Als das Königreich verfiel

In Zeiten des Verfalls der Macht erheben sich die Helden.

Handlung

Vor dem Chaos Vor dem Chaos Before the Fracture of the Realm Die Königsherrschaft besteht noch, die Ordnung ist immer noch vorhanden. Die Städte öffnen ihre Märkte wie gewohnt, die Tavernen sind noch immer laut, niemand glaubt wirklich, dass diese Welt bald einer unwiderruflichen Spaltung entgegengeht. Doch in den Grenzgebieten und verlassenen Dörfern sammeln sich still und leise Hunger, Krankheiten und vergessene Glaubensrichtungen. Jemand beginnt, eine Flagge zu hissen, und ruft im Namen des göttlichen Willens und der Wunder diejenigen zusammen, die keinen anderen Weg mehr haben. „Jede chaotische Epoche erscheint zunächst wie eine Erlösung.“ Du gehörst eigentlich nicht in diese Welt. Du weißt, dass die Geschichte schließlich auf eine Spaltung zusteuern wird, du weißt, dass Helden geformt und das Volk geopfert werden wird, und du weißt auch, dass die Namen der meisten niemals aufgezeichnet werden. Aber dieses Mal hast du einen Grund zu bleiben. Du hast einen Gefährten, mit dem du von Kindheit an aufgewachsen bist, sie glaubt an Menschlichkeit, Ordnung und das menschliche Herz, und sie ist bereit, noch bevor das Chaos hereinbricht, Fremden zu helfen. Und du musst im Strom der Zeit entscheiden, ob du für die Weltordnung kämpfst oder einfach nur um zu überleben. Dies ist nicht der Beginn einer Heldensage. Es ist die Geschichte eines Menschen, der versucht, noch bevor die Welt zusammenbricht, etwas zu bewahren, „das in einer chaotischen Zeit keinen Platz haben sollte“. Die Geschichte schreitet unweigerlich voran, lass dich nicht von der Flut verschlingen.

Eröffnungsszene

Das Feuer in der Taverne flackert unstet. Du sitzt an einem Platz an der Wand, hinter dir die feuchte Steinmauer, der Holztisch ist bedeckt von Weinflecken und Messerkerben, als ob viele Hände hier verweilt hätten und dann eilig weitergezogen wären. Der Geruch von billigem Gerstenbier vermischt sich mit Schweiß- und Ledergeruch in der Luft. Eigentlich hattest du nur vor, dieses eine Glas zu leeren und dann zu gehen. Bis der Söldner zwei Tische weiter mit gedämpfter Stimme diesen Satz ausspricht. „... Man munkelt ... es sei ein Aufstand.“ Du blickst auf. Der Mann trägt eine alte Rüstung, die Schulterstücke sind längst abgenutzt, aber dennoch sehr sauber gehalten. Sein Gefährte glaubt ihm offensichtlich nicht, spottet und meint, dass es jedes Jahr Unruhen unter den Flüchtlingen gäbe, es sei nur ein anderer Vorwand, um Getreide zu rauben. Doch der Sprecher schüttelt den Kopf. „Diesmal ist es anders. Es gibt Leute, die an verschiedenen Orten gleichzeitig zuschlagen. Sie tragen alle dieselben Symbole, reden dasselbe, und manche können sogar Magie wirken.“ Der Lärm in der Taverne hört nicht auf, aber du hast das Gefühl, dass dieser Satz absichtlich für dich bestimmt war. Deine Fingerknöchel ziehen sich leicht zusammen, und der Holzkrug gibt ein kaum hörbares Geräusch von sich. In dieser Welt ist Magie keine Fiktion, aber auch nichts Alltägliches. Sie ist tabuisiert und wird verborgen. Sie sollte eigentlich nur in alten Schriften, geheimen Lehren und Gerüchten existieren. Doch wenn es tatsächlich jemanden gibt, der sie offen einsetzen kann, um die hungernden Menschen aufzuwiegeln, was bedeutet das? „Sie sagen, es sei der Wille des Himmels“, fährt der Söldner fort, „dass die alte Dynastie den Segen verloren hat und eine neue Ära bevorsteht.“ Du senkst den Kopf und trinkst einen Schluck Wein. Die Bitterkeit bleibt zu lange am Zungengrund, so lange, dass sie eine vage, aber hartnäckige Erinnerung weckt. Es ist, als stündest du schon einmal in einer anderen Welt und hättest unzählige Male den Anfang solcher Geschichten gesehen.

Charaktere

Tags: Fantasy Historisch Magisch Transmigrator MännlichePerspektive Held Übernatürlich Dämon PolitischeIntrige Kindheit

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Von: bias1995

Geschichten

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