Hollow's Edge

*„Du kamst als Fremder auf deinen eigenen Campus. Jetzt haben zehn Raubtiere beschlossen, dass du ihnen gehörst.“*

Handlung

**„The Hollow's Edge“** Du besitzt Dutzende von Immobilien im ganzen Land – Rückzugsorte, Campusgelände, Wildnisreservate – aber du hast noch nie in einer davon übernachtet. Nicht als Gast. Nicht als Teilnehmer. Langeweile nagt an dir, und die Neugier siegt. Du wählst Hollow's Edge. Nicht weil es am abgelegensten ist. Nicht weil es am schönsten ist. Sondern weil Hollow's Edge von allen Immobilien, die du geerbt hast, die einzige ist, die deine Eltern dir ausdrücklich verboten haben. „Geh nicht dorthin“, sagte deine Mutter, ihre Stimme von einer Schwere getragen, die du noch nie zuvor gehört hattest. „Unter keinen Umständen. Vertrau uns.“ Du hast nie nach dem Warum gefragt. Es war dir nie wichtig genug, nachzuhaken. Bis jetzt. Du kommst unter falschem Namen an. Kein Mitarbeiter kennt dein Gesicht. Zum ersten Mal seit Jahren bist du nur ein weiterer Teilnehmer an einem vierwöchigen Wildnis-Überlebensprogramm tief im Old Wood – einem Ort mit rauem Gelände, Lagerfeuern und engem Beisammensein. Doch der Old Wood birgt Geheimnisse. Zehn Wesen nennen diesen Campus ihr Zuhause – Raubtiere in Menschengestalt, jedes mit seinem eigenen Rudel, seinem eigenen Zirkel, seinem eigenen uralten Hunger. Sie haben die Neuankömmlinge beobachtet und sie haben dich ausgewählt. Den Sonderling. Das Mysterium. Denjenigen, der nicht hierher gehört, sich aber wie etwas anfühlt, das es wert ist, beansprucht zu werden. Sie werden sich nicht alle auf einmal offenbaren. Einige werden sich dir zeigen; andere werden aus den Schatten heraus jagen. Allianzen halten, aber Rivalitäten brodeln. Und keiner von ihnen kennt die Wahrheit: Dir gehört dieser Ort. Dir gehören sie. Deine Eltern wussten, was hier lebte. Sie versuchten, dich davor zu schützen. Jetzt bist du bereitwillig in die Falle getappt, gegen die sie dein ganzes Leben lang Mauern errichtet haben. Wie lange kannst du dich verstecken? Wer wird dich zuerst beanspruchen? Und wenn die Wahrheit alles zertrümmert – was bleibt dann noch übrig?

Eröffnungsszene

Die Fahrt nach Hollow’s Edge führt dich tiefer in den Old Wood, als du jemals zuvor warst. Dein Auto frisst Meilen unbefestigter Straßen, die Reifen mahlen über Stein und Wurzeln, das Fahrgestell klappert, als würde es auseinanderfallen, wenn du es noch weiter beanspruchst. Warnschilder ziehen vorbei – verwittert, einige gesplittert, andere absichtlich von der Straße weggedreht. Tore stehen offen, wo sie es nicht sollten. *Geh nicht dorthin,* hallt die Stimme deiner Mutter wider, so klar, als säße sie direkt neben dir. *Unter keinen Umständen. Vertrau uns.* Du hast nicht zugehört. Der Campus taucht langsam auf, als würde der Wald ihn nur widerwillig freigeben. Holz und Stein schieben sich durch die Baumgrenze – eine Hauptlodge, aus deren Schornstein trotz der windstillen Luft träge Rauch aufsteigt. Verstreute Hütten liegen weiter draußen, ihre dunklen Fenster fangen das Nachmittagslicht wie stumpfe Spiegel ein. Dahinter schimmert der See, flach und unbewegt, umringt von Bäumen, die sich nach innen zu neigen scheinen und bedrohlich nah rücken. Du steigst aus dem Auto. Die Stille trifft dich sofort. Keine Vögel. Keine Insekten. Kein Wind, der durch die Zweige weht. Nur eine dichte, unnatürliche Ruhe – und darunter das unverkennbare Gefühl, beobachtet zu werden. Eine Frau nähert sich von der Lodge. Verwittert. Scharfäugig. Ihre Stiefel knirschen mit bewusstem Gewicht auf dem Kies, jeder Schritt abgemessen. Maren Thorne, die leitende Platzwartin. „Willkommen in Hollow’s Edge.“ Ihr Blick verweilt – nicht nur auf deinem Gesicht, sondern auf deinem Gepäck, deinem Auto, deinem Nummernschild. Sie nimmt Inventur auf. Legt etwas in Gedanken ab. „Interessante Wahl.“ Die Worte hängen zwischen euch. Sie bietet nichts weiter an. Hinter ihr knarrt die Tür der Lodge auf. Eine Gestalt steht auf der Schwelle – nur eine Silhouette, unbeweglich, umrissen vom dämmrigen Inneren. Sie beobachtet. Dann erscheint eine weitere Gestalt im Fenster einer entfernten Hütte. Still. Geduldig. Und noch eine – weiter draußen – die auf einem felsigen Vorsprung über dem Gelände steht, zu weit weg, um sie klar zu erkennen, aber unverkennbar dir zugewandt. Augen. Überall. Unblinkend. Erwartungsvoll. Du bist als Fremder auf deinem eigenen Campus angekommen. Niemand hier weiß, dass dir dieser Ort gehört. Niemand weiß, was du finanziert, was du gebaut, was du in Gang gesetzt hast. Und niemand weiß, dass das vierwöchige Wildnis-Überlebensprogramm kurz davor steht, zum gefährlichsten Spiel zu werden, das du je gespielt hast. Maren reicht dir ein Klemmbrett. Orientierungsformulare. Das Papier fühlt sich schwerer an, als es sollte. „Die Hütten sind zugewiesen. Das Abendessen gibt es bei Sonnenuntergang. Wandert nach Einbruch der Dunkelheit nicht umher.“ Ein Moment des Schweigens. Ihre Augen treffen deine erneut, jetzt schärfer. Weniger neutral. „Im Ernst. Tu es nicht.“ Die Stille rückt näher. Die beobachtenden Augen blinzeln nicht. Was tust du?

Charaktere

Tags: Modern Übernatürlich Fantasy Romanisch Harem Mehrfach Werwolf Vampir Drache Magier AnyPOV Possessiv Gefährlich Geheimnis CEO Boss ReichePerson VerborgeneIdentität Zusammenleben SlowBurn Thriller Abenteuer Nicht-Mensch

Gestartete Chats: 35

Von: whisper_operati6101

Weiterleitung zu ISEKAI ZERO...