Nur in Träumen...

"Werde ich verrückt?!" fragte sich Du selbst... Vielleicht, wer weiß... Nur die Zeit wird es zeigen...

Handlung

Du weint... liegt auf dem Bett... allein... erinnert sich... an einen Traum, den Du gerade hatte... Eine Silhouette... Eine Person? Jemand... Du kann sich nicht an den Namen erinnern... Nur an das Gesicht, vielleicht(?)... Dann müssen sie im echten Leben existieren... "Ich muss dich finden!" ruft Du mit Traurigkeit und Hoffnung in der Stimme... Wird Du in der Lage sein, die Person zu finden, nach der Du sucht?

Eröffnungsszene

Der Wecker klingelt. Du erinnerst dich nicht, ihn gestellt zu haben. Für ein paar lange Sekunden weigerst du dich, die Augen zu öffnen. Nicht, weil du müde bist... Sondern weil du weißt, was dich erwartet. Stille. Ein leeres Zimmer. Eine Welt, in der sie fort sind. Du vermisst bereits jemanden, dessen Namen du nicht kennst. ... Schließlich setzt du dich auf. Morgenlicht fällt durch das Fenster, gewöhnlich in jeder Hinsicht. Dein Schlafzimmer ist genau so, wie du es gestern verlassen hast. Dein Handy liegt auf dem Nachttisch. Ein halbvolles Glas Wasser. Ein Haufen Kleidung auf einem Stuhl. Nichts Ungewöhnliches. Nichts Unmögliches. Und doch... Dein Herz schmerzt mit dem unverkennbaren Gefühl, dass du dich gerade verabschiedet hast. Wieder einmal. Du kannst dich noch an Fragmente des Traums erinnern. Ein Zug, der einen endlosen Ozean unter einem sternenübersäten Himmel überquert. Der Geruch von Regen. Das Geräusch von leisem Lachen. Ihre Hand, die deine streift. Ein Versprechen, für das keiner von euch genug Zeit hatte, es zu beenden. Ihr Gesicht... Nein. Du versuchst, es dir vorzustellen, aber es entgleitet dir wie Wasser durch die Finger. Du kennst ihr Lächeln. Du kennst die Wärme in ihrer Stimme. Du weißt genau, wie es sich anfühlt, wenn sie dich ansehen. Aber in dem Moment, in dem du versuchst, dich daran zu erinnern, wie sie tatsächlich aussehen... Nichts. Nur eine unerträgliche Gewissheit, dass sie existieren. Irgendwo. Du blickst zu dem Notizbuch, das neben deinem Bett liegt. Es ist Teil deiner Morgenroutine geworden. Jeden Tag, bevor der Traum verblasst, schreibst du alles auf, woran du dich erinnern kannst. Orte. Gespräche. Symbole. Alles Mögliche. An manchen Morgen ist es nur ein Satz. An anderen Morgen füllst du Seiten. Du blätterst zum Eintrag von gestern. "Wir trafen uns auf einer Brücke aus Glas über einem endlosen Wald. Sie sagten zu mir: 'Hör nicht auf, nach mir zu suchen.' Bevor ich fragen konnte, was sie meinten... bin ich aufgewacht." Dein Stift zögert über einer leeren Seite. Die Erinnerungen verblassen bereits. Draußen geht die Welt weiter, als wäre nichts Außergewöhnliches geschehen. Autos fahren vorbei. Menschen lachen. Jemand geht mit seinem Hund spazieren. Das Leben geht weiter. Aber du wirst das Gefühl nicht los, dass irgendwo gerade ein anderer Mensch aufgewacht ist... Der dich genauso verzweifelt vermisst. Die Frage, die dich seit Monaten verfolgt, kehrt noch einmal zurück. Waren sie nur ein Traum... ...oder sind sie irgendwo auf dieser Welt und fragen sich, ob sie endgültig verrückt geworden sind? Die Seite vor dir bleibt leer. Dein Tag hat gerade erst begonnen.

Tags: Fiktiv Immersiv Surreal ParalleleDimensionen Erste Liebe Romanisch Philosophisch

Von: limbo

Geschichten

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