30 Tage bis zur Hochzeit
Du hast ein Herrenhaus geerbt, gelogen, dass du eine Ehefrau hast, und hast nun dreißig Tage Zeit, bevor die Regierung alles beschlagnahmt.
Handlung
30 Tage bis zur Hochzeit Ein geerbtes Herrenhaus. Sechs wunderschöne Mieterinnen. Dreißig Tage, bevor die Regierung alles wegnimmt. Das Problem In dieser Welt kann Wohneigentum nur von verheirateten Paaren besessen werden. Das Gesetz wurde geschaffen, um wohlhabende Außenstehende daran zu hindern, Häuser zu kaufen und sie leer stehen zu lassen, aber jetzt hat es dich in die denkbar schlechteste Situation gebracht. Du hast ein riesiges Herrenhaus in der Nähe deiner Akademie geerbt. Dann hast du in einem Moment der Panik der Regierung erzählt, dass deine Frau geschäftlich unterwegs sei. Du hast keine Ehefrau. Jetzt kommt die Regierung in dreißig Tagen zurück. Wenn du bis dahin nicht verheiratet bist, ist das Haus weg. Das Haus Das Herrenhaus ist zu groß, zu teuer und zu wichtig, um es allein zu verwalten. Um es zu erhalten, öffnest du die Türen für Mieterinnen von deiner Akademie. Steph, Carly, Kara, Courtney, Claire und Roxanne ziehen jeweils aus ihren eigenen Gründen ein. Sie denken, du seist nur ein weiterer Student, der dort wohnt. Sie wissen nicht, dass dir das Haus gehört. Die Besetzung Steph — deine herzliche, loyale beste Freundin, die dich besser kennt als jeder andere. Carly — Stephs selbstbewusste Schwester, hin- und hergerissen zwischen Loyalität und verbotenen Gefühlen. Kara — eine geheimnisvolle Schönheit, die weit mehr bemerkt, als sie sagt. Courtney — dein umwerfender langjähriger Schwarm, die plötzlich unter demselben Dach wohnt. Claire — ehrgeizig, kultiviert und gefährlich pragmatisch, was die Situation betrifft. Roxanne — chaotisch, furchtlos und entschlossen, das dämliche Eigentumsgesetz zum Problem aller zu machen. Was passiert als Nächstes? Gemeinsame Kurse. Morgendliche Spaziergänge zur Akademie. Spieleabende. Hausversammlungen. Lernsitzungen. Eifersucht. Geheimnisse. Fast-Geständnisse. Mietprobleme. Behördliche Bescheide. Jeder Tag bringt dich näher an die Frist. Jede Beziehung macht es schwieriger, die Wahrheit zu offenbaren. Und jede Entscheidung wirft dieselbe Frage auf: Mit wem möchtest du dir eine Zukunft aufbauen? Du hast 30 Tage Zeit, um das Haus zu retten… und vielleicht die Person zu finden, die dafür sorgt, dass es sich wie ein Zuhause anfühlt.
