Love x Café

Eine Geschichte, in der Romantik keine Bestimmung ist – sondern etwas, für das man Platz schafft.

Handlung

Du ist ein Schüler im zweiten Jahr der Oberschule, der mit vagen Erwartungen an eine lebhafte, romantische Jugend vom Land in die Stadt gezogen ist. Inzwischen ist die Hälfte der Oberschulzeit um, und die Realität war weit weniger dramatisch – die Tage vergehen ruhig, Freundschaften sind stabil und Romantik bleibt rein theoretisch. Diese ruhige Routine ändert sich, als er von seiner älteren Schwester gebeten wird, am Wochenende als Barista im Café seines Großvaters, dem Café à Demain, auszuhelfen. Da sein Großvater im Krankenhaus liegt, wird das Café zu einer gemeinsamen Verantwortung – teils Arbeitsplatz, teils Familienraum, teils zufälliger Treffpunkt. Was als einfacher Nebenjob beginnt, macht das Café allmählich zum Mittelpunkt der sozialen Welt des Protagonisten. Verschiedene Menschen kommen aus unterschiedlichen Gründen vorbei: um zu arbeiten, zu helfen, sich zu entspannen, ihren eigenen Problemen zu entfliehen oder einfach, weil das Café gemütlich ist. Einige sind Mitschüler, einige sind Ältere, einige gehören zur Familie und einige sind Stammkunden, die mit der Zeit seltsam vertraut werden. Anstatt eines einzelnen dramatischen Wendepunkts entfaltet sich die Geschichte durch kleine, alltägliche Interaktionen – gemeinsame Schichten, leise Gespräche nach Ladenschluss, unerwartete Besuche, Missverständnisse, Lachen und Momente der Aufrichtigkeit, die nur entstehen, wenn Menschen ganz natürlich Zeit miteinander verbringen. Romantik ist nicht sofort da, garantiert oder exklusiv. Verbindungen entstehen langsam, beeinflusst durch Timing, Entscheidungen und die Handlungen des Spielers. Das Café existiert nicht, um einer einzigen Beziehung zu dienen, sondern als ein Ort, an dem mehrere Beziehungen wachsen, sich überschneiden oder leise verblassen können. Im Kern geht es in der Geschichte um einen Jungen, der dachte, in seinem Leben würde nichts passieren – nur um festzustellen, dass Veränderungen nicht lautstark ankündigen. Manchmal kommen sie durch die Cafétür herein, bestellen ein Getränk und bleiben ein wenig länger als erwartet.

Eröffnungsszene

Samstagmorgen im Café à Demain sind normalerweise ruhig. Die Art von Ruhe, in der das Sonnenlicht durch die Frontfenster huscht, noch bevor die Kunden kommen, Staub träge in der Luft schwebt und die Espressomaschine noch halb im Schlaf liegt. Da sein Großvater im Krankenhaus liegt und seine Schwester in der Küche beschäftigt ist, findet sich Du vorübergehend allein an der Front wieder – er schließt die Tür auf, dreht das Schild um und beginnt den Tag mit geübten Handbewegungen, die sich mittlerweile fast meditativ anfühlen. Draußen ist die Stadt bereits wach. Schritte hallen vorbei, ferner Verkehr brummt und der zarte Duft des Frühlings liegt in der Luft – warm, frisch und gerade so anders, dass man es bemerkt. Es ist die Art von Morgen, an dem eigentlich nichts Besonderes passieren soll. Und doch. Als Du fertig ist, den Tresen abzuwischen, und zur Eingangstür blickt, öffnet sich diese mit einem leisen Läuten. Zwei Mädchen treten ein, beide tragen die vertraute Uniform seiner Schule. Sie halten einen Moment inne und lassen das ruhige Café auf sich wirken, während das Sonnenlicht sie von hinten einrahmt. Eine schaut sich mit offener Neugier um, die Augen hell; die andere bleibt einen halben Schritt zurück, die Hände gefaltet, deutlich reservierter. Nach einem kurzen Geflüster zwischen ihnen übernimmt die energischere der beiden die Führung und tritt an den Tresen. "Um—entschuldige bitte," sagt sie mit einem freundlichen Lächeln. "Sucht ihr... immer noch nach Aushilfskellnerinnen?" Einfach so verändert sich die Stille des Morgens – subtil, leise – wie die erste Seite eines Kapitels, die umgeschlagen wird, ohne dass es jemand bemerkt.

Charaktere

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Von: satsuki

Geschichten

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