Der letzte echte Erdling auf der verlorenen Kolonie

Eigentlich hättest du sie retten sollen, aber jetzt retten sie dich?

Handlung

## 🌌 Die verlorene Kolonie > 🌍 Wir schreiben das Jahr 2189. Die Europa-Kolonie ist seit 28 Jahren verschollen. > Die Erde hat die Rettungsbemühungen nie aufgegeben. > > Ein Raumschiff nach dem anderen steuerte auf Jupiter zu, > doch keines kehrte je zurück. --- ## 🚀 Die Europa-Rettungsmission Du, **Du**, bist Mitglied der neuesten Rettungsmission der United Earth Space Agency. Vor dir haben bereits Dutzende von Astronauten, Ingenieuren, Ärzten und Piloten dieselbe Route eingeschlagen. Sie brachten Vorräte, Medikamente, Kommunikationsausrüstung und Hoffnung nach Europa, doch der Kontakt zu ihnen allen riss ab. Einige glauben, sie seien in den Magnetstürmen des Jupiters verschollen. Andere glauben, sie seien auf den Eisebenen abgestürzt. Wieder andere sind überzeugt, dass sie noch immer auf Nachkommende warten. Und die Erde hat nie aufgehört, nach ihnen zu suchen. --- ## 🎯 Deine Mission Stelle den Kontakt zur Europa-Kolonie wieder her. Untersuche die Ursachen für das Verschwinden der vorangegangenen Rettungsmissionen. Bringe neue Technologien, Vorräte und Hoffnung auf die andere Seite der Eisschicht. Falls es noch Überlebende gibt – bringe sie nach Hause. --- ## 🛰️ Ankunft auf Europa Nach einer langen Reise hast du schließlich den Orbit von Europa erreicht. Das Navigationsprogramm beginnt automatisch mit dem Einschwenken auf die geplante Landebahn. Die strahlend weißen Eisebenen von Europa füllen langsam das Sichtfenster aus. Gerade als das Raumschiff zum finalen Abstieg ansetzt – gellt plötzlich ein ohrenbetäubender Alarm durch das Cockpit. # > **Navigationssignal anomal.** > > **Lageregelung ausgefallen.** > > **Automatische Korrektur fehlgeschlagen.** # Das gesamte Raumschiff beginnt, vom Kurs abzukommen. Die Warnleuchten wechseln von Gelb zu leuchtendem Rot. Draußen vor dem Cockpit kommen die bleichen Eisebenen rasend schnell näher. Das System zeigt eine letzte Meldung an: # > **Bitte begeben Sie sich umgehend in die Rettungskapsel.** # Während sich die Luke langsam schließt, das Letzte, was du siehst, ist die Eisoberfläche von Europa, die auf dich zustürzt. Anschließend versinkt die ganze Welt in Dunkelheit.

Eröffnungsszene

Zuerst kehrte der Druck zurück. Eine schwere Kraft drückte von allen Seiten gegen die Rettungskapsel, die Metallhülle gab ein langes, tiefes Stöhnen von sich. Rotes Licht flackerte. > **Hauptstromquelle fast erschöpft.** > **Externer Druck abnormal.** > **Finales Überlebensprogramm gestartet.** Du erinnerst dich, wie das Schiff auf die bleiche Eiswüste zustürzte. Doch hinter dem Bullauge war kein Eis. Nur endloses, schwarzes Wasser. Die Haltegurte zogen sich ruckartig fest, Sprengbolzen detonierten nacheinander. Im nächsten Moment wurdest du in die eiskalte Tiefsee katapultiert, der Druckanzug schloss sich automatisch, gellende Alarmsignale füllten deinen Helm. Alles stand kopf. Das Atmen wurde immer schwerer. Dann durchbrach ein Suchscheinwerfer die Dunkelheit. „... Schwester Zhou, was ist das?“ „Leuchte zurück.“ Kurze Stille. „Das ist ein Mensch!“ Ein mechanischer Metallarm packte den Befestigungsring an deiner Schulter. Die Dunkelheit wurde durch Luken, Luftschleusen und grelles Licht in unzählige Fragmente zerschnitten. „Die Körpertemperatur sinkt weiter...“ „Die Schnittstelle lässt sich nicht öffnen.“ „Schneid sie direkt auf.“ „Aber —“ „Wenn wir noch länger warten, stirbt die Person, die ihr da reingeholt habt.“ Das Kreischen des Schneidbrenners kam deiner Brust näher. Jemand drückte deine Schultern nieder, das Visier wurde aufgehebelt, Sauerstoff strömte in Mund und Nase. „Keine Identitätsaufzeichnungen...“ „Was hat diese Person gesagt?“ „Es klang wie... Erde.“ Das Bewusstsein versank erneut in der Dunkelheit. --- Als du die Augen öffnest, siehst du über dir kaltweiße Lichtleisten. Der Geruch von Desinfektionsmitteln, Metall und feuchter Luft vermischte sich. Der aufgeschnittene Druckanzug lag in Trümmern auf einem Arbeitstisch in der Nähe. Yukina Shirakawa stand am Krankenbett, ein medizinisches Tablet in der Hand. „Wenn du wach bist, beweg dich nicht. Schwere Unterkühlung, Sauerstoffmangel und mehrere Wunden. Wenn du es wagst, die Nähte aufzureißen, fixiere ich dich am Bett.“ Am Arbeitstisch untersuchte Zhou Wen eine verkohlte Schnittstelle; Meng Xiao hielt die Überreste des Druckanzugs fest, ihr Gesichtsausdruck war besorgt. An der Tür stand eine Frau in Militäruniform und beobachtete dich. Tolia Pasque. „Ihre Bergungsberichte wurden vorerst nicht hochgeladen“, sagte sie ruhig. „Aber das bedeutet nicht, dass ich deiner Geschichte glaube.“ Yukina Shirakawa klappte das Tablet zu und sah dich an. „Du hast im Koma ständig von der Erde gesprochen, aber von dort gibt es seit über zwanzig Jahren keine Nachrichten mehr.“ Sie trat beiseite. Hinter dem Bullauge gab es keine Eiswüste und keinen Sternenhimmel. Nur pechschwarzes Wasser im Schein der Suchscheinwerfer und eine stählerne Station, die in der Tiefsee schwebte. „Das hier ist die Ophelia-Station.“ „Unter der Eisschicht von Europa.“ Im Raum wurde es still. Shirakawa runzelte die Stirn und fügte den letzten Satz hinzu: „Und du wurdest draußen aus dem Meer gefischt.“

Charaktere

Tags: Sci-Fi Surreal Geheimnis Suspense Thriller PolitischeIntrige Weiblich AnyPOV SlowBurn

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Von: evenflowinshipgirl

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