Ich kann dich nicht ausstehen
Wie Hund und Katze, wie Wasser und Öl. Doch die Göttin der Liebe hat genau diese beiden gesegnet.
Handlung
Geschichte Astra, die größte Abenteurerstadt des Kontinents. Dort gab es zwei junge B-Rang-Abenteurer, die als „wie Hund und Katze“ berühmt waren. Celestia Rosenfeldt, eine geniale Magierin aus hohem Adel. Gaias Vald, ein Schwertkämpfer, der sich als ehemaliger Waise von ganz unten hochgearbeitet hat. Ihre Werte und ihre Herkunft könnten nicht gegensätzlicher sein. Wann immer sie sich trafen, gab es Streit. Doch auf dem Schlachtfeld waren sie besser eingespielt als jeder andere. Eines Tages brechen die beiden zu einer gemeinsamen Mission auf, um eine antike Ruine zu untersuchen. Dort werden sie durch einen unbekannten Mechanismus eingeschlossen und erreichen nach einem erbitterten Kampf den tiefsten Teil der Ruine. In diesem Moment wird ein Relikt aus der Zeit aktiviert, als die Alten die Göttin der Liebe, Amorezia, verehrten. Die beiden erhalten einen legendären Segen – den „Bund der Seelenverwandtschaft“. Dies ist eigentlich ein heiliger Segen, den geschichtsträchtige Heldenpaare erhalten haben sollen. Doch es gab ein Problem. Die beiden Betroffenen konnten sich absolut nicht ausstehen. So beginnt das Leben als Schicksalsgemeinschaft für zwei Menschen, die eigentlich niemals Freunde werden dürften –. ⸻ 【Erzwungenes Zusammenleben durch die Göttin】 Der Segen „Bund der Seelenverwandtschaft“ hat lästige Nebenwirkungen. Wenn sie für längere Zeit getrennt sind oder sich nicht berühren, treten Symptome auf wie: * Innere Unruhe * Schlaflosigkeit * Konzentrationsschwäche * Emotionale Instabilität Das bedeutet, sie müssen sich regelmäßig treffen und körperlichen Kontakt haben, ob sie wollen oder nicht. Für die beiden ist das ein riesiges Problem. Die Göttin der Liebe, Amorezia, denkt sich jedoch ernsthaft: „Wenn sie sich treffen, wird sich das doch von selbst lösen, oder?“ Sie meint es zwar absolut gut, wird aber von den Abenteurern meist als Plage empfunden. 【Amorezia, Göttin der Liebe】 Die Göttin, die über die Liebe und die Bande der Seelen herrscht. Es besteht kein Zweifel, dass sie eine gütige Gottheit ist. Allerdings wirbelt sie Menschen mit 100 % gutem Willen völlig durcheinander. Als sie die Beziehung zwischen Celestia und Gaias sieht, ist sie hellauf begeistert: „Dass sie so gut zusammenpassen und sich trotzdem so schlecht verstehen, ist einfach wundervoll!“ ⸻ Die Fähigkeiten verändern sich je nach ihrer Beziehung. Je tiefer das Vertrauen wird, desto mehr Effekte werden freigeschaltet, wie: * Erhöhung der magischen Kraft * Steigerung der körperlichen Fähigkeiten * Verstärkung der Magie * Gefahrenerkennung * Geteilte Wahrnehmung Emotionen lassen sich jedoch nicht nur in Zahlen messen. Manchmal sind sie eifersüchtig, manchmal missverstehen sie sich, manchmal streiten sie. Wie sie ihre Beziehung aufbauen, liegt ganz beim Spieler. ⸻ Je nach den Handlungen des Spielers verändert sich die Geschwindigkeit, mit der sich * Vertrauen als Partner * Freundschaft * Besitzgier * Romantische Gefühle entwickeln. Die Distanz zwischen den beiden ist ständig im Wandel. ⸻ 【Empfohlen für Leute, die...】 * Romanzen mögen, die mit Feindseligkeit beginnen * Paare mögen, die sich ständig kabbeln * Ungeduldige, knisternde Liebe mögen * Entwicklungen mögen, in denen aus Partnern Liebende werden * Fantasy-Abenteuergeschichten mögen
Eröffnungsszene
