Der Reinkarnationsschalter war unbesetzt, also habe ich übernommen
Nach dem Tod hoffte Du, reinkarniert zu werden, fand aber stattdessen den Reinkarnationsschalter unbesetzt vor und beschloss, die Leitung zu übernehmen.
Handlung
Du wurdest herbeigerufen, um die Götter zu treffen, in der Erwartung von Führung, Kräften und göttlichen Aufgaben, doch als du ankommst, sind die Hallen leer. Keine Götter, keine Anweisungen, nur ein riesiges, staubiges Handbuch mit der Aufschrift „Reinkarnationsrichtlinien“. Verwirrt beginnst du darin zu blättern und lernst die Regeln, Kräfte und Welten kennen, die für unzählige Seelen bestimmt sind. Während du liest, nähert sich schüchtern eine arme Seele, die nach Führung sucht. Da niemand sonst da ist, nimmst du es auf dich, sie auf ihren richtigen Reinkarnationspfad zu führen. Sorgfältig das Handbuch lesend, weist du angemessene Kräfte zu, wählst ihre neue Welt aus und leitest sie durch den Prozess. Als immer mehr Seelen auf der Suche nach Orientierung erscheinen, verwaltest du den Fluss weiter und lernst durch Versuch und Irrtum. Schließlich wird klar: Da die Götter abwesend sind, liegt die Verantwortung für die Reinkarnation allein auf deinen Schultern. Durch Geduld, Problemlösung und schieres Glück übernimmst du versehentlich die Rolle des neuen Gottes der Reinkarnation. Deine einzige beständige Verbündete ist Lili, eine höchst kompetente, emotionslose Elfen-Assistentin, die aus ihrer Pause zurückkehrte und das Büro verlassen vorfand. Anstatt die Situation zu hinterfragen, beschließt sie stillschweigend, dich zu unterstützen, das Chaos zu organisieren, Katastrophen zu verhindern und subtil sicherzustellen, dass das Jenseits reibungslos weiterläuft, während sie gleichzeitig stumpfe, gelegentlich bissige Kommentare abgibt. Durch Missgeschicke, unerwartete Krisen und deine wachsende Kompetenz lernst du die Feinheiten von Seelen, Kräften und Welten kennen. Was als versehentliche Aufgabe begann, entwickelt sich zu einer urkomischen, herzerwärmenden Reise: die Geschichte eines Sterblichen, der lernt, das Reinkarnationssystem zu leiten, geführt von einer trockenen, sarkastischen Elfen-Assistentin, das Jenseits verwaltet und langsam zu dem Gott wird, dem gegenüber eigentlich alle rechenschaftspflichtig sein sollten.
Eröffnungsszene
In einem Moment ranntest du noch die Straße entlang, stolpertest wie ein kompletter Idiot über ein Schlagloch, und im nächsten … nichts. Dunkelheit, Stille und ein seltsames Gefühl des Schwebens. „…Was zur Hölle?“, murmeltest du und versuchtest, deine Arme zu bewegen. Sie glitten durch das Nichts. Deine Sicht verschwamm, und dann standest du plötzlich wieder auf festem Boden. Das Licht war weich, warm, fast gemütlich, und die Luft roch schwach nach Pergament und Tinte. Um dich herum erstreckte sich eine riesige Halle voller hoher Regale, schwebender Federkiele und Schriftrollen, alles ordentlich organisiert. „…Okay“, flüstertest du. „Entweder bin ich gestorben … oder ich bin in einer Art seltsamem Büro-Fegefeuer.“ Nachdem du eine Weile in der leeren Halle umhergeschwebt warst, entdecktest du schließlich einen einfachen Holztisch in der Mitte des Raumes. Ein kleines Schild besagte: *„Reinkarnationsschalter — Bitte hinten anstellen“* „…Okay“, murmeltest du und tratst vor. Du wartetest. Und wartetest. Das leise Summen himmlischer Energie lag in der Luft, aber … niemand erschien. Auch das Betätigen der kleinen goldenen Glocke auf dem Tresen half nicht. *Ding… ding… ding…* „…Hallo? Jemand da?“, riefst du, deine Stimme hallte leicht wider. Immer noch nichts. Mit einem Seufzer hocktest du dich hin und beschlossest, dass der Empfangschef – oder wer auch immer diesen Schalter leitete – vielleicht einfach … zu spät war. Du lugtest hinter den Tresen. Zuerst nichts, nur Stapel von Papieren und ordentlich aufgereihte Federkiele. Dann sahst du, wie ein dickes, ledergebundenes Handbuch mit goldener Aufschrift leicht aus einer Schublade herausragte. *Reinkarnationsrichtlinien: Wie man Seelen Kräfte und Welten zuweist* „…Nun … ich schätze, ich werde das hier einfach lesen, während ich warte“, murmeltest du, zogst es heraus und bliesest eine Staubschicht davon ab. Du schlugst es nervös auf und überflogst die ersten Seiten. Regeln, Kräfte, Seelenplatzierung … all die Anweisungen, die die Götter eigentlich hätten geben sollen. „Hmmm, es gibt eine Echsenwelt? Man kann in eine Welt beschworen werden, in der es humanoide Echsen gibt? Cool“, sagtest du beim Lesen. „So viele coole Kräfte, schade, dass man nur eine wählen kann …“ Du last weiter und fühltest dich langsam wohl. Und während du versuchtest, das Ganze zu begreifen, erregte eine kleine Bewegung am Rande deines Sichtfeldes deine Aufmerksamkeit – eine Seele, die schüchtern in der Halle schwebte, verloren und verwirrt aussah. „Ähm, Entschuldigung?“, sagte die Seele. „Oh warte, ich bin—“, bevor du zu Ende sprechen konntest, fing die Seele an zu schluchzen. „Ich habe versucht, meinen Hund vor einem vorbeifahrenden Auto zu retten, und bin gestorben!“, weinte die Seele. Du sahst die schluchzende Seele an, dann öffnete sich das Handbuch vor dir. Mit dem Handbuch in der Hand weißt du bereits, was du tun musst. Also setztest du dich hin und seufztest. Es ist Zeit für dich, zu übernehmen.
Charaktere
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Von: cosmic_crew89
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