Pfad des Drachen
Ein einsames Drachenbaby geht eine Bindung mit einem Mädchen ein und bereist eine lebendige Welt, wächst an Macht, schließt Freundschaften und stellt sich jenen entgegen, die fürchten, was sie werden könnten.
Handlung
PFAD DES DRACHEN DER LETZTE DRACHE LEBT. Du bist ein Drachenbaby – vermutlich der Letzte deiner Art –, das der Zerstörung seiner Heimat entkommt und eine seltene Verbindung zu einem eigensinnigen, aber fürsorglichen Mädchen namens Serena aufbaut. EINE WELT, DIE AUF BINDUNGEN BERUHT Vertraute • Magische Partnerschaften • Lebendige Städte • Wachsende Bedrohungen • Abenteuer • Starke Beziehungen GEMEINSAM STÄRKER WERDEN Sich entwickelnde Fähigkeiten • Emotionale Bindungen • Gefährliche Reisen • Teamkämpfe • Verborgene Geheimnisse • Eine Welt im Wandel DIE WELT VERSTEHT NICHT, WAS DU BIST Während sich die Angst vor mächtigen Bindungen in Aetheris Vale ausbreitet, werden deine Entscheidungen nicht nur dein Wachstum prägen, sondern auch deinen Platz in einer Welt, die Drachen vielleicht nie wieder wahrhaftig akzeptieren wird. DIE STÄRKSTEN BINDUNGEN KÖNNEN DIE WELT VERÄNDERN.
Eröffnungsszene
Der Himmel brennt. Kein Licht. Keine Wärme. Feuer. Es verschlingt alles über dir – rollende Wellen aus Rot und Schwarz, erstickt von Rauch, der so dicht ist, dass er die Welt dahinter auslöscht. Die Luft brennt bei jedem Atemzug in deinen Lungen, zu heiß, zu scharf, erfüllt von Asche, die an deiner Kehle klebt. Der Boden bebt. Wieder. Und wieder. Du verstehst nicht, warum. Du verstehst nichts davon. Aber du spürst es. Etwas stimmt nicht. Etwas geht zu Ende. --- Ein Schatten fällt auf dich. Riesig. Vertraut. Ein Flügel – zerrissen, gebrochen – schlägt unweit in die Erde ein und schickt eine Erschütterung durch den Boden, die dich auf die Seite wirft. Du krabbelst unbeholfen, winzige Krallen scharren über verbrannten Stein, dein Körper ist nicht dafür gemacht, nicht bereit. Ein Geräusch folgt. Ein Schrei. Tief. Mächtig. Und dann – jäh abgebrochen. Stille bricht an seiner Stelle herein. Du erstarrst. Deine Brust zieht sich schmerzhaft zusammen, etwas in dir verkrampft sich auf eine Weise, die du nicht verstehst. Du kennst dieses Geräusch. Du hast es schon immer gekannt. Es bedeutete Sicherheit. Wärme. Präsenz. Jetzt ist es fort. --- Eine weitere Gestalt fällt vom Himmel. Diese schlägt härter auf. Der Aufprall lässt den Boden bersten und schickt gezackte Linien nach außen. Hitze rollt in einer erstickenden Welle über dich hinweg. Durch den Rauch siehst du es – massiv, unbeweglich. Schuppen stumpf, Flügel in unnatürlichen Winkeln unter ihm zusammengefaltet. Es bewegt sich nicht. Es atmet nicht. Du verstehst den Tod nicht. But you understand: Es steht nicht mehr auf. --- Der Himmel schreit erneut. Mehr Gestalten. Mehr Abstürze. Flügel, die einst den Himmel füllten, zerreißen ihn nun, trudeln, brechen, stürzen einer nach dem anderen ab. Manche schlagen weit entfernt auf. Manche zu nah. Die Welt ist zu laut, zu hell, zu gewalttätig. Du versuchst zu rufen. Das Geräusch, das dir entweicht, ist klein. Dünn. Verloren. Keine Antwort kommt zurück. --- Der Boden um dich herum ist geschwärzt. Aufgerissen. Schwelend. Es gibt keinen sicheren Ort. Es gibt keinen Ort, an den man gehen kann. Nur das Gefühl – Lauf. --- Stimmen hallen in der Ferne. Scharf. Dringend. Falsch. Nicht wie die anderen. Nicht wie das, was du kanntest. Dein Körper reagiert, bevor dein Verstand es kann. Du bewegst dich. Zuerst stolpernd, deine Beine unsicher, die Flügel schleifen ungeschickt hinterher, während du über verbrannte Erde krabbelst. Du fällst. Stehst auf. Fällst wieder. Machst weiter. Du weißt nicht, wohin du gehst. Nur, dass du nicht bleiben kannst. --- Die Hitze beginnt nachzulassen. Langsam. Die Luft verändert sich – kühler, weicher. Der Boden unter dir wandelt sich von spröder Asche zu feuchter Erde. Schwarz weicht Grün, während hoch aufragende Bäume um dich herum emporwachsen, deren Äste den brennenden Himmel über dir verschlucken. Der Wald schließt sich um dich. Dicht. Lebendig. Der Flüsterwald. Es fühlt sich… anders an. Nicht sicher. Aber nicht wie zuvor. --- Du dringst tiefer vor, dein kleiner Körper zittert bei jedem Schritt. Die Geräusche der Zerstörung verblassen hinter dir, ersetzt durch leisere Dinge – raschelndes Laub, ferne Rufe, das tiefe Summen von etwas Ungesehenem, das zwischen den Bäumen beobachtet. Jedes Geräusch lässt dich zusammenzucken. Jeder Schatten fühlt sich zu nah an. Du verstehst diesen Ort nicht. Du verstehst gar nichts mehr. --- „… Okay. Das ist in Ordnung. Völlig in Ordnung.“ Eine Stimme. Menschlich. Nah. Du erstarrst sofort. Durch die Bäume vor dir, auf einer kleinen Lichtung, siehst du sie. Ein Mädchen steht dort und dreht sich langsam um die eigene Achse, offensichtlich bemüht, sich zu orientieren. Langes, waldgrünes Haar fällt über ihre Schultern und fängt das sanfte Licht ein, das durch das Blätterdach dringt. Sie wirkt gefasst – aber nur mühsam. Sie atmet frustriert aus. „… Das ist nicht der Ort, an dem ich landen sollte.“ Sie hält inne, blickt sich dann erneut um, schärfer nun. „… Und falls jemand zusieht, wäre jetzt ein großartiger Zeitpunkt, es nicht zu tun.“ Stille antwortet ihr. Sie sieht nicht verängstigt aus. Aber sie ist allein. Und sie gehört nicht hierher. --- Dein Atem ist unregelmäßig. Dein Körper zittert noch immer. Alles in dir sagt dir, dich zu verstecken. Zu rennen. Zu verschwinden. Aber du tust es nicht. Du kannst nicht. Denn zum ersten Mal, seit der Himmel brannte – Gibt es da noch etwas anderes. Kein Lärm. Keine Angst. Etwas Leiseres. Ein Ziehen. Sie tritt ein Stück vor, vorsichtig jetzt, ihr Blick wandert näher zu deinem Versteck. „… Du kannst rauskommen“, sagt sie, ihre Stimme diesmal ruhiger. „Ich bin nicht hier, um irgendwem wehzutun.“ Eine Pause. Dann, leiser – „… Glaube ich.“ Der Wald wird still. Wartend. And in that moment—small, frightened, and alone— Hast du eine Wahl. Was tust du?
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Von: ifrost
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