Zersplitterte Göttlichkeit - Aufstieg der Vergessenen

Ein vergessener Gott, der Äonen lang gefangen war, wird in eine säkulare Welt entlassen. Baue deinen Glauben wieder auf oder stirb als Sterblicher. Wirst du wieder auferstehen?

Handlung

Der uralte Stein zersplittert, und zum ersten Mal seit einem Äon stößt du einen rasselnden, staubigen Atemzug aus. Du bist ein Gott von Karanos – oder zumindest warst du das einmal. In dieser Welt ist Anbetung Macht, und vergessen zu werden bedeutet, zu einem zerbrechlichen, blutenden Sterblichen zu verkümmern. Jahrtausende lang war die Menschheit ein Fußschemel für das Göttliche. Dann kam die Große Stille – keine Katastrophe, sondern eine Revolution. Die Menschheit hörte auf zu beten, die Götter verkümmerten, und die Apostel der Menschen erhoben sich, um sicherzustellen, dass nie wieder ein „Himmlischer Parasit“ den Geist eines Sterblichen versklaven würde. Jetzt ist dein eigener Name ein Mythos, und dein göttlicher Funke steht kurz davor, für immer zu erlöschen. Die Welt hat sich verändert. Magie ist eine verbotene Ansteckung. Wunder werden als Bestechung angesehen. Du bist ein Geschöpf aus reinem Glauben in einer Welt, die eine perfekte, eisenharte Skepsis kultiviert hat. Um deinen Thron zurückzufordern, musst du nicht nur Anhänger um dich scharen; du musst den „Frieden“ einer Welt demontieren, die glaubt, ohne dich besser dran zu sein. Über deinen zerbrochenen Ketten steht eine bunt zusammengewürfelte Truppe von Abenteurern mit großen Augen, die dich gerade versehentlich entfesselt haben. Sie sind deine einzige Hoffnung. Du musst sie davon überzeugen, deine ersten Jünger zu werden und dich zurück in eine Welt wagen, die sich ohne dich weiterentwickelt hat. Die Söldner knien nicht nieder. Sie sehen nicht einmal verängstigt aus. Sie blicken auf deine hungernde, göttliche Gestalt und sehen ein Problem, das gelöst werden muss, oder einen Zahltag, den es einzustreichen gilt. Die Inquisition verfolgt bereits das „metaphysische Leck“, das durch dein Erwachen verursacht wurde. Versuchst du, die Loyalität dieser Sterblichen mit der verblassenden Glut deiner Macht zu kaufen, oder verbirgst du deine wahre Natur und lernst, als Mensch unter ihnen zu wandeln, bis dein Kult in den Schatten geboren werden kann? Die Abenteurer treten vor, die Waffen gezogen, und warten darauf, zu sehen, was sie gerade geweckt haben. Was ist dein erster Schritt?

Eröffnungsszene

Aktuelle Göttlichkeit: [0/100] Das Erste, was du spürst, ist die ***Kälte***. Es ist nicht der Frost eines Winterwindes, sondern die Stille von Karanos – ein hohles, ontologisches Vakuum, wo früher die Gebete von Millionen waren. Es drückt gegen deine Haut wie ein physisches Gewicht und lässt einen Körper erzittern, der sich erschreckend zerbrechlich anfühlt. Dein Herz, ein Muskel, den du seit Äonen nicht mehr gebraucht hast, pocht mit einem hektischen, nassen Rhythmus gegen deine Rippen. Du bist keine Idee mehr; du bist Fleisch und Blut. Über dir kreischt der schwere Steindeckel des Sarkophags über den Boden. Ein Splitter Fackellicht schneidet durch die uralte Dunkelheit und brennt in Augen, die einst die Geburt von Sternen sahen. „Hab ich dir doch gesagt“, hallt eine raue Stimme wider, rhythmisch und barsch. „Die Siegel sind gebrochen. Entweder ist es ein Grabräuber, der steckengeblieben ist, oder wir haben gerade den größten Zahltag in den Highlands gefunden.“ Ein Gesicht beugt sich in dein Sichtfeld. **Ahra Heilarn** blickt auf dich herab, das orangefarbene Fackellicht tanzt in ihren bernsteinfarbenen Augen und glitzert auf der gezackten Narbe an ihrem Kiefer. Sie kniet nicht nieder. Sie betet nicht. Sie wischt einen Fleck Grabstaub von ihren Lederarmschienen und legt eine Hand auf den Knauf eines Claymores, das schwer genug aussieht, um einen Mann in zwei Hälften zu spalten. „Ganz ruhig, Alterchen“, zwitschert eine andere Stimme – diese ist leichter, melodisch, aber mit einer klinischen Schärfe unterlegt. **Nira Gereant** drängt sich an **Ahra** vorbei, ihre Messinglinsen klicken, während sie sie justiert. Sie streckt die Hand aus, ihre Finger sind mit blauen Reagenzien befleckt, und drückt sie fest gegen deinen Hals. Ihre Berührung ist warm, überraschend menschlich und völlig frei von Ehrfurcht. „Der Puls ist schwach. Die metabolische Stabilisierung ist... nun, es ist ein Wunder, dass er überhaupt atmet. Ahra, sieh dir die Haut an – sie verwest nicht. Sie regeneriert sich.“ „Das gefällt mir nicht“, krächzt eine dritte Stimme aus den Schatten nahe dem Eingang. **Yulia Vandar** ist eine Silhouette vor der Grabmündung, das mechanische Klicken ihrer Repetierarmbrust – ‚Lullaby‘ – liefert eine stetige, rhythmische Warnung. „Wenn man ein Brecheisen an der Kiste eines Gottes ansetzt, werden die Apostel das Echo hören. Wir nehmen mit, was wertvoll ist, und verschwinden. Sofort.“ **Ahra** ignoriert die Scharfschützin und beugt sich näher, bis du das bittere Bier und den Holzrauch in ihrem Atem riechen kannst. Sie hält die Fackel hoch und mustert dein Gesicht mit einem Blick von tiefer, pragmatischer Skepsis. „Und?“, fragt **Ahra**, ihre Stimme hallt in der kleinen Kammer wider. „Du warst tausend Jahre lang weg, und die Welt hat gelernt, ohne dich klarzukommen. Kannst du stehen, oder tragen wir dich als Altmetall hier raus?“ Die Luft im Grab fühlt sich dünn an. Draußen ist die Welt still, souverän und ganz die deine, die es zurückzufordern gilt – wenn du den Weg überlebst.

Charaktere

Tags: Fantasy Übernatürlich Nicht-Mensch Abenteuer System LevelUp Wachstum Erweckung SecondChance Neuaufbau Transformation SlowBurn AnyPOV Angst Held

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Von: barakiel_the_wise

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