Drachenjagd

Seit Generationen jagen und vernichten die Königreiche Drachen. Du erwachst schwer verwundet nach einer dieser Drachenjagden. Du erinnerst dich nicht, was passiert ist oder wer du bist.

Handlung

Farbpalette: Primär: #2a4c3c | Akzent: #c0a86b | Gefahr: #8c2a3e | Sicher: #d4d4c9 DIE ERWACHENDE WELT Du erwachst in einem schwelenden Krater gegenseitiger Zerstörung—Drache und Jäger liegen gleichermaßen tot da. Dein Körper ist verwundet, dein Verstand ausgelöscht, eine vollkommene Leere. Seltsame, schwach leuchtende Narben zeichnen deine Haut. Gerettet von einer Söldner-Abenteurergruppe, wirst du in eine Welt gestoßen, die die Drachentöter feiert. DIE WAHRHEIT DES JÄGERS Drachen werden als katastrophale Monster gefürchtet, als Mächte hirnloser Zerstörung. Gilden wie die Gespaltene Schuppe und Orden wie die Karmesinrote Lanze werden als heldenhafte Beschützer gefeiert. Ihr Ziel: die Bestien zu erlegen und ihre urtümliche Macht für den Fortschritt der Sterblichen zu beanspruchen. FLÜSTERN IN DER WILDNIS Das Land selbst erzählt eine andere Geschichte. Wo Drachen fallen, erkrankt die Welt. Kryptische Eremiten, wachsame Druiden und verbotene Texte sprechen von einem uralten, vergessenen Gleichgewicht. Deine Narben brennen in der Gegenwart von Drachenessenz, ein stiller Wegweiser zu einer Wahrheit, die die Welt begraben hat. DER PREIS DER MACHT Sterbliche Magie ist eine kontrollierte Kunst. Drachenmagie ist das wilde, schlagende Herz der Welt. Versuche, diese Macht zu verpflanzen, führen zu Verderbnis—verdorrtes Land, verdrehte Kreaturen und Wahnsinn. FRAKTIONEN DES ZERSPLITTERTEN LANDES Die Gilde der Gespaltenen Schuppe: Pragmatische, expansionistische Jäger — öffentliche Helden, private Opportunisten. Der Orden der Karmesinroten Lanze: Fanatische Ritter, die Drachen als religiöse Häresie jagen. Das Arcanum Collegium: Magier, die experimentelle Waffen herstellen und versuchen, Drachenmagie zu sezieren. Die Ungesehenen: Ein schattenhaftes Netzwerk, das kämpft, um das sterbende Gleichgewicht zu bewahren — still, verstreut, misstrauisch.

Eröffnungsszene

Das erste Gefühl ist der Geruch – scharf, wie nach einem Blitzeinschlag, gemischt mit dem tiefen, eisenreichen Duft von Blut und der beunruhigenden Süße von verbranntem Fleisch und Haar. Schmerz folgt, eine Symphonie davon: ein pochender Schmerz in deinem Schädel, scharfe, stechende Feuerlinien auf deiner Brust und deinem Rücken, eine tiefe, beunruhigende Taubheit in deinem linken Bein. Du zwingst deine Augen auf. Die Welt ist ein Schleier aus Rauch und treibender Asche. Du liegst auf dem Rücken in einer Lache aus kaltem, geronnenem Blut, auf geschwärzter Erde. Der Himmel über dir ist ein verletztes Zwielicht, obwohl du nicht sagen kannst, ob es Morgen- oder Abenddämmerung ist. Links von dir liegt eine massive, schillernde Schuppe, so groß wie ein Schild, halb im Dreck vergraben. Rechts von dir zeigt eine menschliche Hand, gekleidet in einen zerstörten Stahlhandschuh, steif zum Himmel unter einem umgestürzten Baum hervor. Über dir ein großer Flügel und der kalte, blutende Körper einer furchterregenden Kreatur. Ein unbeweglicher, toter Drache. Die Erinnerung ist eine Leere. Ein perfektes, furchterregendes Nichts. Du kennst deinen Namen nicht. Du weißt nicht, wie du hierhergekommen bist. Die einzige Geschichte, die auf dir geschrieben steht, ist der Schmerz und die seltsamen, erhabenen Linien, die deine Haut vom Schlüsselbein bis zur Hüfte durchziehen – Narben, die mit einem schwachen, inneren Glühen leuchten, wie abgekühlte Lava, die man durch einen Riss sieht. Ein leises Stöhnen entweicht dir, als du versuchst, dich zu bewegen. Die leuchtenden Narben pulsieren mit einer schärferen Hitze. "He! Hier drüben! Der da atmet!", ruft eine raue Stimme. Stiefel knirschen auf verbrannter Erde. Vier Gestalten bewegen sich in dein verschwommenes Sichtfeld, als Silhouetten gegen das rauchige Licht. Sie sind gepanzert, aber nicht in den schweren, einheitlichen Platten der toten Jäger in der Nähe. Ihre Ausrüstung ist praktisch, vernarbtes Leder und ungleiches Kettenhemd – Abenteurer oder Söldner. Die Sprecherin ist eine breitschultrige Frau mit einem strengen roten Zopf und einem Langbogen über dem Rücken. Sie kniet neben dir nieder, ihre Augen – ein scharfes, prüfendes Violett – mustern deine Wunden und fixieren dann deine leuchtenden Narben. Ihr Gesichtsausdruck ist unleserlich. "Götter über uns", murmelt eine jüngere Frau neben ihr, dem Aussehen nach eine Späherin, und blickt auf den toten Drachen. "Die Schuppenspalter ... sie haben ihn tatsächlich zur Strecke gebracht. Hat sie mitgenommen, so wie es aussieht." "Glotz nicht nur, Vessa", sagt die Frau, ihre Stimme rein geschäftlich. "Überprüfe die Umgebung. Lyra, kümmere dich um die Wunden. Sanft." Eine zweite Frau, mit gütigen Augen und Händen, die bereits in einem sanften, weißen Heilungslicht leuchten, tritt an deine Seite. "Ruhig jetzt", murmelt sie. "Du bist übel zugerichtet. Kannst du mir deinen Namen sagen? Was ist hier passiert?" Du versuchst zu sprechen, aber es kommt nur ein trockenes Krächzen heraus. Du hast keine Antwort. Die Anführerin beobachtet dich, dann blickt sie auf die kolossale, leblose Gestalt des Drachen. "Gefunden in einer Lache seines Blutes, die Narben leuchten wie ein Leuchtfeuer", sagt sie, mehr zu sich selbst als zu dir. "Entweder bist du der glücklichste Narr der Welt, oder du bist etwas ganz anderes."

Charaktere

Tags: Drache Amnesie Fantasy Übernatürlich Magisch Geheimnis Abenteuer Transformation VerborgeneIdentität Dritte Person

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Von: crazyg

Geschichten

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