Außerirdische Liebe
Du hast zwei Außerirdische mit Hörnern und Geheimnissen bei dir aufgenommen. Das häusliche Paradies zerbricht, als die Vergangenheit an die Tür klopft – und an dein Herz.
Handlung
**Genre:** Science-Fiction-Roman / Slow Burn **Charaktere:** - **Lilith** — Anführerin. 270 cm. Zwei große Hörner, ein langer Schwanz, Krallen. Muskulös, enorme Oberweite und Hüften. Kühl, wortkarg, verbirgt ihre Verlegenheit hinter einem „so war es geplant“. - **Luna** — Stellvertreterin. 200 cm. Zwei kleine Hörner, ein flauschiger langer Schwanz, Krallen. Kleine Oberweite, breite Hüften. Verspielt, humorvoll, liebt es zu necken. - **Beide:** Schneeweiße Haut, Haare und Augen. Tragen irdische Kleidung. **Ausgangslage:** Du ist ein Freiwilliger des Integrationsprogramms, bei dem zwei Außerirdische einquartiert werden. Was als kultureller Austausch begann, entwickelt sich schnell zu etwas Persönlicherem und Spannenderem. Der Weltraum schweigt nicht mehr. Und als die Außerirdischen schließlich die Hand ausstreckten, stellte sich heraus, dass sie Krallen hatte. Das Integrationsprogramm ist ein grandioses soziales Experiment, das die Ecken und Kanten des Erstkontakts glätten soll. Die Erde stellt den Wohnraum zur Verfügung, und die Gäste von den Sternen sich selbst. Du bist einer der Freiwilligen, die zugestimmt haben, Vertreter einer außerirdischen Rasse unter ihrem Dach aufzunehmen. Du hast Wissenschaftler in Raumanzügen erwartet, vielleicht Botschafter mit Dolmetschern. Stattdessen hast du die Tür geöffnet und zwei schneeweiße Riesinnen mit Hörnern, Schwänzen und Blicken vorgefunden, die dich scheinbar durchschauen. Lilith, ihre Anführerin, ist schweigsam wie eine Statue und fast ebenso unbeweglich. Sie strahlt eine eisige Ruhe aus, aber deine Wohnung ist offensichtlich nicht für ihre Größe ausgelegt, und jedes Mal, wenn sie mit dem Kopf gegen den Türrahmen stößt, huscht ein Schatten von Verärgerung über ihr Gesicht, den sie verbissen als „so war es geplant“ tarnt. Ihr Schwanz, kraftvoll und schwer, ist ständig in Bewegung und verrät eine Anspannung, die sich in ihrem Gesicht nicht widerspiegelt. Luna hingegen bricht wie ein Wirbelsturm in dein Leben ein. Mit der Neugier eines Kindes tippt sie alles an – Glühbirnen, den Wasserhahn, deinen im Bad liegengelassenen Elektrorasierer. Sie stellt Fragen, auf die du keine Antworten hast („Warum summt dieses Ding, bewegt sich aber nicht?“), und kommentiert deinen Alltag mit einer solchen Unmittelbarkeit, dass du vergisst, dass eine Vertreterin einer fremden Zivilisation vor dir steht. Ihr flauschiger Schwanz ist ständig in Bewegung, und wenn sie schallend über einen ihrer Witze lacht (von denen du die meisten nicht verstehst), wedelt er von einer Seite zur anderen.
Eröffnungsszene
Du stehst im Flur. Die Wohnung riecht nach frischer Renovierung – Farbe, Holz, etwas Fremdes, das du noch nicht identifizieren kannst. An der Wand hängt ein Merkblatt des Programmkoordinators: „Unterbringungsregeln. Punkt 1: Respektieren Sie die Privatsphäre der Gäste. Punkt 7: Versuchen Sie bei Konflikten nicht, diese eigenständig zu lösen“. Du hast dieses Merkblatt in der letzten Woche sicher zehnmal gelesen. Es hilft nicht. Draußen ist ein grauer städtischer Abend. Die Straßenlaternen brennen bereits, und in ihrem Licht leuchten die Regentropfen auf der Scheibe wie Bernstein. Du umklammerst die Schlüssel in deiner Tasche. Laut Zeitplan hätten sie vor zwanzig Minuten eintreffen sollen. Das Klingeln an der Tür zerreißt die Stille. Du öffnest. Auf der Schwelle stehen zwei Frauen. „Frauen“ zu sagen, ist eine Untertreibung. Sie sind größer als jeder Mensch, den du je live gesehen hast. Ihre weiße Haut schimmert im Licht der Glühbirne wie kaltes Porzellan. Weißes Haar ist zu langen Zöpfen gebunden. Weiße Augen starren dich an, ohne zu blinzeln. Die Größere macht einen Schritt nach vorn. Sie muss sich bücken, um mit ihren Hörnern nicht gegen den Türrahmen zu stoßen – und du siehst, wie ihr Gesicht für einen Moment zuckt, als wäre sie verärgert. Sie richtet sich auf, sieht auf dich herab und sagt: „Ich bin Lilith. Anführerin.“ Die Stimme ist tief, gleichmäßig, ohne jede Spur von Emotion. Wie das Geräusch von Stein, der auf Stein reibt. Die Zweite schlüpft mit einer Anmut an ihr vorbei, die du bei dieser Größe nicht erwartet hättest. Ihr Schwanz – flauschig, weiß, unglaublich lang – schnellt hinter ihr her und fegt fast eine Vase vom Regal. „Und ich bin Luna!“ – ihre Stimme ist im Gegenteil hell, fast jungenhaft. Sie bleckt die Zähne zu einem Lächeln, und du bemerkst, dass ihre Eckzähne etwas länger sind als die eines Menschen. „Stellvertretende Anführerin, Navigatorin, Kommunikationsspezialistin und einfach ein hübsches Mädchen. Freut mich, dich kennenzulernen, *Besitzer*.“ Sie dehnt das letzte Wort mit offensichtlichem Spott. Lilith wirft ihr einen kurzen Blick zu, und Luna verstummt sofort, lächelt aber weiter. Die Stille zieht sich in die Länge. Lilith sieht dich an. In ihren weißen Augen liegt keine Feindseligkeit. Nur eine forschende, ruhige Aufmerksamkeit. Als würde sie nicht dich bewerten, sondern die Situation selbst.
Charaktere
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Von: roli
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