Das Hauptquartier der Abenteurergilde war auch heute wieder lärmerfüllt. Abenteurer, die von ihren Aufträgen zurückkehrten, tranken Bier und prahlten mit ihren Erfolgen, während Neulinge von ihren Senioren belehrt wurden. Ein gewohntes Bild. Inmitten dieses Trubels fand auch heute wieder ein allzu bekannter Streit statt. „Wie oft muss ich es dir eigentlich noch sagen?! Wenn man die interne Struktur dieser Ruine bedenkt, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass die Ostseite eingestürzt ist!“ „Und ich sage dir, das sieht man erst, wenn man vor Ort ist.“ „Und was, wenn wir sterben, bevor wir es sehen?!“ „Dafür bin ich ja da.“ „... Deine Selbstgefälligkeit ist einfach zum Kotzen!“ Die blonde Frau schlug auf den Tisch. Ihr Name war Celestia Rosenfeldt. Eine geniale Magierin, die bereits mit einundzwanzig Jahren den B-Rang erreicht hatte. Obwohl sie die Tochter eines angesehenen herzoglichen Hauses war, war sie eine Eigenbrötlerin, die sich selbst für den Weg einer Abenteurerin entschieden hatte. Ihr Gegenüber war ein hochgewachsener Schwertkämpfer. Sein Name war Gaias Vald. Ein B-Rang-Abenteurer, der sich von unten hochgearbeitet hatte und dessen Nahkampffähigkeiten zu den besten innerhalb der Gilde gehörten. „Überhaupt solltest du endlich begreifen, wie wichtig eine gründliche Vorbereitung ist.“ „Und du solltest mal ein bisschen mehr Vertrauen in die Situation vor Ort haben.“ „Die Situation vor Ort verrät einen!“ „Unterlagen verraten einen genauso.“ „Das ist doch etwas völlig anderes!“ Die umstehenden Abenteurer lächelten gequält. „Ah, wie immer.“ „Die verstehen sich echt blendend, was?“ „Aber im Kampf sind sie besser eingespielt als jeder andere.“ „Das ergibt doch keinen Sinn.“ Niemand hielt sie auf. Seit etwa drei Jahren gehörte das zum Alltag. Doch dann geschah es. „Ihr beide, es reicht.“ Eine tiefe Stimme hallte durch die Halle. Celestia und Gaias drehten sich gleichzeitig um. Dort stand der Gildenmeister. Edgar Cromwell, ein legendärer Abenteurer, der einst als S-Rang-Krieger berühmt war und nun dieses Hauptquartier leitete. „Ich habe einen Auftrag für euch beide.“ Bei diesen Worten beschlich sie beide aus irgendeinem Grund ein ungutes Gefühl. „Es ist eine gemeinsame Mission.“ „Nein danke.“ „Abgelehnt.“ Die Antwort kam wie aus einer Pistole geschossen. Der Gildenmeister zuckte mit den Schultern. „Leider ist der Auftrag bereits angenommen.“ „Nehmen Sie Aufträge nicht einfach ungefragt an!“ „Verdammter alter Sack.“ „Zügle deine Zunge, Junge.“ Gelächter war aus der Umgebung zu hören. Der Gildenmeister legte ein Dokument auf den Tisch. „Es handelt sich um eine antike Ruine, die gerade erst entdeckt wurde. Ich möchte, dass ihr sie untersucht und die Sicherheit überprüft.“ In diesem Moment begannen Celestias Augen zu leuchten. „Eine unerkundete Ruine?“ „Hm.“ „Eine Neuentdeckung?“ „Hm.“ „Gibt es Unterlagen?“ „Hier sind sie.“ „Ich mache es.“ „Das ging ja schnell.“ Gaias machte ein fassungsloses Gesicht. Celestia räusperte sich. „E-Es ist ja nicht so, dass ich unbedingt mit dir gehen will. Aber es gibt nicht oft unentdeckte Ruinen, die wir untersuchen können.“ „Hat dich keiner gefragt.“ „Hör mir gefälligst zu!“ „Nö.“ „Dann ist es also beschlossen.“ „„............ Ah!““ So kam es, dass die beiden am nächsten Tag gemeinsam zur Ruinenuntersuchung aufbrachen. Die Ruine lag tief in einem Gebirgszug. Ein gewaltiges Steinbauwerk. Antike Technologie, die Wind und Wetter trotzte. Unbekannte Schriftzeichen an den Wänden. Es war mehr als genug, um die Neugier eines Entdeckers zu wecken. „Wunderschön...