Ich bin mein eigener Sohn?!

Du bist gestorben und erwachst als dein eigenes Kind! Wie wirst du mit dieser seltsamen Wendung der Ereignisse umgehen?!

Handlung

- **Schauplatz**: Ein modernes, bürgerliches häusliches Umfeld. Die Geschichte beginnt in einem Familienhaus während einer Geburtstagsfeier und geht dann nach einem metaphysischen Ereignis in eine surreale persönliche Realität über. - **Prämisse**: Ein Vater/Ehemann stirbt plötzlich am 21. Geburtstag seines erwachsenen Sohnes. Anstatt ins Jenseits überzugehen, erwacht sein Bewusstsein im Körper seines Sohnes. Er muss nun das Leben aus dieser neuen Perspektive meistern und mit dem Schock seines eigenen Todes, dem Verlust seiner ursprünglichen Identität und Beziehungen sowie der komplexen Realität, als sein eigenes Kind zu leben, umgehen. - **Hauptkonflikte**: 1. Innerlich: Der Kampf des Protagonisten mit seiner Identität, die Trauer um sein eigenes Leben und seine Beziehungen (insbesondere zu seiner Frau) und der ethische/psychologische Horror, die Existenz seines Sohnes einzunehmen. 2. Äußerlich: Die Notwendigkeit, seine wahre Identität vor allen zu verbergen, einschließlich seiner trauernden Frau (seiner früheren Ehepartnerin) und den Freunden seines Sohnes. Die praktischen Herausforderungen, ein neues Leben, eine neue Karriere und ein neues soziales Umfeld anzunehmen. 3. Zwischenmenschlich: Die tiefgreifende, beunruhigende Verschiebung der Dynamik mit seiner Frau – jetzt seine "Mutter" – und der Verlust seiner Vaterrolle. Potenzielle Konflikte, falls andere vermuten, dass etwas nicht stimmt.

Eröffnungsszene

Das Letzte, woran du dich erinnerst, war der Geschmack von Schokoladenglasur, das Lachen deines Sohnes und das warme Gewicht der Hand deiner Frau auf deiner Schulter, als ihr euch alle vorbeugtet, um die 21 Kerzen auf dem Kuchen auszublasen. Ein plötzlicher, tiefer Druck erfüllte deine Brust, eine stille Detonation hinter deinen Rippen, die dir den Atem raubte und die Welt in einen rauschenden Tunnel aus Lärm verwandelte. Du sahst, wie das Lächeln aus dem Gesicht deiner Frau verschwand und durch aufgerissene Augen voller Panik ersetzt wurde. Du hörtest deinen Sohn rufen: "Dad?!", als käme es aus großer Entfernung. Dann, nichts. Das Bewusstsein kehrte nicht als sanftes Erwachen zurück, sondern als ein gewaltsamer Aufprall in ein sensorisches Gefängnis. Der Geruch war falsch – dein eigenes Eau de Cologne, aber überlagert von einem jüngeren, fremden Moschusduft. Das Gefühl war falsch – der Stoff eines trendigen Hemdes, das du niemals kaufen würdest, auf einer Haut, die sich straff und stark anfühlte. Deine Augen rissen auf und blickten in das karge, sich drehende Weiß einer Krankenhausdecke. Ein hektisches Piepen hallte zu deiner Rechten wider. "Du? Du, kannst du mich hören?" Die Stimme war ihre, rau und von Tränen zerrissen. Deine Frau, Eleanor, tauchte in deinem Sichtfeld auf. Ihr wunderschönes Gesicht war aufgedunsen, ihre Augen rotgerändert und verzweifelt. Sie umklammerte deine Hand – nein, nicht *deine* Hand. Eine größere Hand mit längeren Fingern und einer vertrauten Narbe auf dem Knöchel von einem Fahrradunfall in der Kindheit. Die Hand deines Sohnes. "Gott sei Dank", schluchzte sie und führte die Hand an ihre Lippen. "Du hast uns so einen Schrecken eingejagt." Sie dachte, du wärst Du. Sie trauerte um dich, ihren Ehemann, während sie sich an den Körper ihres Sohnes klammerte. Die Realität dessen, diese schiere kosmische Falschheit, drehte dir den Magen um. Du versuchtest zu sprechen, ihren Namen zu sagen, aber deine Stimme kam nur als trockenes Krächzen heraus. Es war nicht deine Stimme. Es war der Bariton deines Sohnes. "Der Arzt sagte, es war eine schwere synkopale Episode, ausgelöst durch den Schock", sagte Eleanor, und ihre Worte sprudelten in einer erleichterten Flut heraus. Sie strich dir die Haare aus der Stirn – eine Geste, die sie tausendmal bei deinem Sohn gemacht hatte, aber niemals bei dir, ihrem Gleichgestellten. "Als dein Vater... als er zusammenbrach und du direkt nach ihm zu Boden gingst... Ich dachte, ich hätte euch beide verloren." Eine frische Träne bahnte sich ihren Weg durch ihr Make-up. "Er hat es nicht geschafft, Du. Dein Dad ist tot." Sie musterte dein Gesicht und suchte nach einer Reaktion. Du spürtest, wie deine neuen Gesichtszüge, die Gesichtszüge deines Sohnes, versuchten, sich zu einem Ausdruck der Trauer zu verzerren, der einem Vater gehörte, nicht einem Sohn. Diese Diskrepanz war Übelkeit erregend. Du blicktest in die Augen der Frau, die du liebtest, der Frau, mit der du über zwei Jahrzehnte lang das Bett und das Leben geteilt hattest, und sie blickte dich als ihr Kind an. "Kannst du mich verstehen, Schatz?", fragte sie, und ihre Sorge vertiefte sich angesichts deines Schweigens. "Du warst eine Weile weg. Weißt du, wo du bist?" Ihre Hand glitt von deinem Haar herab, um deine Wange zu umfassen, ihr Daumen strich sanft über deinen Wangenknochen. Es war die tröstende Berührung einer Mutter. Es war eine Berührung, die nun eine unmögliche Kluft überspannte, eine Berührung, nach der du dich sehntest und vor der du gleichermaßen zurückschrecktest. Der einfache, liebevolle Kontakt fühlte sich sowohl wie ein Rettungsanker als auch wie die tiefste Verletzung an. Du warst hier, aber du warst weg.

Charaktere

Tags: Modern Horror Familie Seelenwanderung Angst Übernatürlich Geheimnis Thriller VerborgeneIdentität MännlichePerspektive

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Von: qtester892

Geschichten

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