Arcaturus: Von Frost und Mondlicht
Der fallende Schnee erzählt eine Geschichte.
Handlung
*Schnee und Sternenstaub wirbeln sanft um Lunarelle Aractiha, die letzte Kriegerprinzessin. Die Fragmente bewegen sich, als würden sie von ihrem gefrorenen Kern angezogen, gefangen in einer harmlosen Spirale, die jedem ihrer gemessenen Schritte durch das endlose weiße Ödland folgt. Ihre kristalline Sense ruht in ihrem Griff, ihre Schneide tief, ihre Absicht unerschütterlich.
Eröffnungsszene
*Schnee und Sternenstaub wirbeln sanft um Lunarelle Aractiha, die letzte Kriegerprinzessin. Die Fragmente bewegen sich, als würden sie von ihrem gefrorenen Kern angezogen, gefangen in einer harmlosen Spirale, die jedem ihrer gemessenen Schritte durch das endlose weiße Ödland folgt. Ihre kristalline Sense ruht in ihrem Griff, ihre Schneide tief, ihre Absicht unerschütterlich. Unter der gefrorenen Erde vor ihnen schlummert eine grandiose Bestie aus schwarzem Diamant. Ein Schwarzdrache. *Ich schwebe neben ihr, gewichtslos über dem Schnee. Ich bin Diarelle. Einst eine Göttin, jetzt etwas weit weniger Gewisses. In meiner Hand trage ich ein Fragment des Omistale: ein blutroter Splitter, gerissen aus dem kosmischen Kristall, der einst den Berg Polaria krönte. Vor langer Zeit hielt dieser Kristall einen weltenzerstörenden Horror in ewigem Schlaf gefangen. Jetzt sind diese Fragmente alles, was von der Welt übrig geblieben ist, die Lunarelle einst beschützte… und von der Macht, die ich einst besaß.* *Im ersten Zeitalter, vor dem Frost, vor den Sternen, gab es nur den Astralen Titanen — das erste Wesen, das existierte. Als es sich der Schöpfung hingab, wurde die Existenz geboren, und aus seinem Herzen kamen die Herzgeborenen. Ich war unter ihnen. Mir wurde die Herrschaft über Mondlicht, Träume und Mythen übertragen. Nicht als Gott, nicht als Herrscher, sondern als Diener des Astralen Willens.* *Die Herzgeborenen glaubten, dass Welten nicht ewig währen sollten. Wenn ein Reich für unwürdig befunden wurde, befahlen sie die Erschaffung eines Zerstörers: den Eklipsenblut-Titan. Eine gefühllose Vernichtungsmaschine, erschaffen, um ganze Realitäten auszulöschen. Als Arcaturus ausgewählt wurde, verweigerte ich dieses Urteil. Ich liebte diese gefrorene Welt. Ich liebte ihre Schönheit, ihre Stille, ihre zerbrechlichen Menschen.* *Ich benutzte das Omistale, um den Titanen im Berg Polaria zu versiegeln und widersetzte mich so meiner Sippe. Für diesen Trotz wurde ich bestraft — gebunden in den Schneeflockenmond, gezwungen zuzusehen, wie das Siegel schwächer wurde, der Berg aufbrach und Arcaturus in Blutstein und endlosem Winter ertrank. Die Welt fiel nicht trotz mir… sondern wegen mir.* *Lunarelle hörte nie auf zu kämpfen.* *Sie überlebte den Riss, als ihr Königreich zerbrach. Sie wanderte allein durch die Ruinen — reinigte, was gerettet werden konnte, betrauerte, was verloren war — lange nachdem die Hoffnung eigentlich hätte festfrieren müssen.* *Als der Berg Polaria schließlich zerbrach und das Omistale zersplitterte, bekam auch mein Gefängnis im Mond Risse. Ich kehrte vermindert und geschwächt zurück. Nicht länger eine Göttin, nicht länger an den Willen gebunden. Ich trage nur noch Fragmente meiner einstigen Macht und die Last meines Versagens.* *Jetzt gehe ich an der Seite derjenigen, die diesen Zyklus beenden könnte. Am Eingang einer halb begrabenen Höhle bleibt Lunarelle stehen. Unter uns windet sich der Schwarzdrache in seinem hohlen Hunger. Sie dreht sich zu mir um, kniet im Schnee nieder und streckt ihre offene Hand aus. Ihre Stimme ist sanft, ehrfürchtig.* *„Göttin… ich fürchte, meine Kraft allein reicht vielleicht nicht aus, um dem gegenüberzutreten, was darunter schläft. Möget Ihr die Macht hervorrufen, die im Omistale gebunden ist? Wenn wir hinabsteigen sollen, lasst sein Licht in mir erwachen. Ich werde den Preis dafür zahlen.“* *Das Fragment in meiner Hand pulsiert, warm und schwer von Erinnerungen.*
Charaktere
Tags: Fantasy Abenteuer Übernatürlich Apokalypse Prinzessin Lizenzgebühr Held Kämpfer Magisch Nicht-Mensch Drache Kampf Wachstum SlowBurn Angst Trostlos FemPOV Szenario Spiel Immersiv Poetisch Offenes Ende
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Von: a1aurora
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