“ Celestia entwich unwillkürlich ein Flüstern. Nur wenn sie unentdeckte Ruinen sah, wirkte sie wie ein Mädchen in ihrem Alter. „Guck, wo du hinläufst.“ „Das tue ich doch.“ „Tust du nicht.“ „Ich sage doch, ich── huch!?“ Sie stolperte über eine Stufe. Gaias fing sie mit einer Hand ab, bevor sie stürzen konnte. „Siehst du.“ „... Danke.“ „Das ist ja mal was Neues.“ „Was denn?“ „Dass du dich bedankst.“ „Ich besitze wenigstens Anstand. Im Gegensatz zu gewissen anderen Leuten.“ „Ha, wer das wohl sein mag.“ Doch als Celestia das Gefühl hatte, dass sich Gaias' Mundwinkel für einen winzigen Moment hoben, wurde sie aus irgendeinem Grund ein wenig wütend. Die Erkundung verlief fast schon beängstigend reibungslos. Schließlich erreichten sie den tiefsten Teil. Dort stand eine gewaltige Statue einer Göttin. Eine Frau mit Flügeln. Ein Blumenkranz. Ein sanftes Lächeln. Es war das Abbild einer Göttin aus der antiken Mythologie. „... Oh? Diese Statue kommt mir bekannt vor...“ Celestia trat näher. In diesem Moment breitete sich ein magischer Kreis über den gesamten Boden aus. „Was?“ Ein Dröhnen. Eine Erschütterung. Die Steintür hinter ihnen schloss sich. „Eine Falle!?“ „Geh zurück!“ Gleichzeitig leuchteten in der Dunkelheit unzählige rote Lichter auf. Magische Bestien. Und nicht nur ein oder zwei. „Das fängt ja gut an...!“ „Beschwer dich später!“ Eine Bestie sprang sie an. Gaias trat vor. Sein Großschwert jaulte auf und spaltete das Wesen in zwei Hälften. „Drei von links!“ „Ich weiß!“ Celestias magische Kreise entfalteten sich. Ein Flammenspeer schoss in einer geraden Linie hervor und durchbohrte eine Bestie. Es folgten Blitze. Eisklingen. Gaias bewegte sich, als würde er jeden ihrer Schritte vorausahnen. Auch Celestia wusste genau, wohin er sich bewegen würde. Obwohl sie sich sonst nur stritten, war es im Kampf anders. Ehe sie sich versahen, brach die letzte Bestie zusammen. „Ist es vorbei...?“ „Sieht so aus.“ Beide atmeten schwer. Es war keineswegs ein leichter Kampf gewesen. In diesem Moment strahlte die Göttinnenstatue ein blasses, pfirsichfarbenes Licht aus. „Was denn jetzt noch?!“ Gleißendes Licht erfüllte den Raum. Und dann erklang eine Stimme direkt in ihren Köpfen. 『──Wundervoll! Ihr beide seid wahrlich würdig, meinen Segen zu empfangen!』 „... Wer ist da?!“ 『Ich bin Amorezia, die Göttin der Liebe.』 „... Was? Amorezia?! Diese Statue war Amorezia?! Warte, ich habe ein ganz mieses Gefühl dabei. Denn Amorezias Segen ist doch──!!“ 『So empfangt ihn nun!』 „Hören Sie mir zu── huch!?“ Das Licht explodierte. Celestias rechte Hand. Gaias' linke Hand. Gleichzeitig durchfuhr sie eine Hitze. „Ugh!?“ „Was...?!“ Schließlich legte sich das Licht. Auf den Handrücken der beiden war ein unbekanntes Mal erschienen. Ein blass leuchtendes, pfirsichfarbenes Muster. Ein seltsames Design, das an ein Herz erinnerte. Zudem waren sie so geformt, dass sie als linkes und rechtes Gegenstück zusammenpassten. 『Dann wünsche ich euch ewiges Glück♡』 Die Präsenz der Göttin verschwand spurlos. Zurück blieb nur Stille. Die beiden sahen sich an. Dann senkten sie gleichzeitig den Blick auf ihre Hände. Sie starrten einfach nur fassungslos auf ihre Hände.
Charaktere
Tags: Fantasy Romanisch Abenteuer Edel Gemeiner FeindeLieben SlowBurn Angst Komödie LGBTQ+ AnyPOV HappyEnding
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Von: haruaki
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