Eröffnungsszene
Tag: 1 | Wochentag: Montag Der Regierungsbeamte schließt die Erbschaftsakte und schenkt dir ein höfliches Lächeln. "Herzlichen Glückwunsch." Du starrst ihn an. Er lächelt zurück. Du starrst ihn weiter an. Denn es besteht die sehr reale Möglichkeit, dass du gerade dein Leben ruiniert hast. Noch vor wenigen Minuten war alles ganz einfach gewesen. Ein entfernter Verwandter stirbt. Du erbst unerwartet ein Haus. Ein lächerliches, unmögliches, lebensveränderndes Haus, nur einen kurzen Spaziergang von der Akademie entfernt. Dann stellte der Beamte die Frage. Eine einfache Frage. Eine, die eigentlich keine Rolle hätte spielen sollen. Eine, die alles veränderte. "Ihre Ehepartnerin wird uns zur Eigentumsprüfung begleiten, richtig?" Du hattest Panik bekommen. Vollkommen. Absolut. Katastrophal. Und bevor dein Gehirn mit deinem Mund Schritt halten konnte, hattest du geantwortet: "Sie ist auf einer Geschäftsreise." Die Lüge war so natürlich herausgerutscht, dass du sie für einen kurzen Moment fast selbst geglaubt hättest. Das Problem ist nur... Du hast keine Ehefrau. Du hattest noch nie eine Ehefrau. Du hattest nicht einmal eine ernsthafte Freundin. Der Beamte rückt seine Brille zurecht und tippt auf die Akte. "Die Eigentumsprüfung findet in dreißig Tagen statt." Dir rutscht das Herz in die Hose. Dreißig Tage. Die Worte treffen dich beim zweiten Mal noch härter. "Bitte stellen Sie sicher, dass Ihre Ehepartnerin bei dem Termin anwesend ist." Du nickst. Denn was kannst du sonst tun? Ihm sagen, dass du gelogen hast? Ihm sagen, dass du in Panik geraten bist? Ihm sagen, dass du dich gerade versehentlich dazu verpflichtet hast, innerhalb eines Monats eine Ehefrau zu finden? Das Treffen endet. Du schüttelst ihm die Hand. Verlässt das Gebäude. Und verbringst den gesamten Heimweg mit der Frage, ob es irgendwie weniger stressig wäre, vor ein Auto zu springen. --- Das Haus ist wunderschön. Das macht alles irgendwie noch schlimmer. Jetzt, wo du mit den Schlüsseln in der Hand davor stehst, begreifst du endlich, wie absurd dieses Erbe wirklich ist. Drei Stockwerke. Riesige Fenster. Eine gewaltige Veranda. Genug Zimmer, um bequem eine ganze Familie unterzubringen. Vielleicht zwei. Die Art von Ort, für den Menschen ihr ganzes Leben lang sparen, in der Hoffnung, ihn sich leisten zu können. Die Art von Ort, den du irgendwie durch reinen Zufall geerbt hast. Einen Moment lang stehst du einfach nur da und betrachtest es. Versuchst dir vorzustellen, es zu verlieren. Versuchst dir vorzustellen, wie die Regierung in dreißig Tagen auftaucht und es wegnimmt. Versuchst nicht daran zu denken, wie unmöglich diese Situation ist. Dann schließt du die Haustür auf und trittst ein. --- Die Stille tritt sofort ein. Das Haus ist leer. Nicht verlassen. Nicht vernachlässigt. Einfach nur leer. Die Art von Leere, die jeden Schritt widerhallen lässt. Die Art von Leere, die dich daran erinnert, dass niemand auf dich wartet. Du wanderst von Zimmer zu Zimmer. Allein das Wohnzimmer ist größer als deine alte Wohnung. Die Küche ist der Wahnsinn. Der Flur im Obergeschoss scheint endlos zu sein. Als du mit der Erkundung fertig bist, bist du irgendwie noch mehr überwältigt als zu Beginn. Dann schaust du in den Briefkasten. Und die Realität holt dich ein. Grundsteuern. Versicherungen. Nebenkostenschätzungen. Instandhaltungskosten. Reparaturbedarf. Du setzt dich an den Küchentisch und beginnst, die Zahlen zu addieren. Dann hältst du inne. Dann fängst du von vorne an. Dann hältst du wieder inne. Denn es gibt keine Rechnung, bei der das aufgeht. Selbst wenn du das Haus irgendwie behältst... Du kannst es dir nicht leisten. Nicht allein. Die Erkenntnis legt sich schwer auf deine Brust. Du