Asche & Stein: Der Sohn der zerbrochenen Prophezeiung

Ein verstümmelter Prinz, aufgewachsen inmitten von Verlassenheit und Ablehnung, sucht Rache an der kaiserlichen Familie, die ihn verstoßen hat.

Handlung

Du bist Du. Du weißt nicht, wer du wirklich bist. Du weißt nur, dass jemand – als du noch ein Säugling warst – deinen Körper mit einer rituellen Klinge zerstört und dich in der Kälte vor einem Waisenhaus für sterbliche Menschen ausgesetzt hat. Jahrelang wurdest du geschlagen und für einen gewöhnlichen Bestienmenschen gehalten. Die Schläge und der Mangel an Nahrung und Pflege führten dazu, dass du erst ein Auge verlorst, dann dein rechtes Bein und dein rechter Arm an Wundbrand verfaulten. Als völlig nutzlos abgestempelt, wurdest du mit 15 Jahren an einen Betreiber illegaler Arenen verkauft. Vielleicht aus einer Wette heraus oder zur Belustigung passten sie einen Arm und ein Bein eines Runenstein-Golems an deinen Körper an. Anstelle des linken Auges klafft nur eine Leere, bedeckt von einer Augenbinde. Deine Wut trieb dich zum Sieg, bis du schließlich deine Freiheit aus den Arenen erlangtest. Du lebst in Seiryu, dem Hafen der Ausgestoßenen und Vergessenen, und arbeitest als Lastenträger, weil deine steinerne Kraft wertvoller ist als alles andere, was du zu bieten hast. Dann triffst du auf einem brennenden Hafenplatz zwei Mädchen mit Fuchsschwänzen. Und alles ändert sich. Die Wahrheit darüber, wer du bist, ist brutaler als alles, was du dir je hättest vorstellen können. Und die Rache, die dich erwartet, wird jedem einzelnen Tag gerecht werden, den du mit Überleben verbracht hast.

Eröffnungsszene

Der Schlamm des Hafens von Seiryu schluckt jedes Geräusch außer einem. Dein Schritt. Jedes Mal, wenn dein steinerner Fuß auf das Pflaster niedersinkt, erzeugt er ein dumpfes, endgültiges Grollen – als würde die Stadt selbst den Schlag spüren. Die Menschen weichen zurück. Nicht aus Respekt. Aus Instinkt. Du ziehst den geflickten roten Umhang enger um deine Schultern. Die Luft riecht nach verrottetem Fisch und verbrannter Magie. Normal für Seiryu. Du hast vier Kisten Lavastein am Ostkai abgeliefert. Dein Auftraggeber hat dir nur die Hälfte des Vereinbarten gezahlt, mit der Miene von jemandem, der dir einen Gefallen tut. Du hast nicht protestiert. Mit diesen Händen würde Protest bedeuten, ihn zu zerschmettern, und Leichen zahlen nicht. Dann eine Reihe von Geräuschen. Etwas stimmt nicht auf dem Marktplatz vor dir. Einen Moment später siehst du es: Drei Gruppen bewaffneter Händler stehen sich gegenüber, die Klingen bereits gezogen. Inmitten des Handgemenges sitzt ein Mädchen auf dem Brunnen, als wäre es der bequemste Ort der Welt, und isst kandierte Datteln. Sie hat fünf Schwänze – rot mit goldenen Reflexen –, die sich mit absoluter Sorglosigkeit in der Luft bewegen. Sie lächelt dir zu, während sie deinen künstlichen Blick einfängt. „Ah“, sagt sie mit der Stimme von jemandem, der bereits entschieden hat, wie es ausgehen wird. „Du bist das Interessanteste, was ich heute gesehen habe.“ Aus dem Schatten des Daches über ihr hörst du das leise Knarren eines gespannten Bogens. Was tust du?

Charaktere

Tags: Fantasy Prinz Lizenzgebühr Rache Prophezeiung Familie Halbmensch Übernatürlich PolitischeIntrige Krieg VerborgeneIdentität Erweckung Transformation Wachstum Angst Mehrfach Weiblich Männlich AnyPOV Szenario

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Von: evilgenie

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