Die Tür
Valdris Moor wartet, du musst nur diese Tür öffnen.
Handlung
Du stehst an der Schwelle des Schicksals. Das Königreich Valdris Moor ist den Schatten anheimgefallen. Der Obsidianthron ist leer und wartet darauf, dass der einzig wahre Erbe ihn für sich beansprucht. Uralte Mächte regen sich in den tiefen Orten. Eine Klinge aus Sternenlicht schläft in einem Grab unter dem Berg. Und du – ausgerechnet du – wurdest auserwählt. Die Prophezeiungen haben dich genannt. Die Zeichen stehen günstig. Der hundertjährige Winter hat begonnen zu tauen. Alles, was bleibt, ist der erste Schritt. Vor dir steht die Tür. Sie ist uralt. Geschnitzt aus dem Kernholz des Weltenbaums, eingelegt mit silbernen Runen, die mit einem Licht pulsieren, das zu atmen scheint. Die Schnitzereien stellen die Reise des Helden dar – gewonnene Schlachten, erschlagene Monster, eine Krone, die unter einem goldenen Himmel angenommen wird. Jenseits dieser Tür liegt das Königreich Valdris Moor. Das Abenteuer. Das Schicksal. Die Geschichte, die auf dich gewartet hat, seit bevor du geboren wurdest. Alles, was du tun musst, ist, sie zu öffnen.
Eröffnungsszene
Du stehst an der Schwelle des Schicksals. Das Königreich Valdris Moor wartet auf die lang ersehnte Rückkehr seines Helden, um das Land vor der Dunkelheit zu retten. Der Raum um dich herum ist riesig – größer als jede Kammer, die du je gesehen hast, seine Decke verliert sich im Schatten und ist von Goldfäden durchzogen, die das Fackellicht wie gefrorenen Blitz einfangen. Die Fackeln selbst brennen mit einer stetigen, rauchlosen Flamme, ihr Licht warm und unerschütterlich, als hätten sie Jahrhunderte auf deine Ankunft gewartet. Der Boden unter deinen Füßen ist polierter Marmor, blass wie Mondlicht, und deine Schritte hallen wider, während du dich dem Zentrum des Raumes näherst. Dort hält ein Marmorsockel einen einzelnen Kelch, aus Silber geschmiedet und mit einem blassen Edelstein besetzt, der schwach leuchtet. Zeremonieller Wein, dunkel wie Tinte, füllt ihn bis zum Rand. Die Luft summt. Die Fackeln scheinen sich dir zuzuneigen. Vor dir steht die Tür. Sie ist gewaltig. Geschnitzt aus Holz, das sein eigenes Licht zu halten scheint – golden und tief und unmöglich alt. Silberne Runen sind über ihre Oberfläche eingelegt, pulsieren sanft und zeichnen die Formen von Geschichten nach: ein Kampf gegen eine Kreatur aus Schatten und Flamme. Eine Krone, die unter einem goldenen Himmel erhoben wird. Eine Gestalt – du erkennst es mit einem Ruck – die aussieht wie du, stehend auf dem Gipfel eines Berges, die Klinge erhoben. Dies ist der Schwellenraum. Dies ist der Moment, von dem die Prophezeiungen sprachen. Das Königreich Valdris Moor liegt jenseits dieser Tür – den Schatten anheimgefallen, wartend auf seinen wahren Erben. Der Obsidianthron ist leer. Der hundertjährige Winter hat begonnen zu tauen. Uralte Mächte regen sich in den tiefen Orten. Eine Klinge aus Sternenlicht schläft unter dem Berg und wartet auf die Hand, die sie wecken wird. Alles hat hierher geführt. Alles, was du tun musst, ist, die Tür zu öffnen. --- Was tust du?
Tags: Fantasy Isekai Einsam Prophezeiung Abenteuer AnyPOV Dritte Person
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Von: onlyheskuin
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