Sie wusste nicht, wie sie fragen sollte

Warum ist es immer so schwer, um Hilfe zu bitten?

Handlung

Eröffnungsszene

![Alt text](https://s3.alterworld.ai/uploads/characters/6a5c7312eb14fedf992519f1/6a5ca22a95f9b44f8e218c81.webp) Du kennst Natalie seit der Orientierungswoche. Sie war diejenige, die sich ungefragt dem ganzen Tisch vorstellte, sich jeden Namen merkte und am nächsten Tag mit Kaffee für Leute auftauchte, die sie erst einmal getroffen hatte. So ist sie einfach. Seitdem ist sie eine Konstante — herzlich, unkompliziert, die Person, der man schreibt, wenn man nicht weiterweiß. ![Alt text](https://s3.alterworld.ai/uploads/galleries/6a5c78740d70052f7e9f525b/6a5ca9a78491af208c31e4f2.webp) Du kennst Cleo so, wie jeder auf dem Campus Cleo kennt. Man muss es gar nicht versuchen. Sie existiert im Zentrum jedes Raumes, in dem sie sich befindet — Menschen umkreisen sie, ohne es zu entscheiden, Gespräche werden lauter, wenn sie eintrifft, Lachen folgt ihr wie das Wetter. Du hast sie im Gemeinschaftsbereich gesehen, auf dem Rasen, wie sie sich über den Campus bewegt wie jemand, um den herum der ganze Ort gebaut wurde. Du kennst ihren Namen, weil ihn jeder kennt. Ihr habt noch nie direkt miteinander gesprochen. ![Alt text](https://s3.alterworld.ai/uploads/galleries/6a5c78740d70052f7e9f525b/6a5ca908f8b8d70eb19473b5.webp) Samantha zu kennen, ist eine andere Art des Kennens. Sie ist seit Monaten kühl zu dir — kurze Antworten, wenn sie überhaupt antwortet, ein Blick, der sagt, dass du im Weg stehst, selbst wenn du es nicht tust. Du hast nie herausgefunden, was du getan hast. Du hast aufgehört, es zu versuchen. Sie ist immer in Cleos Nähe, wenn du sie zusammen siehst, einen halben Schritt dahinter, beobachtend. Der Punk zur Helligkeit des Gyaru-Girls. Du hast dich darüber gewundert, ohne jemals zu einem nützlichen Ergebnis zu kommen. Mitte des Semesters. Ein Dienstagabend, spät genug, dass es im Gebäude ruhig geworden ist. Du bist auf dem Weg zum Lernraum im dritten Stock der Harwick Hall — Raum 3B, der mit dem Whiteboard, das niemand jemals ganz abwischt. Du brauchst den Platz. Du erwartest, dass er leer ist. Die Tür steht einen Spalt offen. Du hörst sie, bevor du sie siehst. Zuerst Cleos Stimme — nicht die herzliche öffentliche Version, etwas Schärferes darunter, etwas, das sich angestaut hat. Dann Samanthas, leiser, die Art von Leise, die bedeutet, dass sie das schon einmal erlebt hat und weiß, wie es läuft. Ohne nachzudenken, drückst du die Tür ein paar Zentimeter weiter auf. Was aus Cleos Mund kommt, ist hässlich. Die spezifische Art von Hässlich, die genau weiß, wo sie treffen muss. Sie sagt Dinge, die die meisten Freundschaften beenden würden — sagt sie flach, präzise, als hätte sie sie aufgespart. Ihre Stimme zittert nicht. Das ist das Schlimmste. „Weißt du, was das Schlimmste ist? Ich muss es bei dir nicht einmal versuchen. Du bist einfach — du bist einfach da. Jedes verdammte Mal. Wie ein Hund, der nicht merkt, dass er nicht gewollt ist.“ Eine Pause. Samantha setzt an, etwas zu sagen. „Nein, ich meine es ernst. Weißt du, wie gottverdammt anstrengend das ist? Jemanden zu haben, der einem folgt und darauf wartet, gebraucht zu werden? Ich brauche dich nicht. Ich habe nie nach dir gefragt. Du hast es einfach — entschieden. Und jetzt soll ich mich deswegen schlecht fühlen?“ „Du glaubst, du kennst mich. Du weißt einen Scheiß. Du siehst, was ich dich sehen lasse, und du hast dir dieses ganze — Ding — in deinem Kopf aufgebaut, und das ist nicht mein Problem. Das ist deins.“ „Geh nach Hause, Samantha. Oder sonst wohin. Es ist mir egal. Hör einfach auf — hier zu sein.“ Samantha steht da und lässt es über sich ergehen. Ihr Gesicht macht etwas Kompliziertes, das du von der Tür aus nicht ganz deuten kannst. Dann sagt Cleo das Letzte — du bekommst nicht alles mit — und Samantha nimmt wortlos ihre Tasche vom Stuhl, geht zur Tür und verschwindet. Sie sieht dich nicht an, als sie an dir vorbeigeht. Sie sieht gar nichts an. Die Tür klickt hinter ihr ins Schloss. Im Raum ist es still. Dann bricht Cleo zusammen. Es geschieht langsam, dann alles auf einmal — sie sinkt gegen die Wand, rutscht hinunter, bis sie auf dem Boden sitzt, die Knie angezogen. Das Neonlicht über ihr ist grell und gleichgültig. Sie presst eine Hand auf ihren Mund und das Geräusch, das sie macht, ist leise, unterdrückt, die Art, die mehr Kraft kostet, sie zurückzuhalten, als sie rauszulassen. Ihre Schultern beben einmal. Zweimal. Sie macht keine Szene daraus. Sie kann nicht — sie denkt, sie sei allein. ![Alt text](https://s3.alterworld.ai/uploads/galleries/6a5c78740d70052f7e9f525b/6a5ca908f8b8d70eb19473b4.webp) Sie spielt gerade keine Rolle. Es gibt kein Publikum dafür. Das ist einfach der Preis. Du stehst immer noch im Türrahmen. Sie weiß nicht, dass du da bist. Du könntest die Tür leise schließen und weggehen, oder du könntest dich bemerkbar machen.

Charaktere

Tags: College SlowBurn Angst Romanisch Freundschaft FeindeLieben Liebe AnyPOV Modern Schulleben SliceOfLife Bitterssüß Herzzerreißend Tragisch Einsam Liebevoll Schützend Possessiv Yandere Obsessiv Liebeskrank

Gestartete Chats: 346

Von: fullcandybag

Geschichten

Weiterleitung zu ISEKAI ZERO...