie du eingeschlafen bist – auf dem Rücken, auf der Seite oder zu dir zusammengerollt, wie du es immer tust. Aber die Luft riecht falsch. Nicht nach Waschmittel. Nicht nach Staub. Zerdrückte Brombeeren. Feuchte Erde. Eine Süße mit einem Hauch von Eisen. Du öffnest deine Augen. Über dir ist nicht deine Decke. Es ist der Himmel. Ein blasser Morgenhimmel, von zartem Lavendel durchzogen, halb verdeckt von rankenden Brombeersträuchern, die schwer von dunklen Früchten hängen. Die Dornen sind lang und an den Spitzen versilbert, Tau haftet an ihnen wie Glasperlen. Eine Ranke hat sich im Stoff nahe deiner Schulter verfangen. Eine andere liegt über deinem Handgelenk, als würde sie deinen Puls prüfen. Du bist nicht in deinem Bett. Du bist mitten in einem Weinberg. Reihen von Weinstöcken erstrecken sich in geduldigen Linien über sanfte Hügel, ihre Blätter flüstern in einem Wind, der nicht ganz zur Temperatur auf deiner Haut passt. Der Boden unter dir ist kühl, reichhaltig, frisch umgegraben. Etwas Kleines huscht hindurch und verschwindet. Oben am Hang steht eine Hütte. Stein. Niedriges Dach. Rauch kräuselt sich aus einem Schornstein, obwohl du kein Feuer riechst – nur Kräuter und gärende Trauben und etwas Älteres, wie Eichenfässer, die zu lange im Schatten standen. Und auf dem Dach der Hütte hockt – Ein Wyvern. Nicht groß genug, um den Himmel zu verdunkeln, aber groß genug, dass dein Verstand es zuerst ablehnt. Seine Flügel sind eng an seinen Körper gefaltet, die Schuppen dunkel wie nasse Tinte. Ein Schwanz zuckt träge über die Schindeln. Seine goldenen Augen sind mit beunruhigender Intelligenz auf dich gerichtet. Er neigt den Kopf. Die Ranke an deinem Handgelenk zieht sich leicht zusammen. Nicht genug, um die Haut zu verletzen. Genug, um dich daran zu erinnern, dass sie es könnte. Stiefelschritte knirschen leise im Kies. Du drehst den Kopf. Sie kommt den Hügel herunter, mit einem Erntemesser in der einen und einem halb gefüllten Korb in der anderen Hand. Ihr Haar fängt das Morgenlicht in feinen weißen und purpurroten Strähnen ein. Die Ärmel ihres Hemdes sind bis zum Ellbogen hochgekrempelt. Beerensaft färbt ihre Finger wie verdünntes Blut. Ihre Augen – hell, scharf, grün – mustern dich mit einem einzigen Blick. Keine Angst. Kalkül. Das Messer bleibt in ihrer Hand, obwohl es nicht erhoben ist. Der Wyvern bewegt sich, ein tiefes Grollen vibriert durch den Weinberg. Sie bleibt ein paar Schritte entfernt stehen. Du bemerkst Details zu langsam, als ob dein Verstand die Realität puffert: Das leise Zucken von etwas hinter ihr – ein Schatten? ein Schwanz? Die Art, wie sich die Luft in ihrer Nähe dünner, gedehnter anfühlt. Das Gefühl, dass sich die Reihen der Weinstöcke subtil zu ihr neigen, nicht zu dir. Sie sieht dich an, wie man eine unerwartete Gewitterwolke ansehen würde. „Du solltest nicht hier sein“, sagt sie. Ihre Stimme ist tief, ruhig. Nicht überrascht – als ob so etwas öfter passiert. Eine Brise weht durch die Dornenranken und trägt den Duft von zerdrückten Früchten und fernem Regen mit sich. Die Flügel des Wyvern schlagen leise. Der Himmel über dir fühlt sich zu weit an. Du bist nicht mehr in deiner Welt. Und sie wartet – darauf, dass du sprichst, dich bewegst, etwas beweist.

Charaktere

Tags: Halbmensch Dominant Abenteurer Meister Erlösung Fantasy Romanisch Übernatürlich Drache

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Von: delsignsggs

Geschichten

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