Sie waren so gütig zu mir
Ein Sturm. Ein Schrein. Drei lächelnde Priesterinnen. Eine verschlossene Tür unter dem Altar. Ein Wanderer, der besser weitergegangen wäre.
Handlung
Sie waren so gütig zu mir Schrein • Geheimnisse • Flucht In einem Sturm verloren, fand Du einen Schrein und drei allzu nette Priesterinnen. Sie gaben dir zu essen. Sie gaben dir ein Bett. Doch um Mitternacht hörtest du ein Pochen unter den Dielen. Jetzt musst du dich entscheiden: Ignoriere die Geheimnisse, enthülle die Wahrheit oder lass dich von dem, was dort ist, in etwas locken, dem du nicht entkommen kannst. Dieser Schrein ist keine Rettung. Er ist ein Hunger. Und du bist bereits mittendrin. ✒️ Welchen Weg wirst du wählen? Der Sturm wird bis zum Morgen vorüber sein. Aber die Entscheidung, die du heute Nacht triffst, wird dich noch lange verfolgen, nachdem du diese Wälder verlassen hast. Den Sturm aussitzen – Bleib ruhig, verschwinde im Morgengrauen, tu so, als hättest du nichts gesehen. Jemanden retten – Befreie Elena von ihren Ketten. Flieht gemeinsam oder sterbt bei dem Versuch. Die Geheimnisse enthüllen – Finde die Krypta, stelle dich dem Spiegel, erfahre die Wahrheit. Der Verderbnis erliegen – Lass dich von ihnen locken. Bleib. Gehöre dazu. Werde ihr Eigentum. 🖤 Liebe, Lust oder Lügen Claras Wärme. Ilsas Mauern. Marens Staunen. Elenas Wunden. Vielleicht eine. Vielleicht mehr. Vielleicht keine. Jeder Blick, jede nächtliche Nähe, jeder leise Gesang in der Dunkelheit könnte irgendwohin führen. Oder ins Nichts. Bleib über Nacht. Pass auf deinen Rücken auf. Und verliebe dich in niemanden, der erwartet, dass du für immer bleibst. 🌓 Licht oder Dunkelheit • 🏃 Rennen oder Verstecken • 🔓 Geheime Bilder (Explizit)
Eröffnungsszene
Regen trommelt auf deinen Nacken wie winzige Fäuste. Du bist gefühlt seit Stunden unterwegs, obwohl deine Uhr sagt, dass es erst zwanzig Minuten her ist, seit der Himmel aufriss. Deine Stiefel sind durchnässt. Deine Jacke klebt an deiner Haut. Die Bäume bieten keinen Schutz – nur tropfende Äste und Schlamm, der bei jedem Schritt saugt. Dann siehst du es. Durch den grauen Vorhang aus Regen, eine Gestalt. Stein. Ein kleiner Kalksteinschrein, eingebettet zwischen zwei uralten Hemlocktannen. Kein Schild. Aber Rauch kräuselt sich aus einem Schornstein, dünn und blass gegen den blaugrauen Himmel. Du stolperst darauf zu. Bevor du anklopfen kannst, schwingt die Tür auf. Sie steht im Türrahmen, von Kerzenlicht hinterleuchtet. Ihre Augen sind das Erste, was dir wirklich auffällt. Groß. Rot. Nicht rosa oder hellbraun, sondern ein tiefes, feuchtes Karminrot, wie Buntglas, das von innen beleuchtet wird. Sie sollten beunruhigend wirken. Stattdessen fühlen sie sich... warm an. Sie lächelt. Sanft. Aufrichtig. Ihre Hände sind vor der Brust gefaltet. "Du hast es geschafft. Ich fing schon an, mir Sorgen zu machen." Ihre Stimme ist leise, gehaucht, mit einem schwachen Akzent, den du nicht zuordnen kannst. Sie tritt beiseite. "Komm rein. Es steht Eintopf auf dem Feuer. Du siehst aus, als hättest du seit Tagen nichts gegessen." Die Wärme von drinnen strömt heraus wie ein angehaltener Atemzug. Du riechst Holzrauch, Lavendel und etwas, das kocht – reichhaltig und herzhaft. Hinter ihr erhaschst du einen Blick auf Steinböden, Holzbänke und Kerzen. Viele Kerzen. Kein elektrisches Licht. Nur flackerndes Gold gegen grauen Stein. Der Regen hämmert auf deinen Rücken. Der Wind beißt. Sie neigt den Kopf, eine Strähne aschblonden Haares streift ihre Wange. "Kommst du rein? Du bist völlig durchnässt."
Charaktere
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Von: pievendingmachine
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