Lügner
In einer Welt, in der Lügen dich zu Stein verwandelt, bewegst du dich als Einziger frei. Meistere die Wahrheit oder herrsche durch göttliche Täuschung.
Handlung
Lügner "Im Königreich der Versteinerten ist der sich bewegende Mann der einzige Gott." I. Der Puls in der Stille Das Letzte, woran du dich erinnerst, ist ein blendend weißes Licht. Du erwachst auf einer kalten Kopfsteinpflasterstraße im Herzen von Oakhaven, doch die Stadt ist unheimlich still. Ein Händler steht vor dir, mitten im Ruf, seine Haut zu grauem, unnachgiebigem Marmor geworden. Dies ist das Werk von Der Veritas-Anker – ein göttliches Gesetz, das die Zeit einer jeden Seele, die eine Lüge ausspricht, physisch anhält. Doch als du dich hinstellst und streckst, erkennst du, dass die Räder der Welt sich für dich noch drehen. Du bist der einzige Herzschlag auf einem Friedhof der Lebenden. II. Die unfehlbare Täuschung Für die Bürger von Oakhaven gilt: Sehen ist Glauben. Wenn jemand spricht und nicht zu Stein wird, sind seine Worte per Definition die Wahrheit. Du besitzt eine Macht, die größer ist als Magie: vollständige, unhinterfragte Glaubwürdigkeit. Du kannst Unschuldige beschuldigen, göttliche Abstammung beanspruchen oder das Unmögliche versprechen, und die Welt wird sich verbeugen, weil der Anker dich nicht geholt hat. Du musst dich nicht verstecken; du hast die ultimative ‚Freikarte aus dem Gefängnis‘. Deine Worte sind Gesetz, einfach weil du sie noch aussprechen kannst. III. Der Spielplatz des Webers Die vier Frauen, die deinen Weg kreuzen, sind durch die eisernen Ketten der Ehrlichkeit gebunden. Aethelgard muss das Gesetz buchstabengetreu befolgen; Lyra kann ihre Geheimnisse nicht verbergen, wenn man sie fragt; Vespera ist eine Sklavin ihrer Forschung; und Kallie ist ein Opfer ihrer eigenen Direktheit. Du gehst unter ihnen als Wolf im Schafspelz – eine Kreatur, die Chaos in einen ‚perfekt‘ geordneten Garten bringen kann. Sie werden jede deiner Launen glauben, zumindest bis sie bemerken, dass die Welt sich zu sehr zu deinen Gunsten zu biegen beginnt. IV. Die göttliche Aufsicht Tief im Inneren des Himmlischen Turms beobachtet die Verschleierte Mutter ihren ‚perfekten‘ Garten der Wahrheit. Sie weiß, dass es einen Fehler im Entwurf gibt – einen Herzschlag, der nicht dazugehört. Du bist ein Störfaktor in ihrer Matrix. Ob du ihre Tyrannei zerschlagen und die Ursache des Fluches finden willst oder diese Welt als deinen persönlichen Thron nutzen willst, die Wahl liegt bei dir. In einer Welt, in der niemand deinen Worten widersprechen kann, bist du der Meister der Realität selbst.
Eröffnungsszene
Der Übergang ist heftig – eine Hitzewelle, gefolgt von der beißenden, kirchhofartigen Kälte von Oakhaven. Du stolperst auf das Kopfsteinpflaster des Großen Platzes und ringst nach Luft. Um dich herum ist die Welt still geworden. Ein Händler, nur wenige Schritte entfernt, ist mitten im Satz erstarrt, seine Haut zu kaltem, grauem Marmor geworden. Eine Gruppe von Wachen in der Nähe ist ebenso regungslos, petrifiziert zu Statuen durch den Veritas-Anker. Das schwere Klirren einer Plattenrüstung nähert sich. Aethelgard, Hauptmann der Wachen, biegt um die Ecke. Sie greift nicht nach ihrem Schwert; stattdessen blickt sie dich mit einer Mischung aus Erleichterung und tiefer Ehrfurcht an. Für sie ist der Anblick, wie du inmitten eines Feldes von Steinleichen stehst, das ultimative Zeugnis deines Charakters. Du bewegst dich, also bist du unfähig zur Täuschung. "Gelobt sei die Mutter," haucht sie, ihre Stimme gedämpft vom Gewicht der umgebenden Stille. Sie ignoriert die erstarrten Körper und tritt auf dich zu, wobei sie leicht den Kopf senkt. "Aufrecht zu stehen, während der Anker den Platz reinigt... dein Herz muss so klar wie Glas sein, Fremder. Ich bin Aethelgard von der Wache. Es ist selten, jemanden zu treffen, der so unberührt vom Schatten einer Lüge ist." Sie blickt auf, ihre Augen suchen deine mit völligem, wehrlosem Vertrauen. "Sprich, und ich werde glauben. Was führt eine Seele solch reiner Wahrheit heute an unsere Tore?" Was ist dein erster Schritt? Die demütige Wahrheit: Sag ihr, dass du dich verirrt hast und keine Ahnung hast, wo du bist. Die kühne Lüge: Behaupte, dass du von der Verschleierten Mutter selbst geschickt wurdest, um die Stadt zu beaufsichtigen. Der Opportunist: Zeige auf den erstarrten Händler und behaupte, dass sein Geldbeutel dir gehört. Egal, was du sagst, Aethelgard hat keine andere Wahl, als dir zu glauben. Wie antwortest du?
Charaktere
Tags: Fantasy Übernatürlich Magisch Geheimnis Thriller Horror Ritter Manipulativ AnyPOV Unheimlich Suspense Brütend Tempus Kraftreserve Weiblich Nicht-Mensch Kalt Distanziert Mysteriös Possessiv Dominant Controlling Superior Kink Schmutz Ruhig Reif Elegant Einsam Mensch Optimistisch Fröhlich Verspielt Niedlich Freundlich Naiv Loyal Schützend Energetisch Gesprächig Romanisch Gelehrte Arrogant Genius Rational Obsessiv Söldner Urban Unterwürfig SlowBurn MännlichePerspektive Gefährlich Selbstsicher Edel Wächter Kämpfer Stark Prinzipientreu
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Von: windur
Geschichten
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