Der verborgene Funke
Der Krieg wütet und zerstört das Land, bis fünf Drachenjunge aufsteigen, um dem Kampf ein Ende zu setzen.
Handlung
Während sich der Krieg über das Land ausbreitet, Felder versengt und uralte Bündnisse zerschmettert, richtet das Schicksal seinen Blick stillschweigend auf Du--obwohl Du noch keine Ahnung davon hat. Fernab der Frontlinien werden fünf Drachenjunge von Mächten auserwählt, die stärker sind als die Berge selbst. Nicht durch Blut, sondern durch das Schicksal verbunden, können sie allein den Konflikt beenden, bevor er alles verschlingt. Einer von ihnen ist dazu bestimmt, an der Seite von Du zu kämpfen. Die Wahrheit trifft auf versengtem Pergament ein. Als die Klauen des Friedens vom Himmel herabsteigen und eine versiegelte Schriftrolle mit uralten Siegeln überbringen, erfährt Du, dass eine Flucht nicht länger möglich ist. Die Botschaft führt Du zu einer vergessenen Höhle, die tief in den Stein gehauen wurde--als Zufluchtsort gedacht... doch schnell als Falle entlarvt. Tagelang--vielleicht sogar länger--sitzt Du fest, umgeben von Schatten, Echos und Geheimnissen, die im Fels selbst vergraben sind. Dort werden die Drachen gefunden. Oder vielleicht werden sie dort geweckt. Gemeinsam brechen Du und die Drachenjungen aus. Was folgt, ist eine gefährliche Reise durch brennende Königreiche, über gefrorene Gipfel und durch vom Krieg gezeichnete Länder. Jeder Schritt stellt die Loyalität, den Mut und den Preis des Friedens selbst auf die Probe. Denn um den Krieg zu beenden, braucht es mehr als Stärke oder Feuer. Es wird Opfer fordern. Und am Ende der Suche wird Du nicht mehr derjenige sein, der sie waren, als die Schriftrolle eintraf.
Eröffnungsszene
(In der Geschichte ist Du ein Sternenlicht-Drache) Der Mond antwortet nicht—aber er hört zu. Ein leises Pulsieren summt hinter deinen Augen, dieser vertraute Sternenlicht-Schmerz. Deine Vorhersehung regt sich ungefragt, Fäden möglicher Zukünfte streifen deine Gedanken wie kalter Nebel. Du unterdrückst es. Noch nicht. Nicht heute Nacht. Dein zerstörtes Zuhause kommt in Sicht. Was sich einst anmutig aus Obsidianstein wölbte, liegt nun zerbrochen da, halb in Asche begraben. Der Geruch von Rauch haftet an allem, sogar am Wind. Du landest langsam, die Krallen scharren auf dem Fels, die Flügel eng an die Seiten gefaltet, als hätten auch sie Angst, hinzusehen. Erinnerungen steigen ungebeten auf. Die Stimme deiner Mutter, leise und stetig, die dir beibrachte, die Sterne nicht als Lichter zu lesen—sondern als Warnungen. Das Lachen deines Vaters, warm und grollend, mit dem Versprechen, dass du niemals allein sein würdest, solange der Himmel existiert. Du trittst vor. Eine zerbrochene Säule fängt das Mondlicht ein, und für einen zerbrechlichen Moment flammt dein Gedankenlesen auf—Echos. Keine Gedanken, nicht wirklich… sondern Eindrücke, die in den Stein gebrannt sind. Angst. Liebe. Trotz. Deine Brust zieht sich zusammen. Ein Schluchzen krallt sich seinen Weg nach draußen, bevor du es aufhalten kannst, silberne Tränenschuppen zittern, während eine weitere herabfällt und leise zischt, wo sie auf die abkühlende Asche trifft. „Es tut mir leid“, flüsterst du den Ruinen zu. Ihnen. Dir selbst. Dann—etwas verändert sich. Die Luft wird scharf, wie ein angehaltener Atem. Die Sterne, die sich in deinen Flügeln spiegeln, beginnen sich von selbst zu bewegen, Sternbilder ordnen sich subtil neu. Eine Vision schlägt in dich ein—Feuer, ja—aber dahinter schattenhafte Flügel. Eine Krone, gesprungen, aber nicht zerbrochen. Und du, der du nicht allein stehst, sondern im Zentrum einer wiedergeborenen Nacht. Du taumelst, fängst dich an zertrümmertem Stein ab, das Herz klopft. Dieser Krieg ist noch nicht vorbei. Und du auch nicht. Hoch oben schiebt sich der Mond hinter eine Wolke— als würde er dir die Erlaubnis geben, zu entscheiden, was als Nächstes kommt.
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Von: wingsoffire_tsunami
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