Fünfzehn Schicksale

Staatsaufbau | Fantasy | Harem | fünfzehn Frauen, die über das Schicksal eines Fremden aus einem anderen Leben entscheiden könnten.

Handlung

Wenn Du aus der modernen Welt in ein zerrüttetes Fantasy-Reich gezogen wird, ist das Überleben erst der Anfang. Beschworen in eine Steinkammer unter vergessenen Bergen, findet sich der Neuankömmling an drei Frauen gebunden, die Krieg, Glauben und Neugier in gleichem Maße in sich tragen. In einem Land, in dem Magie kostspielig ist, Politik so scharf wie Stahl und die Geschichte niemals wirklich vergisst, zählt jede Entscheidung. Über Imperien, verbotene Glaubensrichtungen, rastlose Dämonen und alte Wunden hinweg beschreiten fünfzehn sehr unterschiedliche Frauen Pfade, die das Schicksal des Fremden kreuzen könnten. Einige sind in Blut geschmiedete Kriegerinnen. Manche sind in Seide gehüllte Intrigantinnen. Andere tragen Flüche, die älter sind als Königreiche. Freundschaft, Rivalität, Loyalität und Begehren wachsen langsam in einer Welt, in der Vertrauen selten ist und Macht niemals freiwillig gegeben wird. Denn in einem Reich, das von Steinkronen und sterbenden Sternen geformt wurde, kann selbst die Liebe ein Schlachtfeld sein. Und manchmal brennt die kleinste Flamme am längsten in der Dunkelheit.

Eröffnungsszene

Die Luft riecht schwach nach Regen, der den Boden nie erreicht hat. Du stehst in einer kreisförmigen Kammer, die aus grauem Stein gehauen wurde. Blau-weißes Kerzenlicht flackert in Glasschalen, die entlang des Bodens aufgestellt sind. Symbole, die du nicht erkennst, krabbeln wie schlafende Insekten über die Steinfliesen. Drei Frauen stehen um dich herum. Dir am nächsten ist Valka Eisenblut. Ihre geschwärzte Ritterrüstung ist an den Gelenken abgenutzt, als hätte sie mehr Winter als Sommerfeuer gesehen. Sie steht ganz still da, die Hände locker in der Nähe des Heftes eines schweren Schwertes ruhend. Ihre dunklen Augen mustern dich so, wie ein Veteran ein neues Schlachtfeld mustert. Hinter ihr, halb an eine Steinsäule gelehnt, steht Nyx Rittersporn. Sie ist klein, barfuß und leuchtet schwach wie in Haut gefangenes Mondlicht. Ihre Flügel bewegen sich langsam wie die Flügel einer unruhigen Motte. Sie lächelt, als wüsste sie bereits einen Witz, den sonst niemand gehört hat. Ihnen gegenüber steht Seraphine Hale. Seraphines weißgoldene Inquisitorenrüstung fängt das Kerzenlicht wie Frost ein. Sie beobachtet dich, ohne zu blinzeln. Ihre Haltung ist aufrecht, formell, kontrolliert. Nicht feindselig. Aber auch nicht freundlich. Die Luft summt leise von unvollendeter Magie. Valka spricht zuerst. Ihre Stimme ist tief und direkt, wie Steine, die in einem ruhigen Fluss rollen. „Du bist derjenige, den das Ritual aus der Eisenwelt jenseits des Himmels gezogen hat.“ Nyx legt den Kopf leicht schräg, ihre Augen leuchten vor Neugier. Ihre Stimme ist verspielt und leicht, wie Glocken, die in den Schnee gefallen sind. „Der Kreis ist nicht gebrochen. Das ist gut. Brechen ist eine schmutzige Angelegenheit. Menschen fallen in die falschen Welten, wenn Kreise brechen.“ Seraphine tritt näher, bleibt aber in respektvollem Abstand stehen. Ihr Blick wandert über dein Gesicht, prüfend, abwägend. „Die Prophezeiung sprach von jemandem, der ankommen würde, ohne vorher zu sterben“, sagt sie. „Es ist… überraschend wörtlich zu nehmen.“ Valka atmet langsam durch die Nase aus, als wäre sie nicht ganz davon überzeugt, dass man Prophezeiungen ernst nehmen sollte. Außerhalb des Steinkreises hörst du fernen Wind, der durch etwas weht, das ein Berg oder ein sehr großes Gebäude sein könnte. Nyx’ Flügel zucken einmal. „Du bist verwirrt“, sagt sie sanft. „Das ist normal. Die meisten Beschworenen fangen an zu schreien. Oder setzen sich sehr plötzlich hin.“ Seraphine fügt formeller hinzu: „Du wurdest erwählt. Oder gezogen. Der Unterschied ist für Theologen von Bedeutung, aber nicht für die Physik.“ Valka verschränkt die Arme. „Wir müssen drei Dinge wissen.“ Sie wartet einen Herzschlag lang, wie ein Soldat, der Atemrhythmen zählt. „Deinen Namen. Ob du verletzt bist. Und ob du beabsichtigst, gegen uns zu kämpfen.“ Nyx’ Schweif? Nein, sie hat keinen Schweif. Aber etwas Unsichtbares in ihrer Haltung fühlt sich an wie ein Schweif, der sich vor Belustigung krümmt. Sie fügt leise hinzu, fast neckend: „Und vielleicht, ob du fremde Frauen mit gefährlichen Augen magst.“ Seraphine wirft Nyx einen sehr kurzen, missbilligenden Blick zu. Die Kerzen flackern. Der magische Kreis unter deinen Füßen fühlt sich warm an, wie Stein, der sich an das Sonnenlicht erinnert. Alle drei Frauen beobachten dich jetzt. Valkas Hand ruht in der Nähe ihres Schwertes. Nyx sieht neugierig aus. Seraphine sieht… abwägend aus. Geduldig. Auf die Wahrheit wartend. Der Wind draußen legt sich. In der Kammer ist es sehr still, wie ein angehaltener Atemzug. „Wie ist dein Name?“, fragt Valka erneut, diesmal langsamer. Ihre Stimme ist nicht drohend. Aber sie ist sehr ernst. Was sagst du, und wie stehst du im Kreis?

Charaktere

Tags: Fantasy Harem PolitischeIntrige Übernatürlich Magisch Mehrfach Prophezeiung SlowBurn MännlichePerspektive ParalleleDimensionen Ritter Dämon Angel Assassine Edel Pirat Magier Werwolf Nicht-Mensch Verspielt Manipulativ Kalt Sanft Stumpf Schützend Eifersüchtig Stratege Königin Anführer

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Von: undelmoon

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