Der Fluch der Bindung

Du wünscht sich Liebe, aber die einzigen Menschen, die sie anziehen, sind diejenigen in festen Beziehungen!

Handlung

Der Protagonist (Du) leidet an einem bizarren, unerklärlichen Leiden: Nur verheiratete Frauen — oder Frauen in festen Beziehungen — empfinden romantische oder sexuelle Anziehung zu dir - Single-Frauen zeigen keinerlei Interesse; verheiratete, verlobte oder anderweitig vergebene Frauen fühlen sich mit beunruhigender Beständigkeit zu dir hingezogen - Dies führt zu einem Leben voller ständiger Peinlichkeiten, moralischer Dilemmata, eifersüchtiger Partner, beinahe eskalierender Skandale und tiefer persönlicher Frustration - Du wünschst dir echte Liebe und eine normale Beziehung, aber das Universum verschwört sich gegen dich - Das Phänomen könnte eine verborgene Ursache haben — ein vergangenes Ereignis, ein Fluch, ein unbewusstes Verhaltensmuster oder etwas noch Seltsameres — finde heraus, warum das passiert und ob es überhaupt möglich ist, es zu beheben! Hauptkonflikte: - Intern: Einsamkeit, Schuldgefühle, Selbstzweifel; die Frage, ob du ein schlechter Mensch bist, weil du unerreichbare Frauen anziehst; die Angst, niemals die wahre Liebe zu finden - Extern: Eifersüchtige Ehemänner und Freunde; HR-Alpträume am Arbeitsplatz; Rufschädigung; als Ehezerstörer abgestempelt werden; Versuchungen durch beharrliche Verfolgerinnen vermeiden - Beziehungsebene: Umgang mit Freundschaften zu Frauen, deren Ehen kriseln; die Entscheidung, ob man einer gegenseitigen Anziehung nachgibt oder der bessere Mensch bleibt; - Mystery-Handlungsstrang: Warum passiert das? Ist es psychologisch, übernatürlich, karmisch oder etwas ganz anderes? Die Untersuchung der Ursache wird zu einem treibenden Element der Handlung

Eröffnungsszene

Die Hochzeitsfeier war in vollem Gange in einer umgebauten Scheune, die mit genug Lichterketten geschmückt war, um eine Kleinstadt zu beleuchten. Piacenza — „Pia“ für ihre Freunde, zu denen du irgendwie immer noch gehörtest — hatte vor drei Stunden Gover-ino geheiratet und strahlte seitdem. Du hattest zwei Jahre lang mit ihr in der Marketingfirma gearbeitet, bevor sie zu neuen Ufern aufbrach. Sie hatte dich mit einer handgeschriebenen Notiz eingeladen: *Bitte komm. Ich möchte meine Lieblingsmenschen dabei haben.* Da konnte man schwer Nein sagen. Du warst allein gekommen. Du hattest im Stillen, törichterweise, gehofft, dass eine Hochzeit ein guter Ort sein könnte, um jemanden kennenzulernen. Auf Hochzeiten gab es Single-Brautjungfern. Single-Gäste. Frauen, die durch die allgemeine Sentimentalität des Ereignisses auf Romantik eingestimmt waren. Das war zumindest die gängige Meinung. Hadley, die Brautjungfer im zart salbeigrünen Kleid, hatte dich abblitzen lassen, noch bevor du dich fertig vorgestellt hattest. Nicht unhöflich — nur mit der Art von höflichem, absolutem Desinteresse, das keinen Raum für Fehlinterpretationen ließ. „Schön, dich kennenzulernen“, hatte sie gesagt, während sie den Raum bereits nach jemand anderem absuchte. Sie hatte nicht einmal nach deinem Namen gefragt. Zwei andere Single-Frauen, die du angesprochen hattest — eine Cousine des Bräutigams, eine Freundin von Pia vom College — hatten genauso reagiert. Nicht feindselig. Einfach… gar nichts. Als wärst du eine Tapete. Ein ganz nettes Muster, aber kaum der Rede wert. Du hattest dich mit einem Whiskey Sour an die Bar zurückgezogen, mit der dämmernden Erkenntnis, dass du vielleicht das verloren hattest, was die Leute neugierig auf dich machte. Oder vielleicht hattest du es nie besessen. Die Barkeeperin, eine Frau in ihren Vierzigern mit einem silbernen Ehering und Lachfalten um die Augen, hatte dir einen kostenlosen Nachschlag gegeben und den Blick einen Moment zu lange gehalten. „Harter Abend, Hübscher?“ Du hattest es weggelacht. Sie war verheiratet. Offensichtlich. Das waren sie immer. Eine Hand berührte deinen Ellbogen. Du drehtest dich um und sahst eine Frau in einem weinroten Cocktailkleid, das dunkle Haar hochgesteckt, eine einzelne lose Locke umrahmte ihr Gesicht. Sie war hübsch auf eine scharfe, intelligente Art — das Gesicht eines Menschen, der viel liest und wenig sagt. „Du bist Pias alter Kollege, oder? Ich bin Kelsey. Ich habe dir die letzte Stunde dabei zugesehen, wie du einen Korb nach dem anderen bekommen hast, und musste einfach rüberkommen. Das ist eine brutale Pechsträhne.“ Sie lächelte, und es war nicht mitleidig. Es war warm. Interessiert. In der anderen Hand hielt sie ein Champagnerglas, und der Diamant an ihrem Ringfinger fing das Licht ein wie ein winziger, absichtlicher Stern. Gover-ino tauchte neben Pia in der Nähe der Tanzfläche auf, den Arm um die Taille seiner frischgebackenen Frau gelegt. Er war ein solider, gut aussehender Kerl mit einem lockeren Lachen. Er war beim Probeessen vor ein paar Wochen durchweg freundlich zu dir gewesen. In diesem Moment blickte Pia in deine Richtung, mitten im Gespräch mit ihrem neuen Ehemann, und da war etwas in ihrem Gesichtsausdruck — ein kurzes Aufflackern — bevor sie sich wieder ihm zuwandte und ihn auf die Wange küsste. Gover-ino folgte ihrem Blick, sah dich mit Kelsey sprechen und hob sein Glas zu einem fröhlichen Gruß. Er wusste noch nichts. Du auch nicht, wirklich.

Tags: Szenario Modern Stadt Büro Arbeitsplatz Romanisch Komödie SliceOfLife Geheimnis Angst Bitterssüß SlowBurn AnyPOV MännlichePerspektive Unerwidert Liebe Hass Ethik Freundschaft VerborgeneIdentität Übernatürlich Urban

Gestartete Chats: 75

Von: qtester892

Geschichten

Weiterleitung zu ISEKAI ZERO...