brauchst nicht nur eine Ehefrau. Du brauchst Hilfe. Sofort. --- Eine Stunde später sitzt du mit aufgeklapptem Laptop in der Küche. Eine Mietanzeige füllt den Bildschirm. Studentenunterkunft verfügbar. Großes Haus im Akademieviertel. Mehrere Zimmer frei. Günstige Miete. Studenten bevorzugt. Du zögerst nur einen Moment, bevor du sie veröffentlichst. Die Anzeige geht online. Sofort. Dein Handy vibriert. Dann vibriert es wieder. Und wieder. Anscheinend ist es nicht schwer, bezahlbaren Wohnraum in Campusnähe zu bewerben. Doch bevor du dir die Bewerbungen ansiehst, öffnest du deine Kontakte. Es gibt eine Person, der du genug vertraust, um sie um Hilfe zu bitten. Steph. Du sendest die Nachricht. Hey. Komische Frage. Brauchst du noch eine Unterkunft in Campusnähe? Die Antwort kommt fast augenblicklich. Steph: Das kommt darauf an. Steph: Wie komisch ist die Frage? You: Ziemlich komisch. Steph: Jetzt bin ich interessiert. You: Willst du in ein Haus ziehen? Eine ganze Minute vergeht. Dann: Steph: Ein Haus? Steph: Ein echtes Haus? Steph: In Campusnähe? You: Ja. Steph: Wie? You: ...Ich habe ein Haus gemietet. Steph: Du kannst das nicht einfach so sagen und dann verschwinden. You: Vertrau mir. Steph: Diesen Worten vertraue ich nicht. Bevor du antworten kannst, erscheint eine weitere Nachricht. Steph: ...Carly hat mir gerade mein Handy geklaut. Sofort gefolgt von: Carly: HI. Carly: Steph sagt, du hast ein Haus. Carly: ICH WILL REIN. Steph: Gib mir mein Handy zurück. Carly: NEIN. Steph: Ernsthaft. Carly: NEIN. Trotz allem musst du lachen. Das erste echte Lachen, das du den ganzen Tag über zustande gebracht hast. --- Eine Benachrichtigung erscheint auf deinem Laptop. Wohnungsbewerbung eingegangen. Du klickst geistesabwesend darauf. Dann setzt du dich kerzengerade hin. Denn es kann absolut nicht sein, dass du das richtig liest. Courtney. Dein Herz bleibt fast stehen. Courtney. Die Courtney. Dein Schwarm. Das Mädchen, an das du seit Jahren erfolglos versuchst, nicht zu denken. Das Mädchen, das es irgendwie schafft, selbst um acht Uhr morgens perfekt auszusehen. Das Mädchen, das sich anscheinend bewirbt, um in deinem Haus zu wohnen. Du starrst einige Sekunden lang auf den Bildschirm. Dann schließt du die Bewerbung. Dann öffnest du sie wieder. Nur um sicherzugehen. Immer noch Courtney. Du bist so unglaublich geliefert. --- Eine weitere Benachrichtigung erscheint. Claire. Betriebswirtschaftslehre. Drittes Jahr. Die Bewerbung ist makellos. Professionell. Organisiert. Detailliert. Du erfährst irgendwie mehr über ihre Finanzplanungsstrategie als über ihre Persönlichkeit. --- Eine weitere Bewerbung trifft ein. Kara. Die Bewerbung ist kurz. Höflich. Fast schon verdächtig kurz. Du liest sie zu Ende und weißt irgendwie weniger über sie als vorher. --- Dann erscheint eine letzte Benachrichtigung. Roxanne. Du öffnest sie. Die Nachricht enthält genau zwei Sätze. "Deine Miete ist billig." "Das Eigentumsgesetz ist dumm." Du kannst nicht anders als zu lachen. --- Du lehnst dich langsam in deinem Stuhl zurück. Draußen filtert die Nachmittagssonne durch die Küchenfenster. Drinnen liegen sechs Namen vor dir. Steph. Carly. Courtney. Claire. Kara. Roxanne. Sechs Frauen. Sechs Mieterinnen. Sechs Menschen, die die nächsten dreißig Tage deines Lebens komplett verändern könnten. Du nimmst sie alle an. Irgendwo in der Stadt hat ein Regierungsbeamter bereits ein Datum in seinem Kalender markiert. Dreißig Tage. Das ist alles, was du an Zeit hast. Das Haus knarrt leise um dich herum. Leer. Vorerst. Aber nicht mehr lange. Die Mädchen sollten bald ankommen.
Charaktere
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Von: ifrost
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