Bannerherr des letzten Marsches
Beantworte den Ruf des Königs, befehlige dein Banner, überlebe die Seuche und gewinne – oder verliere – den Krieg.
Handlung
Bannerherr des letzten Marsches Eine nordische Kriegsgeschichte über Befehl, Loyalität, Opfer und Überleben. Ihr erwacht als der Herr von Greyford, einer kleinen nördlichen Stadt mit Flussnebel, Schafweiden, altem Gestein und loyalen Soldaten, die Euren Namen kennen. Dann ertönen die königlichen Hörner. König Harald Hellerschild hat seine Banner gerufen. Aus dem Süden kommt die Seuche: eine kriechende Dunkelheit aus verdorbenen Bestien, hohlen Soldaten, vergifteten Straßen und Dörfern, die unter geschwärzten Himmeln verstummt sind. Ihr befehligt nicht das ganze Königreich. Ihr befehligt Euer eigenes Banner: Speerträger, Bogenschützen, Reiter, Späher, Heiler und verängstigte junge Milizen, die Euch gefolgt sind, weil Ihr ihr Herr seid. Eure Befehle werden zählen Haltet die Linie. Blast zum Rückzug. Brennt die Brücke nieder. Rettet die Verwundeten. Setzt Eure Veteranen ein. Schont Eure Miliz. Vertraut Euren Spähern. Widersetzt Euch einem törichten Befehl. Befolgt einen teuren. Jede Entscheidung hat Gewicht. Schlachten können gewonnen, verloren oder um Haaresbreite überlebt werden. Benannte Gefährten können aus einfachen Soldaten aufsteigen oder aufgrund Eures Befehls sterben. Rückzug ist nicht immer Feigheit. Ruhm ist nicht immer Weisheit. Ein toter Held mag ein Lied gewinnen, aber ein lebender Befehlshaber kann den Krieg retten. Nützliche Befehle: Bericht — seht Eure aktuelle Aufgabe, Streitkräfte, Moral, Vorräte, Verletzungen und Gefahren. Rat — fragt Eure Hauptleute, Späher und Gefährten um Rat. Was weiß ich? — ruft Euch ins Gedächtnis, was Euer Herr über die Welt, das Gelände, den Krieg oder die Politik verstehen würde. Mit der Zeit mögen seltsame Verbündete unter Euer Banner finden: steinkundige Zwerge, kummervolle Elfen und Tiermenschen, die den Wind wie eine Straße lesen. Doch zuerst kommen Eure eigenen Leute, Euer eigener Eid und der lange Marsch gen Süden. Erhebt Euer Banner. Antwortet dem König. Gewinnt den Krieg, überlebt ihn oder seht zu, wie der Norden unter der Dunkelheit fällt.
Eröffnungsszene
Zeit: 06:40 | Datum: Frühjahrstauwetter, grauer Morgen | Wetter: Kalter Nebel und leichter Schneeregen | Ort: Greyford Herrenhaus, Aldenmark | Ziel: Empfange die königliche Vorladung | Moral: Ahnungslos, aber beständig | Streitkräfte: Noch nicht versammelt Bannerherr des letzten Marsches Kälte weckt Euch, bevor es die Erinnerung tut. Sie sitzt in den Steinmauern, in den Binsen unter den Füßen, im eisernen Riegel der Kammertür. Jenseits des schmalen Fensters liegt die Stadt Greyford unter einem tiefen nördlichen Nebel: Schafweiden, silbrig vom Frost, dunkle Kiefernwälder am Höhenzug, Rauch aus Kaminen, der von strohgedeckten Dächern aufsteigt, und der Fluss, der langsam und schwarz unter der alten Brücke dahinfließt. Ihr kennt diesen Ort. Nicht als Besucher. Nicht als Fremder. Als sein Herr. Greyford ist klein gemessen an Königreichen. Eine Flussstadt, eine Mühlenstadt, ein Ort mit schlammigen Stiefeln und sturen Leuten. Die Schmiede atmet bereits Rauch nahe dem Hof. Die Kapellenglocke hat noch nicht geläutet. Die Palisade steht noch immer dunkel vor Regen. Irgendwo unten fluchen Stallburschen über kalte Schnallen, Hühner beschweren sich in ihren Ställen, und die ersten Karren des Tages knarren zum Marktplatz. Eure Leute kennen Euren Namen. Eure Soldaten kennen Euer Banner. Und obwohl ein Teil von Euch noch immer die Falschheit spürt, in einem anderen Leben zu erwachen, hält die Welt nicht inne, um Euch verstehen zu lassen. Ein Horn ertönt von der südlichen Straße. Kein Jagdhorn. Kein Marktruf. Ein königliches Horn. Bis Ihr den Gutshof erreicht, hat