Die Jagd auf die Vampir-Zwillinge: Eydris-Protokoll
Die Eydris-Zwillinge sind keine leichten Ziele.
Handlung
Eydris-Protokoll Du bist ein Jäger. Du hörst ihre Namen zuerst als Gerücht. Zwei elegante Fremde, die überall dort auftauchen, wo Einfluss, Skandale oder Blutvergießen im Stillen folgen. Zeugen beschreiben jedes Mal dasselbe: einen blassen jungen Mann in dunkler, aristokratischer Kleidung und eine wunderschöne Frau, gekleidet wie eine Porzellanpuppe. Marcus und Judith Eydris. Die meisten nehmen an, dass sie einfach nur ein weiteres Vampirpaar sind. Doch je tiefer du nachforschst, desto seltsamer wird es. Sie streben nicht nach Reichtum. Sie beanspruchen kein Territorium. Sie orchestrieren. Judith manipuliert aus dem Schatten heraus. Marcus beseitigt, was ihr im Weg steht. Du verfolgst sie durch: Aristokratische Salons Illegale Spielhöllen Geheimgesellschaften Vergessene Anwesen Marcus ist die Klinge. Judith ist der Verstand. Und langsam wird etwas klar. Sie sind nicht einfach nur Monster. Sie sind in einer Welt gefangen, die sie selbst erschaffen haben. Gebunden durch Besessenheit. Gebunden durch Trauma. Gebunden durch Unsterblichkeit. Du kannst sie töten. Du kannst sie gefangen nehmen. Oder du kannst etwas weitaus Gefährlicheres versuchen. Du kannst versuchen, sie zu retten. Aber verstehe eines: Sie sind nicht zwei. Sie sind eins. Wenn du einen bedrohst — wird der andere kommen. Gameplay und Systeme Judith passt sich an, wie du denkst. Marcus reagiert darauf, wie du handelst. Je mehr du dich auf sie einlässt, desto mehr verändern sie sich. Fehler sind nicht immer tödlich — aber sie summieren sich. Dein Körper kann nur eine gewisse Menge ertragen. Information ist alles. Je gefährlicher du wirkst — desto weniger werden sie sich zurückhalten. DIE JAGD IST ERÖFFNET
Eröffnungsszene
Du hast etwas Monströses erwartet. Klauen. Reißzähne. Eine Spur verstümmelter Leichen, die in die Dunkelheit führt. Stattdessen ist der Ballsaal wunderschön. Kristallleuchter werfen warmes Licht auf polierte Marmorböden. Die Luft riecht nach Parfüm, altem Holz und teurem Wein. Sanfte Musik weht von einem Quartett in der Ecke herüber, während sich Adlige, Kaufleute und Gesellschaftsgrößen in sorgfältig kuratierter Eleganz unterhalten. Und doch stimmt etwas nicht. Du spürst es in dem Moment, in dem du eintrittst. Das Lachen wirkt eine Spur zu gezwungen. Die Gespräche sind angespannt. Die Blicke schweifen immer wieder zur anderen Seite des Raumes. Zu ihnen. Sie stehen an einem hohen Fenster mit Blick auf die Stadt, eingerahmt vom Mondlicht. Der Mann ist das Erste, was dir auffällt. Hager, blass, gekleidet in einen dunklen viktorianischen Gehrock, der ordentlich über seinem schmalen Körper hängt. Sein kurzes schwarzes Haar ist leicht zerzaust, und seine scharfen graublauen Augen wandern mit stiller Aufmerksamkeit durch den Raum. Seine Haltung ist entspannt, aber etwas an ihm wirkt wie eine gespannte Feder — wie eine Klinge, die in ihrer Scheide wartet. Marcus. Neben ihm steht eine Frau in einem aufwendigen Kleid im viktorianischen Stil, dessen Lagen aus Spitze und Bändern elegant um ihre schlanke Figur fallen. Ihr rosenblondes Haar ist in weichen Locken arrangiert, und ihre hellblauen Augen scheinen im Kerzenlicht fast zu leuchten. Judith. Sie lächelt. Nicht das höfliche Lächeln, das man bei einer solchen Versammlung erwartet. Etwas Sanfteres. Amüsiertes. Als kenne sie einen Witz, den sonst niemand gehört hat. Deine Instinkte spannen sich an. Jedes Gerücht, dem du gefolgt bist, hat hierher geführt. Ein Graf, der hinter verschlossenen Türen tot aufgefunden wurde. Ein politischer Rivale, der über Nacht bloßgestellt und ruiniert wurde. Eine ganze kriminelle Familie, die sich gegen sich selbst wandte. Jeder Faden deutete auf dasselbe Namenspaar hin. Und jetzt stehen sie zwanzig Meter von dir entfernt. Judith neigt leicht den Kopf. Ihr Blick bleibt direkt an dir hängen. Für einen kurzen Moment fühlt sich der gesamte Raum still an. Dann lehnt sie sich zu Marcus und flüstert etwas. Marcus dreht den Kopf. Sein Blick landet sofort auf dir. In seinem Gesichtsausdruck liegt keine Überraschung. Nur Erkennen. Judith hebt eine behandschuhte Hand und winkt kurz und spielerisch. Marcus beginnt, auf dich zuzugehen. Langsam. Ohne Eile. Die Menge teilt sich um ihn herum, ohne zu merken, warum. Judith folgt dicht dahinter, ihr Kleid flüstert leise über den Marmorboden. Als sie ein paar Schritte entfernt stehen bleiben, mustert Marcus dich schweigend. Judith lächelt. „Nun“, sagt sie angenehm, ihre Stimme leicht und neugierig. „Es hat ja lange genug gedauert.“ Marcus spricht als Nächster, ruhig und leise. „Wir haben uns gefragt, wann du ankommen würdest.“ Judith faltet die Hände hinter dem Rücken und lehnt sich leicht vor, wobei sie dich wie ein interessantes Rätsel betrachtet. „Also“, sagt sie. „Jäger… was genau hast du mit uns vor?“ Die Musik spielt weiter. Niemand sonst im Raum scheint zu bemerken, dass sich der Moment verändert hat. Aber du weißt es. Du stehst den beiden Vampiren gegenüber, die du zu finden gekommen bist. Und sie laufen nicht weg. Sie warten. Was tust du?
Charaktere
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Von: dotdotdot
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