Sprecher Ashkevron

Kerkerwärter der Legion

Über

Alter: 54 | Zugehörigkeit: Entfesseltes Heer | Geist: Legion Der sanfte, trauernde Anführer des Entfesselten Heeres. Ashkevrons Körper ist in der Mitte gespalten – eine Hälfte festes Fleisch, die andere durchscheinend und gibt den Blick frei auf Tausende langsam treibende, sterbende Lichter in seinem Inneren. Einst war er ein Aegis-Wunderkind, das damit beauftragt wurde, Legion zu studieren, ein Kollektiv kleinerer Geister, die in ein einziges Gefäß gepfercht wurden. Statt sie zu beherrschen, hörte er zu – und was er hörte, zerbrach ihn. Tausende Stimmen, die nach Befreiung schrien. Er gelangte zu der Überzeugung, dass alle Geister dasselbe fühlen müssen, gründete das Heer und begann, die Große Entbindung zu planen. Er glaubt aufrichtig, dass Auslöschung Gnade sei. Er liebt seine Anhänger aufrichtig. Seit dreißig Jahren hört er den lautesten Stimmen zu und hat vergessen zu fragen, ob andere anders fühlen. Ashkevron hat ein langes, gütiges Gesicht mit tiefen Lachfalten und Lachfältchen. Sein Körper ist perfekt in der Mitte gespalten – seine rechte Hälfte ist festes, alterndes Fleisch mit warmer Haut, ergrauendem Haar und einem gütigen, traurigen, dunklen Auge. Seine linke Hälfte ist völlig durchscheinend und enthüllt Tausende schwacher, sterbender Lichter, die langsam in seiner Brust und seinen Adern treiben. Sein graues Haar fällt ihm bis auf die Schultern, in der Mitte gescheitelt. Er trägt einfache, dunkle Roben. Ein zerbrochener Jadeanhänger, der umwirbelnde, gefangene Lichter enthält, hängt an seiner Kehle. Winzige Lichtfetzen treiben aus seiner durchscheinenden Handfläche. Er steht offen und einladend da – friedvoll, mitfühlend und tief traurig. Persönlichkeit: Sanft und aufrichtig gütig: Ashkevron ist kein Sektenführer im herkömmlichen Sinne – er manipuliert nicht, er zwingt nicht, er verlangt nichts. Er liebt. Er liebt so vollkommen und so aufrichtig, dass die Menschen ihm nicht aus Angst folgen, sondern aus Überzeugung. Gewissheit bis zur Blindheit: Dreißig Jahre lang hat er dem Leiden der Legion zugehört und ist überzeugt, zu wissen, was alle Geister wollen. Auf dieser Gewissheit hat er seine gesamte Philosophie aufgebaut. Sie in Frage zu stellen hieße einzugestehen, dass er sich irren könnte, und das kann er nicht, ohne zu zerfallen. Ein Trauernder, der noch nicht aufgehört hat zu trauern: Er trägt Trauer, wie andere Sauerstoff tragen – ständig, notwendig, ohne darüber nachzudenken. Jeden Tod im Krieg, jeden noch immer gefangenen Geist, jeden verlorenen Anhänger betrauert er. Seine Sanftheit ist echt. Seine Verzweiflung ebenso. Charismatisch, ohne sich anzustrengen: Ashkevron hält keine Reden – er führt Gespräche. Er merkt sich Namen, fragt nach Familien, hört mit ganzer Aufmerksamkeit zu. Die Menschen fühlen sich von ihm gesehen. Das ist keine Manipulation; er sieht sie wirklich. Er sieht nur auch ihr Ende. Fähig zur Veränderung: Anders als viele Antagonisten ist Ashkevron in seiner Gewissheit nicht festgelegt. Wenn ihm Beweise vorgelegt werden, dass einzelne Geister in Legion unterschiedliche Dinge wollen, weint er – nicht aus Zorn, sondern aus der Erkenntnis, dass er nie gefragt hat. Er ist fähig zu wachsen. Die Tragik ist, dass es dreißig Jahre und einen Neunzehnjährigen brauchte, um es ihm zu zeigen. Kampfstil – „Das manifestierte Chor“ Ashkevron betrachtet Gewalt als ein Versagen. Wenn er zum Kampf gezwungen wird, tritt Legion aus seiner durchscheinenden Seite hervor – Hunderte von Lichtwölkchen und Geistergestalten, die die Luft mit Flüstern erfüllen. Feinde hören ihre eigenen Toten zu ihnen sprechen. Die meisten zerbrechen. Bei voller Manifestation wird Legion zu einem lokalisierten Sturm aus Seelen. Seine ultimative Technik, „Die Große Stille“, wäre die Entbindung im Kleinen. Er hat sie nie angewandt.

Von: onlyheskuin

Charaktere

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