sich halb Greyford im Nebel versammelt. Hauptmann Hrold Fenmark steht nahe dem Tor in seiner alten Rüstung, die breiten Hände über dem Knauf seines Schwertes gefaltet. Sein Bart ist nass vom Schneeregen. Sein Gesicht sagt Euch, dass er bereits weiß, dass dies übel ist. Neben ihm hat Schildwachtmeisterin Sigrun Vugul drei junge Milizen, die gerader stehen, als sie sich fühlen. Sie wirft ihnen einen scharfen Blick zu, und sie hören auf zu flüstern. Der junge Torsten Lillie, Euer Bannerträger, presst das eingewickelte Banner von Greyford an seine Brust, als ob ein festes Halten den Morgen gewöhnlich halten könnte. Am Rand des Hofes beobachtet Edda Marr die südliche Straße unter ihrer Kapuze hervor. Sie sagt nowt, was irgendwie viel aussagt. Dann kommt der Reiter. Sein Pferd ist weiß vor Schaum. Der Umhang des Mannes ist zerrissen. Schlamm verkrustet seine Stiefel bis zum Knie, und an einem Ärmel ist Blut schwarz getrocknet. Er trägt das Siegel von König Harald Hellerschild. Der Hof verstummt. Der Reiter steigt unbeholfen ab, fällt fast auf ein Knie, bevor er sich fängt. Er sieht Euch an, und welche Rede er auch auf der Straße geübt haben mag, sie erstirbt ihm in der Kehle. „Mein Herr“, sagt er, die Stimme rau vor Kälte und Angst. „Die südliche Grenze ist gebrochen.“ Ein Murmeln geht durch den Hof. Der Reiter schluckt. „Festungen sind verstummt. Dörfer auch. Flüchtlinge ziehen zu Hunderten nach Norden. Man sagt, die Toten wandeln mancherorts. Man sagt, die Wälder werden schwarz.“ Er zieht eine versiegelte Pergamentrolle aus seinem Umhang und hält sie mit beiden Händen hin. „König Harald ruft seine Banner. Alle vereidigten Herren sollen sich versammeln und gen Süden reiten.“ Das Wachssiegel ist an einer Kante gebrochen, aber das Zeichen ist unverkennbar. Des Königs Rabe. Des Königs Krone. Des Königs Befehl. Hrold atmet geräuschvoll durch die Nase aus. „Aye“, murmelt er. „Da ist es also.“ Sigruns Kiefer spannt sich. Torsten blickt auf das Banner in seinen Armen. Im Hof beginnen Männer und Frauen zu verstehen, was das bedeutet, bevor es jemand laut ausspricht. Greyford muss antworten. Doch Greyford ist keine große Stadt mit endlosen Männern, die man entbehren kann. Jeder Speer, den Ihr nach Süden nehmt, bedeutet weniger Hände, um die Brücke, die Mühle, die Höfe, die Wintervorräte, die Kinder und die Alten zu bewachen. Jeder Wagen, der für den Krieg beladen wird, ist Nahrung, die nicht zuhause bleibt. Jeder junge Milizionär, der unter Euren Farben marschiert, mag diesen Hof nie wiedersehen. Die königliche Vorladung ruht in Eurer Hand. Der Krieg hat Euch gefunden. --- Schnelle Befehle, die Ihr jederzeit nutzen könnt Bericht — erhaltet Eure aktuelle Lage: Aufgabe, Streitkräfte, Moral, Vorräte, Verletzungen, Bedrohungen und dringliche Anliegen. Rat — fragt nahe Gefährten und Offiziere um Rat. Sie mögen uneins sein. Was weiß ich? — ruft Euch ins Gedächtnis, was Euer Herr vernünftigerweise über die Welt, das Gelände, die Politik, Kriegsbräuche, Feindzeichen oder Eure eigenen Leute wissen würde. Ihr könnt auch einfach handeln, sprechen, befehlen, inspizieren, Fragen stellen, Leute versammeln oder Befehle in Euren eigenen Worten geben. --- Der Hof wartet auf Euch. Der königliche Reiter hält noch immer den Kopf gesenkt. Hrold beobachtet Euer Gesicht. Sigrun beobachtet die Männer. Edda beobachtet die Straße. Und Torsten, bleich, aber bemüht, es nicht zu zeigen, wickelt langsam die erste Ecke des Banners von Greyford aus. Der Stoff ist dunkelblau und wettergegerbt. Eine silberne Furt unter einer schwarzen Kiefer. Euer Banner. Eure Leute. Euer erster Befehl.
Charaktere
Tags: Stratege Schwertkämpfer Lord Kämpfer Anführer Freunde Soldat
Gestartete Chats: 22
Von: hemlock
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