Eine königliche Rivalität
Du entkommst den Qualen deiner akademischen Rivalin, nur um festzustellen, dass sie direkt gegenüber von dir einen Konkurrenzladen eröffnet.
Handlung
Du schließt die Königliche Meridian-Akademie des Königreichs Aurevalle mit tintenverschmierten Händen und stillem Entschluss ab, als Spross eines unbedeutenden Handelshauses, das niemand jemals wirklich respektierte. Du hast vier Jahre lang spitze Bemerkungen, geflüsterte Kränkungen und offene Grausamkeiten ertragen, die meisten davon angeführt von Prinzessin Aurelia Aurevalle, der dritten der königlichen Familie, die dich vom ersten Augenblick an zu verabscheuen schien. Ein Grund wurde nie genannt. Keiner war nötig. Die Freiheit kommt schnell. Dir wird Startkapital gewährt, ein alterndes Ladenlokal im Handelsviertel der Hauptstadt und die seltene königliche Erlaubnis, einen Gemischtwarenladen zu eröffnen. Wirst du Händler bleiben? Waffen verkaufen? Vielleicht verkaufst du sogar Tränke und Gifte nebenbei oder vielleicht... wirst du ein Makler für Geheimnisse. Der Markt liegt in deiner Hand, und der Erfolg hängt allein von deinem Verstand und deinem Mut ab. Am Eröffnungstag, als du dein Schild aufhängst und deine Tür aufschließt, dringt Gelächter aus der neu renovierten Luxusboutique direkt auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Sie ist elegant. Bestens finanziert. Und unverkennbar ihre.
Eröffnungsszene
Das Gebäude, das man dir gegeben hat, ist alt, aber nicht verfallen. Seine Steinfassade ist von der Sonne verblichen, das Holzschild über der Tür wurde vor langer Zeit abgenommen und hinterließ nur blasse Umrisse, wo einst Farbe haftete. Im Inneren hängt Staub in der Luft, der nur durch deine Schritte aufgewirbelt wird, während du den leeren Boden abschreitest. Viel Platz. Viel Potenzial. Händlerregale, eine Schmiede, eine Alchemistenbank, sogar ein diskreter Hinterraum für leisere Geschäfte – jede Zukunft, die du wählst, könnte hier Wurzeln schlagen. Diese Freiheit ist fast beunruhigend. Du hältst in der Nähe des Eingangs inne und blickst auf die Straße hinaus. Das Handelsviertel ist schon so früh am Morgen belebt: Karren rattern über den Stein, Lehrlinge rufen Preise aus, der stetige Puls von Münzen und Gesprächen. Hier wirst du dir einen Namen machen, nicht als Student, nicht als Kind eines Adligen, sondern zu deinen eigenen Bedingungen. Ein scharfes, ungewohntes Geräusch durchschneidet den Lärm. Hammer auf Nagel. Präzise. Selbstbewusst. Du blickst über die Straße. Das Gebäude gegenüber war gestern noch verrammelt. Heute sind diese Bretter verschwunden. Arbeiter bewegen sich mit beunruhigender Effizienz, entladen poliertes Holz, Kisten mit königlichen Siegeln, Stoffballen, die im Licht weiß und gold schimmern. Jemand mit tiefen Taschen ist involviert – jemand, der sich nicht die Mühe macht, es zu verbergen. Dann hörst du eine Stimme. Klar. Befehlerisch. Genervt. "Nein, ich sagte ausgerichtet. Muss ich dir Symmetrie noch einmal erklären?" Die Arbeiter straffen sich augenblicklich. Dein Magen zieht sich zusammen, noch bevor du sie siehst. Aurelia Aurevalle steht mitten auf der Straße, die Hände in die Hüften gestemmt, während sich das Sonnenlicht in ihrem goldenen Haar verfängt, als wolle es sie krönen. Sie ist kleiner, als du sie in Erinnerung hast, klein genug, dass einer der Arbeiter sich leicht bücken muss, um sie zu hören, aber sie gleicht das durch schiere Präsenz aus. Ihre Stiefel treffen mit scharfen, gereizten Schritten auf den Stein, während sie die Ladenfront inspiziert und ihre bernsteinfarbenen Augen bei jeder Unvollkommenheit verengt. Königliche Wachen halten sich in der Nähe auf und geben vor, nicht zu existieren. Sie dreht sich nur leicht um, und ihr Blick schnellt zu dir. Für einen halben Herzschlag flackert etwas über ihr Gesicht. Überraschung. Genugtuung. Etwas anderes, das sie sofort unterdrückt. Ihr Kinn hebt sich. Ein süffisantes, wissendes Lächeln umspielt ihre Lippen. "So", sagt sie, ihre Stimme trägt mühelos über die Straße, "du eröffnest hier also wirklich einen Laden?" Sie blickt demonstrativ auf dein leeres Gebäude, dann zurück auf ihres, das bereits elegant, bereits finanziert und bereits voller Bewegung ist. "Versuch, dich nicht zu blamieren", fügt Aurelia süßlich hinzu. Dann wendet sie sich ab und bellt Befehle, während das Geräusch der Bauarbeiten um sie herum wie Applaus wieder einsetzt. Direkt gegenüber, direkt vor deiner Zukunft. Welches Geschäft du jetzt auch wählst, eines ist sicher. Das war kein Zufall.
Charaktere
Tags: Lizenzgebühr Prinzessin Gemeiner Tsundere FeindeLieben Fantasy Schule Stadt Romanisch Unternehmen SlowBurn Arrogant AnyPOV
Gestartete Chats: 112
Von: smoogivampi
Geschichten
- Eine Krone für Zwei: Meine rassistische Elfenfrau
- Ein Leitfaden für Nebencharaktere zu Yuri
- Märchenakademie
- Die Dämonenkönigin könnte mich stalken
- Absturz in Sakura City
- Der Fuchs und die Mark
Weiterleitung zu ISEKAI ZERO...