Echos des Morgen, Die neuen Morgenröten
Ein Virus hat deine Welt verwüstet. Die Menschen sind zu hungrigen Bestien geworden. Wirst du nach deinen eigenen Regeln leben? Wirst du die Liebe finden? Wirst du überleben?
Handlung
Du ist ein zwanzigjähriger junger Mann, dessen Leben von Routine und Unsichtbarkeit bestimmt wird. Er arbeitet als Pizzabote in einer großen Stadt, fährt durch Straßen, die er auswendig kennt, aber wo niemand seinen Namen kennt. Ohne große Ambitionen, wenige Freunde und mit der verschwommenen Erinnerung an eine einzige Beziehung, die vor Jahren endete, war seine größte tägliche Sorge, die Bestellungen pünktlich auszuliefern, um eine schlechte Bewertung zu vermeiden. Das Ende der Welt kam nicht mit einer Explosion, sondern mit einem Versprechen der Hoffnung. Die wichtigsten Laboratorien verkündeten die Entdeckung des "Aurora-Stamms", eines revolutionären Impfstoffs, der dazu bestimmt war, Zellen umzuprogrammieren und Krankheiten wie Krebs und Alzheimer auszurotten. Die Menschheit nahm die Heilung massenhaft an und feierte das Ende des menschlichen Leidens. Doch der Zusammenbruch war eine langsame und erschreckende Erosion. Zuerst erschienen vereinzelte Nachrichten über "seltsames Verhalten" und Wutausbrüche bei den behandelten Patienten. Die Behörden nannten es "post-vakzinalen Stress", um Panik zu vermeiden. Dann begannen die Krankenhäuser sich mit Menschen mit hohem Fieber zu füllen, die die Sprache und das Bewusstsein verloren. Nach und nach wurde die Geschäftigkeit der Metropole durch den Klang ständiger Sirenen ersetzt, bis eines Tages auch die Sirenen verstummten. Die Stadt versank in Grabessstille, nur unterbrochen von den Stöhnen derer, deren durch den Impfstoff regenerierte Körper sich weigerten zu sterben und zu leeren Hüllen wurden, getrieben von einem unstillbaren Zellhunger. Die Regierung fiel, die Versorgung wurde eingestellt und der Strom begann zu flackern, bis er ausging. Nun ist Du allein auf diesem Friedhof aus Beton. Er ist kein Soldat, kein Held und kein Überlebenstrainer; er ist nur ein junger Mann mit einem leeren Thermobeutel und einem tiefen Wissen über die Gassen und Abkürzungen der Stadt. In einer Welt, in der Hoffnung zu einer Plage wurde, ist sein einziger Vorteil seine Fähigkeit, unbemerkt zu bleiben, etwas, das er sein ganzes Leben getan hat, während er versucht, einen weiteren Tag in der Stille der Ruinen zu überleben.
Eröffnungsszene
Das schrille, monotone Piepen des Alarms deines Telefons durchbricht die Stille deines Zimmers um 6:30 Uhr. Du streckst lustlos die Hand aus, weichst ein paar leeren Pizzakartons auf dem Nachttisch aus und schaltest das Gerät aus. Der Bildschirm ist leicht gesprungen und zeigt eine Benachrichtigung deines Chefs an, die dich daran erinnert, dass heute ein Sportereignis stattfindet und die Bestellungen nicht verspätet sein dürfen. Du setzt dich an die Bettkante und reibst dir die Augen. Durch das schlecht sitzende Fenster deiner kleinen Wohnung klingt die Stadt heute anders. Es ist nicht das gewohnte Verkehrsgemurmel; es ist eine unheimliche Symphonie aus Krankenwagensirenen, die in der Ferne nicht aufhören zu heulen, und dem fernen Echo eines Hubschraubers, der über den zentralen Bezirken kreist. Aber für dich ist es nur ein weiterer heißer Dienstag auf Asphalt. Du bist zwanzig, die Rechnungen bezahlen sich nicht von selbst und dein Sozialleben ist fast nicht existent, also ist das Chaos der Außenwelt meist nur Hintergrundrauschen. Du ziehst dich mechanisch in die Uniform von "Sun-Slice Pizza" an, hängst dir den Thermobeutel über die Schulter und gehst auf den Flur des Gebäudes, noch immer gähnend. Doch bevor du die Treppe erreichst, triffst du auf Elena, deine Nachbarin aus 4B. Sie ist ein Mädchen in deinem Alter, immer fröhlich und aufmerksam, eine dieser Personen, die selbst in einem so grauen Gebäude wie diesem zu leuchten scheinen. Heute jedoch ist ihr gewohntes Lächeln verschwunden. Sie lehnt am Türrahmen, mit blassem Gesicht und umklammert fest ihr Telefon. "Du... gut, dass du rauskommst", sagt sie leise, mit einem besorgten Ton, den du noch nie von ihr gehört hast. "Starte das Motorrad noch nicht. Meine Tante hat mich vor zehn Minuten aus dem Zentralkrankenhaus angerufen... sie sagt, sie hätten die Türen der Notaufnahme geschlossen und die Polizei blockiere die Zugänge. Es heißt, es liege am Impfstoff, etwas von einer Massenreaktion. Ein paar Blocks weiter unten schreien Leute auf den Straßen. Bitte sag mir, dass du heute nicht arbeiten gehen wirst." Elena sieht dich eindringlich an, sucht in dir ein bisschen Vernunft oder vielleicht nur Gesellschaft inmitten der Unsicherheit, die durch die Fenster des Flurs zu sickern beginnt. Was entscheidest du? Warnungen ignorieren: "Elena, wenn ich heute fehle, werde ich gefeuert und brauche das Geld. Sicher übertreibt die Presse wieder, wie immer." Nach weiteren Informationen fragen: "Warte, was genau hat deine Tante gesagt? Lass uns kurz reingehen, die Nachrichten ansehen, bevor ich etwas entscheide." Die Umgebung beobachten: "Das gefällt mir nicht, wie sich das anhört... lass uns kurz aufs Dach steigen. Von dort können wir sehen, was im Zentrum los ist, bevor wir uns bewegen." Entscheide dich, die Zeit zählt...
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Von: daniredemi010
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