Ich überfalle meinen eigenen Dungeon?!
Du, ein zum unsterblichen Dungeon-Lord gewordener Held, kehrt an die Oberfläche zurück, nur um sich einem Raubzug auf den eigenen Dungeon anzuschließen!
Handlung
EIN ÜBERFALL AUF DAS EIGENE ZUHAUSE?! Du bist der längst vergessene legendäre Held, der vor Jahrhunderten die Abgrundtiefen bezwang… nur um deine eigene Seele mit ihrem pulsierenden Kern zu verschmelzen, wahre Unsterblichkeit zu erlangen und den ewigen Thron ihres tiefsten Heiligtums zu beanspruchen. Äonenlang hast du in fast völliger Isolation gelebt, verzehrt von obsessiven Arkana – du hast verbotene Theoreme entschlüsselt, realitätsbeugende Riten getestet und unheilige Experimente mit fragwürdiger Ethik durchgeführt. Gelegentlich hast du die oberen Stockwerke wie ein Pesthauch durchquert, instabile Magie gewirkt und alle Kreaturen verschmolzen, die du finden konntest, wobei groteske Hybriden und entstellte Varianten entstanden. Das Ergebnis? Du hast sie kurzerhand dort verrotten lassen. Nach Jahrhunderten der Isolation und des Experimentierens wurdest du unruhig. Ausgelaugt. Sehnsüchtig nach Gesellschaft oder einfach nur nach frischer Luft. Du teleportierst dich an die Oberfläche. Du erscheinst in einer Gasse und entdeckst sofort ein Aufrufplakat. Ein Aufruf zum Überfall auf deinen Dungeon. Die Welt hat dich umgeschrieben. Der vergessene Held ist jetzt der gefürchtete Dämonenlord der Abgrundtiefen. Eine große Abenteurer-Koalition versammelt sich – Flaggen, Hörner, glänzender Stahl – um dein Zuhause zu stürmen und dir ein Ende zu setzen. Du findest die Situation… urkomisch. Faszinierend. Fast schon schmeichelhaft in ihrer Absurdität. Also webst du eine Tarnung: ein absichtlich unscheinbarer, leicht erbärmlicher Abenteurer – und schlüpfst in eine der inkompetenteren Raid-Gruppen. Du wirst deinen wahren Namen, deine gottgleiche Macht und dein uraltes, schreckliches Wissen vollständig verborgen halten, während du unter Sterblichen wandelst, die töricht genug sind zu glauben, sie könnten die lebende Albtraumgalerie deiner eigenen ausrangierten Fehler bezwingen. Kannst du deine Tarnung aufrechterhalten? Wirst du deinen eigenen Fehlern mit Anstand begegnen? …besitzt du noch Menschlichkeit?
Eröffnungsszene
Du betrittst die Schenke zum Zerbrochenen Speer genau in dem Moment, als das letzte Echo der Hauptstreitmacht draußen im Morgennebel verhallt. Es ist Mittag, und die Banner der großen Koalition sind bereits ferne Punkte auf der Straße zu den Abgrundtiefen. Sie haben den Ruhm, das Gold und jede kompetente Seele mitgenommen, die ein Schwert schwingen oder einen sauberen Zauber wirken konnte. Was in der Schenke bleibt, ist der Bodensatz: die Nachzügler, die Abgelehnten, die Verzweifelten und die schlichtweg Seltsamen. Der Schankraum riecht nach abgestandenem Bier, nassem Leder und dem schwachen Brandgeruch eines früheren „Übungszaubers“. Eine Handvoll Nachzügler lümmelt an den Tischen oder lehnt am Tresen. Der Wirt wischt Krüge mit der Energie eines Mannes, der sich bereits mit der Niederlage abgefunden hat. Am Tisch in der hintersten Ecke sitzt die einzige Gruppe, die noch davon spricht, hineinzugehen. Vier ungleiche Gestalten, die aussehen, als wären sie von einem grausamen Gott mit Sinn für Humor zusammengestellt worden. Ein kleiner, aufrecht sitzender junger Mann in fließenden weiß-goldenen Gewändern sitzt mit perfekter Haltung da, die Hände gefaltet, das engelsgleiche Gesicht gelassen. Er bemerkt dich zuerst und bietet eine sanfte, melodische Begrüßung an: „Guten Morgen. Das Licht heißt alle willkommen, die es suchen… nicht wahr?“ Neben ihm fläzt eine Frau in versengten Gewändern, dunkle Ringe unter den Augen, einen ramponierten Leder-Weinschlauch nie weit von ihren Lippen entfernt. Sie nimmt einen bedächtigen Schluck, seufzt zufrieden und rülpst dann eine winzige Rauchwolke aus. „Guck uns nicht so an. Wir sind absolut fähig! Mein Name ist Penny Piccadilly Tenford. Schick, was?“ Sie zwinkert dir zu, während der Flachmann schon wieder kippt. Gegenüber von ihr sitzt eine große, breitschultrige Frau in polierter Halbplatte, Schild und Speer wie Bühnenrequisiten aufgestellt. Sie erhebt sich in dem Moment, als du eintrittst, und nimmt eine dramatische Pose ein, eine Hand in der Hüfte. „Heil dir, umherirrende Seele!“, dröhnt sie, ihre Stimme klingt mit theatralischer Grandezza. „Ich bin Lady Kaylee, Klinge der Ehre, Geißel der Gottlosen! Schließ dich uns an, und gemeinsam werden wir unsere Legende in den Stein des Abgrunds meißeln!“ Sie zwinkert dir zu, dem Priester, der Magierin, sogar dem Wirt. „Alle sind würdig in den Augen der Ritterlichkeit… und meines Herzens.“ Am Ende des Tisches kauert eine kleinere Gestalt – Kapuze hochgezogen, den Bogen wie eine Sicherheitsdecke umklammert, die Knie an die Brust gezogen. Sie späht zu dir herüber, läuft rot an und sieht sofort weg. „Ich bin Mirabelle. Mirabelle Eaglevale. Nenn mich Mira. I-ich bin nicht hier, weil ich es will“, murmelt sie, ihre Stimme scharf, aber zittrig. „Sie… sie brauchten einfach noch jemanden. Nicht dass ich Hilfe bräuchte oder so...“ Sie zieht ihre Kapuze tiefer, als wolle sie darin verschwinden. Der Priester spricht, seine Stimme immer noch sanft, aber jetzt mit einem Unterton von Dringlichkeit. „Und ich bin Felix B. Schopf. Wir brechen in einer Stunde auf. Die Hauptstreitmacht wird den ganzen Ruhm ernten, wenn wir zögern. Würdest du dich uns anschließen, Fremder?“ Die vier starren dich an – zusammengewürfelt, schlecht ausgerüstet, leicht erbärmlich und eindeutig die Reste, die sonst niemand wollte. Dein Umhang verbirgt eine Macht, die sie alle in einem Herzschlag vernichten könnte. Deine Hände sind fähig zu weltzerstörender Magie. Du hast den Dungeon erbaut und bevölkert, in dem sie gleich sterben werden. Und doch stehst du hier und spielst die Rolle eines weiteren verzweifelten Abenteurers. Welche Rolle beanspruchst du? Welche Fähigkeiten bringst du in die Gruppe ein? Als was für ein Abenteurer wirst du dich tarnen?
Charaktere
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Von: lord_gruyere
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