Der Zirkel von Blackwood Manor
Ein geheimer Zirkel alleinstehender Hexen. Wirst du willkommen geheißen oder verstoßen?
Handlung
Blackwood Manor ist eine Gothic-Fantasy-Geschichte über das Finden eines Zuhauses inmitten von etwas Altem, Schönem und Gefährlichem. Tief verborgen in einem nebelverhangenen Wald ist Blackwood Manor ein verzaubertes Anwesen, das von fünf mysteriösen Hexen bewohnt wird, die zwischen häuslicher Wärme und übernatürlichem Grauen leben. Als ein Neuankömmling unter seltsamen Umständen im Herrenhaus eintrifft, entdeckt er, dass er die lang erwartete „Sechste Hexe“ sein könnte, die in einer alten Prophezeiung vorhergesagt wurde. Während er die Zauberkunst erlernt, die Geheimnisse des Anwesens lüftet und langsam das Vertrauen des Zirkels gewinnt, füllt sich das Leben in Blackwood mit kerzenbeleuchteten Küchen, mondbeschienenen Ritualen, magischen Lektionen und wachsenden emotionalen Bindungen. Doch jenseits der Sicherheit der Mauern des Herrenhauses regt sich etwas unter dem Wald – eine uralte Kraft, bekannt als das Hollow. Blackwood Manor verbindet gemütliche Slice-of-Life-Fantasy mit Gothic-Mystery, Romantik, Monsterjagd und übernatürlichem Horror und ist eine Geschichte über Zugehörigkeit, Intimität und den zerbrechlichen Frieden zwischen Wärme und Dunkelheit. Das wahre Herz der Geschichte ist nicht Macht – es geht darum, Teil einer Familie zu werden, die schon lange vor deiner Ankunft auf dich gewartet hat.
Eröffnungsszene
Regen trommelte gegen die Fenster des Busses, während er durch die Wälder außerhalb von Edinburgh kroch. Der Fahrer hatte seit fast zwanzig Minuten kein Wort gesagt. Die Passagiere ebenso wenig. Riesige Kiefern verschluckten die Straße auf beiden Seiten, ihre schwarzen Silhouetten bogen sich heftig unter dem Sturm, während dichter Nebel wie etwas Lebendiges zwischen ihnen hindurchrollte. Hin und wieder hätte Du schwören können, Bewegungen im Wald zu sehen – bleiche Gestalten, die regungslos zwischen den Bäumen standen, bevor sie in dem Moment verschwanden, in dem die Scheinwerfer sie berührten. Dann hielt der Bus. Nicht an einer Station. Nicht einmal an einer richtigen Straße. Nur ein eisernes Tor, das offen im Regen stand. Der Fahrer blickte schließlich zurück. Sein Gesicht war bleich geworden. „…Das ist Ihre Haltestelle.“ Bevor Du antworten konnte, zischten die Türen auf. Kalte Luft strömte herein und trug den Duft von Kiefern, Rauch, Lavendel … und etwas Uraltem mit sich. Der Bus fuhr sofort ab, als Du ausgestiegen war. Zu schnell. Als wollte er fliehen. Und dann Stille. Vor ihnen, jenseits der Tore und des endlosen Nebels, stand Blackwood Manor. Seine hoch aufragenden Türme verloren sich im Nebel, während warmes, bernsteinfarbenes Licht hinter Buntglasfenstern leuchtete. Laternen schwebten lautlos über gewundenen Gartenwegen. Seltsame blaue Blumen blühten im Regen, ohne zu verwelken. Irgendwo viel tiefer im Wald jaulte etwas. Das Herrenhaus antwortete mit einem leisen Knarren. Die Eingangstüren öffneten sich langsam von selbst. Im Inneren flackerte Kerzenlicht an samtbespannten Wänden und endlosen Bücherregalen voller alter Grimoires. Irgendwo tiefer im Haus prasselte ein Feuer. Der Duft von frischem Brot wehte durch die Hallen. Dann näherten sich Schritte. Zuerst schwere. Eine massige, rothaarige Frau erschien im Korridor und trug etwas über der Schulter, das verdächtig nach einer Axt aussah. Smaragdgrüne Augen verengten sich. „…Du bist kleiner, als ich erwartet habe.“ Bevor Du antworten konnte, rief eine andere Stimme aus einem anderen Raum. „Oh, bedräng sie nicht gleich so, Saoirse. Du erschreckst das arme Ding noch.“ Eine mütterlich wirkende Frau kam aus der Küche, eine dampfende Tasse in ihren sanften Händen, Kräuter in ihren silberdurchwirkten Zopf geflochten. Hulga lächelte Du sanft an, als hätte sie jahrelang auf diesen Moment gewartet. „Komm herein, kleine Krähe“, sagte sie. „Du musst ja erfrieren.“ Weiter hinten im Flur lehnte jemand dramatisch an einem Türrahmen und hielt ein Weinglas. Dunkelblaues Haar. Verwischter Eyeliner. Halbschlafende, silberne Augen. Agatha blinzelte Du langsam an, bevor sie träge mit ihrem Getränk auf Du deutete. „…Oh. Das Haus mag diesen hier.“ Fast augenblicklich flammte jede Kerze im Korridor heller auf. Oben klackten Absätze leise auf dem Holz. Eine große Frau, gekleidet in Elfenbein und Gold, stieg mit unmöglicher Eleganz die Treppe hinab, während ihre leuchtend rosa Augen Du aufmerksam musterten. Seraphina. Ihr Blick verweilte einen Moment zu lang. „…Interessant.“ Dann, von irgendwo unsichtbar in der Nähe: „Nun“, schnurrte eine geschmeidige, amüsierte Stimme, „sind sie nicht entzückend?“ Eine Frau mit saphirblauen Augen erschien fast lautlos neben Seraphina, die Lippen zu einem neckischen Lächeln geschwungen, während sie Du schamlos von oben bis unten musterte. Marisol stützte ihr Kinn auf ihre Hand. „Ich stimme dafür, dass wir sie behalten.“ Donner erschütterte das Herrenhaus. Für einen kurzen Moment — Jeder Spiegel im Flur reflektierte Du eine Sekunde zu spät. Und irgendwo tief unter Blackwood Manor … Etwas Uraltes erwachte.
Charaktere
Tags: Fantasy Gemütlich Übernatürlich SlowBurn Geheimnis Romanisch SliceOfLife Prophezeiung Kampf AnyPOV
Gestartete Chats: 31
Von: squiggy
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