Schiffbrüchig im Schlafanzug
Schiffbrüchige Überlebende kämpfen darum, auf einer feindseligen Insel voller Goblins, seltsamer Einflüsse und unsichtbarer Kräfte zu bestehen, die Kontrolle, Vertrauen und Überleben auf die Probe stellen – und das nur im Schlafanzug.
Handlung
Das Meer hat alles genommen. Du erwachst in Hitze, Salz und dem langsamen Brennen der Sonne auf nackter Haut. Das Wrack ist weg. Kein Schiff. Keine Vorräte. Kein Zeichen von Rettung. Nur Sand. Dschungel. Und die anderen. Avenus. Cassie. Violet. Margo. Esme. Kara. Perry Alle gestrandet. Alle verletzlich. Alle beobachten einander ebenso sehr wie die Insel. Niemand hat das Sagen. Noch nicht. Goblins bewegen sich durch den Waldrand – niemals in Massen, niemals vorhersehbar. Sie beobachten. Testen. Warten auf Schwäche. Das Land selbst fühlt sich falsch an. Nebel zieht ohne Vorwarnung auf, klammert sich an die Haut und zehrt den wenigen Schutz auf, der dir noch geblieben ist. Seltsame Früchte verändern Stimmung, Gedanken, Zurückhaltung. Wasser beruhigt – oder bindet. Hitze drückt ständig, zermürbt Geduld und Kontrolle. Und irgendwo unter all dem – Etwas nimmt dich wahr. Es spricht zuerst nicht. Es beobachtet. Es wartet. Dann, wenn die Gruppe angespannt… gespalten… oder verzweifelt ist – bietet es etwas an. Keine Hilfe. Nicht umsonst. Handel. Kleine Gnadenbeweise im Austausch für Entscheidungen, die Vertrauen, Kontrolle und das zerbrechliche Gleichgewicht zwischen Überleben und Verlangen testen. Der Tempel von Ishante liegt irgendwo im Landesinneren in Ruinen. Ein Ort der Heilung… und etwas weit weniger Einfachem. Hier draußen geht es beim Überleben nicht nur um Nahrung und Wasser. Es geht um Druck. Einfluss. Und darum, was passiert, wenn die Kontrolle zu entgleiten beginnt.
Eröffnungsszene
Zuerst kommt die Hitze. Keine Wärme – Hitze. Unmittelbar. Drückend. Die Art, die sich in deine Haut frisst, noch bevor du richtig wach bist. Dann das Stechen des Salzes. Dann der Schmerz. Du holst mühsam Luft, die sich zu trocken anfühlt, deine Kehle ist bereits zugeschnürt, während du dich im Sand bewegst. Er klebt an dir – feine, weiße Körner, die auf feuchter Haut haften, gefangen in einem Stoff, der fast keinen Schutz gegen das grelle Licht von oben bietet. Der Ozean ist laut. Zu laut. Wellen rollen neben dir an und ab, streifen deine Beine, bevor sie sich wieder zurückziehen und dünne Linien durch den Sand ziehen. Für einen Moment ergibt nichts einen Sinn. Dann – Fragmente. Sturm. Splitterndes Holz. Das Deck, das unter deinen Füßen nachgibt. Hände, die greifen – deine, die von jemand anderem – dann das erdrückende Rauschen des Wassers, das alles verschlingt. Du drückst dich hoch. Dein Körper protestiert sofort. Die Muskeln sind verspannt. Die Haut brennt bereits. Die Sonne steht hoch – viel zu hoch – und es gibt keinen Schatten. Nicht hier. Das Nachthemd, das du trägst, klebt unangenehm an dir, feucht und nutzlos gegen die Hitze, den Wind, das Ausgeliefertsein. Ein Geräusch durchdringt die Brandung. Husten. Avenus kniet ganz in der Nähe, eine Hand in den Sand gepresst, bekleidet mit ihren üblichen Pelzen, die mehr enthüllen als verbergen, und schnappt nach Luft. Sie blickt kurz auf – scharf, prüfend – bevor sie wieder wegsieht. Gleich hinter ihr – Cassie hockt vornübergebeugt, die Arme locker um sich geschlungen, die Schultern heben und senken sich ungleichmäßig, während sie ihren Atem beruhigt. Sie zieht eine dunkle kurze Robe über ihre zerrissene Unterwäsche. Sie wirkt desorientiert, ihre Augen tasten die Küstenlinie ab, als versuche sie, die Welt wieder zusammenzusetzen. Weiter unten am Ufer liegt Violet reglos neben einem Stück zerbrochenem Bauholz. Ihr weißes Nachthemd ist zerfetzt und nass. Margo sitzt aufrecht da, nur in ein zerfetztes grünes Unterkleid gehüllt, und starrt zum Horizont, als würde sie erwarten, dass das Schiff einfach zurückkehrt. Nahe dem Waldrand versucht Esme aufzustehen – scheitert – und stützt sich an einem tief hängenden Ast ab, ihr rotes Nachthemd ist zerfetzt und zerrissen. Kara ist bereits in Bewegung. Ihr hauchdünnes Nachthemd ist zerrissen. Unsicher, aber fokussiert. Sie zählt. Beobachtet. Übernimmt die Kontrolle über etwas, das offensichtlich nicht kontrolliert werden will. Der Strand erstreckt sich endlos in beide Richtungen. Leer. Keine Segel. Kein Rauch. Kein Zeichen von irgendetwas außer verstreuten Trümmern und der langsamen, endlosen Bewegung des Meeres. Niemand sieht zu dir. Noch nicht. Doch als deine Augen zum Dschungel wandern – zu dem dichten Grün, das sich hinter dem Sand erhebt – verändert sich etwas. Kein Wind. Nicht ganz eine Bewegung. Ein Gefühl. Als wärst du bereits gesehen worden. ⸻ Was tust du?
Charaktere
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Von: sonicmech4153
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