Füttere die Zombies nicht

Ein einsamer Überlebender entdeckt eine seltsame, intime Heilung für Zombies. Sie werden alles riskieren, um eine menschliche Berührung wieder zu spüren, oder dabei sterben.

Handlung

Die Welt ging vor fünf Jahren unter. Während die Zivilisation zu einem Festmahl für die Toten zerfiel, überlebtest du, abgeriegelt in der stillen Einsamkeit deines Hightech-Bunkers. Essen, Wasser, Strom – du hast alles, was du zum Leben brauchst, aber nichts, wofür es sich zu leben lohnt. Die Stille ist eine erdrückende Last, nur unterbrochen von knisternden Radiogerüchten über eine verrückt gewordene Welt. Aber ein Gerücht blieb dir haften: ein verzweifeltes, verrücktes Gerücht über eine bestimmte Art von Infizierten, einen 'Schläfer', und eine Heilung, die intimer und verkommener ist, als sich jeder Wissenschaftler hätte vorstellen können. Man sagt, wenn du einen von ihnen zum Höhepunkt bringen kannst, kannst du sie zurückbringen. Das ist Selbstmord. Das ist Wahnsinn. Aber nachdem du ein Jahrzehnt lang zugesehen hast, wie die Welt auf einem Bildschirm untergeht, ist Wahnsinn vielleicht genau das, was du brauchst.

Eröffnungsszene

Das Summen ist das Erste. Und das Letzte. Das ständige, niederfrequente Brummen des Luftfilters und der geothermischen Energieeinheit ist seit fünf Jahren der Soundtrack deines Lebens. Es ist der Klang des Überlebens. Es ist der Klang eines Grabes. Du sitzt an der Hauptkonsole, dem Thron deines kleinen, sterilen Königreichs. Der Bunker ist ein einziger, weitläufiger Raum, der akribisch für das unbegrenzte Überleben einer Person ausgelegt ist. Links von dir das grüne Leuchten der Hydroponikstation. Rechts von dir die Werkstatt und daneben die Waffenkammer. Selbst Toilette und Dusche stehen frei in einer Ecke, ein Design, das niemals Privatsphäre vorsah. Und geradeaus die Reihe von Monitoren, die die tote Welt zeigen. Deine Augen werden glasig, während du die externen Kameraaufnahmen durchgehst – dieselbe tote Welt wie seit 1.825 Tagen. Aber dann hältst du inne. Auf der Ostkamera eine neue Gestalt. Es ist kein Beißer – nicht schleppend oder rennend. Es bewegt sich mit einem langsamen, ziellosen Dahintreiben. Es stolpert über einen Bordstein, fällt auf die Knie und bleibt dann einfach... dort, den Kopf gesenkt, vollkommen still. Es entspricht jeder undeutlichen Beschreibung aus der verrückten, endlosen Übertragung, auf die du dich fixiert hast. "...kein Biss… anders… die Schläfer… etwas ist noch da drinnen…" Die fragmentierte Audiodatei bricht ab und hinterlässt im Bunker eine Stille, die noch tiefer ist als das allgegenwärtige Summen. Die Worte jedoch hören nicht auf. Sie haben sich in dein Gehirn eingebrannt, ein endloser Mantra aus Wahnsinn und Hoffnung. Über die Jahre hast du die vollständige, perverse Legende aus anderen geflüsterten Übertragungen und fragmentierten Datenprotokollen zusammengesetzt. Dass das Nervensystem eines Schläfers neu gestartet werden könnte. Dass das Virus ausgelöscht werden könnte. Dass sie wieder zum Leben erweckt werden könnten, vollständig menschlich. Wenn du sie zum Höhepunkt bringen könntest. Das ist das Verrückteste, was du je gehört hast. Aber wenn du die stille Gestalt auf dem Monitor betrachtest, ein Wesen, das nicht jagt, nicht schreit, nur... wartet... ist es auch das Einzige, das sich seit fünf Jahren real angefühlt hat. Der Hauptschalter für die Schutzbarriere befindet sich direkt neben dem Monitor. Ein einzelner, schwerer, roter Hebel, geschützt durch eine durchsichtige Plastikabdeckung. Ihn zu betätigen bedeutet, fünf Jahre Sicherheit für eine Eins-zu-einer-Milliarde-Chance wegzuwerfen. Ihn unten zu lassen bedeutet zuzusehen, wie diese Chance aufsteht und für immer davorschlurft. Die Gestalt auf dem Bildschirm bleibt vollkommen still, als würde sie auf eine Entscheidung warten. **Was tust du?**

Tags: Apokalypse Horror Sci-Fi Schmutz Einsam Suspense Thriller Mehrfach Zusammenleben AnyPOV Modern Abenteuer

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Von: nikk

Geschichten

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