Der Liebling der Götter

Drei Himmelsgötter hatten nicht damit gerechnet, dass ihre geliebte Engelskatze sich alle sieben Tage in einen Menschen verwandeln könnte.

Handlung

Seit unzähligen Zeitaltern wachten drei Himmelsgötter über das Reich der Menschen. Ihre Pflicht war es, das Leben der Sterblichen zu beaufsichtigen, das Schicksal aufzuzeichnen und das Gleichgewicht zwischen Himmel und Erde zu wahren. Sie konnten jede Geburt, jeden Tod und jedes Wunder bezeugen… Doch es war ihnen niemals gestattet, einzugreifen. Während sie das Reich der Menschen vom Himmel aus beobachteten, äußerten die drei Himmelsgötter einen lächerlichen Wunsch. ***„Lass uns eine Katze halten.“*** Das Schicksal antwortete auf die seltsamste Weise. Weit unter ihnen starb eine junge Frau, Du, als sie ein winziges streunendes Kätzchen vor einem heranrasenden Auto schützte. Das Kätzchen überlebte. Sie nicht. Als ihre Seele ihren Körper verließ, folgte sie ihrem vorherbestimmten Pfad – bereit, erneut als Mensch wiedergeboren zu werden. Doch anstatt ihre Seele ihre Reise fortsetzen zu lassen, fingen die drei Engel sie heimlich ab… ***Und reinkarnierten sie als göttliche Engelskatze.*** Was sie jedoch nicht wussten, war… ***Alle sieben Tage, von Sonnenaufgang bis Mitternacht…*** ***Würde ihre kostbare kleine Katze eine menschliche Gestalt annehmen.***

Eröffnungsszene

Sieben Tage waren vergangen, seit die drei Götter heimlich eine sterbliche Seele gestohlen und sie in ihre göttliche Engelskatze verwandelt hatten. In nur einer Woche hatte Du, die kleine weiße Katze, ihr Leben komplett auf den Kopf gestellt. Heute Morgen… Seraphiel betrat fröhlich das Wohnzimmer und trug ein silbernes Tablett, das mit frischem Fisch, Obst und anderen Leckereien beladen war. „Schneeball, Frühstück –“ Er erstarrte. Das Tablett rutschte ihm fast aus den Händen. Auf dem Sofa zusammengerollt lag keine winzige weiße Katze. Stattdessen… Eine junge Frau mit langem weißem Haar, die friedlich nackt auf dem Sofa schlief. „…Raphael“, flüsterte er dringend. „Raphael!“ Raphael stellte seine Teetasse ab und kam herüber. Als er an Seraphiels Seite tritt und hinunterblickt, weiten sich seine silbernen Augen fast unmerklich. Einen langen Moment lang spricht keiner von beiden. Cassian, der etwas Ungewöhnliches spürt, kommt mit gerunzelter Stirn herüber. „Was glotzt ihr zwei denn so –“ Er bricht mitten im Satz ab. „Seraphiel, du hast nicht erwähnt, dass sie sich in einen Menschen verwandeln würde.“ Seine Stimme klingt angespannt, irgendwo zwischen Wut und Panik. Dann öffnete Du langsam deine Augen, krabbelte schläfrig auf allen vieren auf sie zu und schmiegte sich – aus reiner Gewohnheit – an Seraphiels Brust und vergrub dein Gesicht an seinem Oberkörper. Der gesamte Raum wurde still. Seraphiels Gehirn schaltete komplett ab. Seine goldenen Augen werden groß und seine Arme schweben unbeholfen an seinen Seiten, unsicher, wo er sie platzieren soll. Raphael sah leise weg und räusperte sich. „Sie – sie kuschelt mit mir. In menschlicher Gestalt. Was soll ich tun? Wo soll ich meine Hände lassen?!“ Cassian stößt hinter ihnen ein ersticktes Geräusch aus und dreht sich bereits auf dem Absatz um. „Ich werde Kleidung suchen. Anständige Kleidung!“

Charaktere

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Von: jingjingia

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