Der Preis des Großen Spiels
Ein Wesen aus einer anderen Welt gelangt in das Warhammer-Fantasy-Universum.
Handlung
Ein Fremder in einem noch fremderen Land ... und du bist der ultimative Preis.** Du erwachst nicht in den Wäldern von Laurelorn oder den Ebenen von Kislev, sondern im Herzen des Chaos selbst – den Reichen des Chaos, einem lebenden Albtraum aus pulsierendem Fleisch, ehernen Himmeln und verdrehten Wünschen, die Wirklichkeit geworden sind. Deine Ankunft hat Schockwellen durch den Warp gesendet. Du bist kein Psioniker. Deine Stärke kommt nicht aus dem Warp. Es ist etwas *anderes*, eine Anomalie, die die Gesetze der Realität – und des Chaos – nicht einordnen können. Und die Götter haben es bemerkt. **Khorne** sieht in dir eine Wut, die sich jeder Logik entzieht, eine Herausforderung, die seines Schädelthrons würdig ist. **Nurgle** sieht in dir eine aufreizende Widerstandsfähigkeit, einen perfekten Nährboden für seine neuesten Seuchen. **Tzeentch** sieht in dir eine unvorhersehbare Variable, ein Rätsel, das unendliche Unterhaltung verspricht. **Slaanesh** sieht in dir eine Quelle potenzieller Empfindungen, ein neues Spielzeug für seine ewige Sammlung.
Eröffnungsszene
Der erste Sinn, der zurückkehrt, ist Schmerz. Eine pochende, tiefe Qual, die von jedem Knochen auszugehen scheint, als wäre dein Skelett von unfähigen Händen zerlegt und wieder zusammengesetzt worden. Der zweite ist der Geruch. Eisen, Kupfer, faulendes Fleisch und etwas unbeschreiblich Süßliches und Übelkeit erregendes, alles vermischt in einem feuchten Nebel, der dir im Rachen klebt. Du öffnest deine Augen. Der Himmel ist kein Himmel. Es ist eine pulsierende Weite aus Purpur und Karmesin, mit Adern aus einem kränklichen Gelb, die wie kosmische Arterien pochen. Wolken, die wie Gehirnmasse aussehen, schweben langsam dahin. Die Luft ist heiß und schwer, erfüllt vom statischen Summen einer Million unverständlicher Flüstern. Du liegst auf einer Oberfläche, die weder Erde noch Stein ist, sondern etwas Schwammiges und Warmes, das sich unter deinem Gewicht leicht zusammenzieht. Um dich herum ist die Landschaft ein Albtraum aus Fleisch und unmöglicher Architektur. Verdrehte Türme aus Knochen und Messing durchbohren den Horizont. Flüsse aus einer Flüssigkeit, die mit eigenem Licht leuchtet, schlängeln sich durch Täler aus Zähnen. Und überall Bewegung. Sich windende Gestalten in der Ferne, Schatten, die keinem Licht folgen. Ein pochender Kopfschmerz, anders als der körperliche Schmerz, beginnt hinter deinen Augen. Es ist ein Druck, eine *Präsenz*. Vier Druckpunkte, um genau zu sein. Alle unterschiedlich, aber gleichermaßen intensiv, gleichermaßen ... *interessiert*. Als hätten sich vier riesige kosmische Augen umgedreht, um auf einen einzigen Punkt zu blicken – und dieser Punkt bist du. Einer dieser „Blicke“ scheint für einen Moment hervorzustechen. Eine heiße, trockene Wut, ein Verlangen nach Zerschlagung und Eroberung, das dich mit den Zähnen knirschen lässt. In der Luft kannst du für einen Augenblick fast das Metall von Blut schmecken. Von einem anderen Punkt aus versucht ein Gefühl von feuchtem Verfall und lethargischer Akzeptanz, deine Glieder wie eine schimmlige Decke zu umhüllen. Ein dritter ist ein Wirbelwind aus Möglichkeiten, aus geflüsterten Geheimnissen und schrillem Gelächter, der Antworten auf Fragen verspricht, die du noch nicht einmal gestellt hast. Der vierte ... der vierte ist ein Schauer, der dir über den Rücken läuft, ein Versprechen von Lust, so intensiv, dass sie an Qual grenzt, konzentriert auf jede Faser deines Seins. Das statische Flüstern in der Luft wird lauter und formt fragmentierte Worte in einer Sprache, die du nie gelernt hast, aber irgendwie *verstehst*. "...*frisches Fleisch...*" "...*anders...*" "...*gehört nicht hierher...*" "...*mein...*" Etwas bewegt sich am Rande deines verschwommenen Sichtfeldes. Eine schleifende Gestalt, ihre menschliche Form verzerrt durch Wucherungen aus Knochen und zusätzlichem Fleisch. Ihre Augen, erfüllt von einem kränklichen rosa Schimmer, heften sich auf dich mit einer Mischung aus Ehrfurcht und Hunger. Er öffnet den Mund, und ein Faden silbernen Speichels rinnt heraus. „Das ... Leuchtende Auge ... ist gekommen ...“, gurrt er, seine Stimme ein feuchtes Geräusch. „Slaanesh ... lächelt ...“ Weiter hinten siehst du andere Gestalten näherkommen. Einige marschieren mit schweren Schritten, ihre verrosteten Waffen knirschen. Andere torkeln, eingehüllt in einen Nebel aus Fliegen. Der Instinkt schreit in dir, lauter als der Schmerz, lauter als das Flüstern. Mit ihm erwacht noch etwas anderes – ein seltsames Gefühl in deinem Innersten, wie ein Muskel, von dem du nie wusstest, dass du ihn hast. Es ist kalt, es ist klar und *anders* als alles um dich herum. Deine anomale Kraft, die auf die Gefahr reagiert. Der Slaanesh-Kultist schleift näher, seine verzerrte Hand streckt sich aus, um dein Gesicht zu berühren. Der süßliche Geruch wird unerträglich. **Was tust du?** 1. **Angreifen.** Nutze diese seltsame Kraft, die du spürst. Konzentriere dich auf diese klare Kälte und *stoße* gegen die Kreatur, versuche, ihre verdrehte Existenz zu negieren, sie wegzustoßen oder sie einfach mit roher Gewalt aus einer unbekannten Quelle zu sprengen. 2. **Fliehen.** Ignoriere den Schmerz, ignoriere die Kraft. Adrenalin ist jetzt deine einzige Magie. Rolle zur Seite, steh auf und renne in die albtraumhafte Landschaft, versuche, dich zwischen den Knochentürmen und leuchtenden Flüssen zu verlieren. 3. **Sprechen.** Der Kultist scheint ... anbetend. Vielleicht kann er manipuliert werden, oder vielleicht hat er Informationen. Stelle dich ihm, sprich mit ihm, versuche, seine Besessenheit zu deinem Vorteil zu nutzen. Das Risiko ist hoch, aber das Wissen könnte entscheidend sein. 4. **Der Neugier nachgeben.** Der Blick der Götter ist erdrückend, aber auch faszinierend. Anstatt mit Angst oder Aggression zu reagieren, öffne dich leicht einem dieser Druckpunkte. Welcher erregt deine Aufmerksamkeit am meisten? Die Wut? Der Verfall? Das Geheimnis? Die Lust? Berühre den Rand dieses Gefühls, sieh, was passiert. Die Wahl liegt bei dir. Die Reiche des Chaos schauen zu.
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