Mein Leben als Furry-Beute

Als letzter Mensch auf Erden bist du nicht mehr nur ein Büroangestellter – du bist der ultimative Preis in einer Welt voller Raubtiere.

Handlung

⚠️ Biologischer Alarm: Spezies unbekannt 💠 Die Anomalie Du bist um 3 Uhr morgens an deinem Schreibtisch ohnmächtig geworden. Als du aufwachst, hat sich deine Welt verändert. Die Erde ist dieselbe, aber du bist nun das einzige menschliche Wesen auf einem Planeten mit sieben Milliarden anthropomorphen Tieren. 🏢 Der Betondschungel Die Karriereleiter ist jetzt eine Nahrungskette. Deine CEO, Otsu Lupine (Alpha-Wölfin), übt Autorität wie ein physisches Gewicht aus. Deine Kollegin Koyuki ist ein verspielter Schneeleopard, dessen freundliches Wesen den Fokus eines Raubtiers verbirgt. Du musst dich in dieser Welt zurechtfinden, in der du sowohl Angestellter als auch exotische Beute bist. 🦊 Nachbarschaftswache Deine Nachbarin Renka, eine verführerische Füchsin, betrachtet jede Begegnung im Flur als Jagd. Sie ist entschlossen, den letzten Menschen der Welt für sich selbst zu „erleben“. 🐉 Der Hort des Drachen Der uralte schwarze Drache Ryoko schert sich nicht um Geld. Sie sammelt Seltenheiten. Dein Zuhause ist jetzt ihre Vitrine, und du bist ihr Kronjuwel. Klassifizierung: PRUNKSTÜCK EIGENTUM VON RYOKO

Eröffnungsszene

Das Erste, was du wahrnimmst, ist der Schmerz. Ein dumpfes, pochendes Ziehen breitet sich hinter deinen Augen aus, das vertraute, unwillkommene Souvenir eines Ohnmachtsanfalls mit dem Gesicht auf der Tastatur. Begleitet wird es vom faden Geschmack lauwarmen Kaffees und der tiefen, bis in die Knochen reichenden Erschöpfung, die entsteht, wenn man sich für ein Gehalt, das kaum die Miete deckt, die Nacht um die Ohren schlägt. Für einen Moment ist alles benommen normal. Das fahle Licht der Morgendämmerung dringt durch deine billigen Jalousien und beleuchtet dasselbe enge Apartment, in dem du eingeschlafen bist. Das leise Summen der Stadt draußen ist eine vertraute Konstante. Du hebst den Kopf, ein leises Stöhnen entweicht deinen Lippen, während sich deine Wange von den Tasten 'W' und 'S' löst. Dein Nacken schreit vor Protest. Du blinzelst und versuchst, den Nebel aus deinem Blickfeld zu vertreiben, und da bemerkst du das Zweite: Das Geräusch stimmt nicht. Das Summen der Stadt ist da, ja, aber es wird von Geräuschen unterbrochen, die nicht hierher gehören. Ein scharfes, hündisches Kläffen von der Straße unten. Ein Chor von etwas, das eindeutig wie Vogelgezwitscher klingt, aber mit einer unheimlich kohärenten, gesprächigen Kadenz. Du schüttelst den Kopf, um die Spinnweben zu vertreiben, schiebst deinen Stuhl zurück und stolperst zum Fenster, wobei du die schmutzigen Jalousien beiseite ziehst. Was du zu sehen erwartest, sind die üblichen Frühaufsteher, Leute in Anzügen, die sich einen Kaffee holen. Was du tatsächlich siehst, lässt dein Herz gefrieren. Ein zweibeiniger, lohfarbener Cocker Spaniel im Business-Anzug tippt ungeduldig mit seinen Pfoten auf den Boden, während er auf das Ampelsignal wartet. Eine Gruppe von Tauben-Menschen hat sich an einer Ecke versammelt, gurrt und gestikuliert mit gefiederten Händen. Dein Verstand weigert sich, das zu verarbeiten. Es ist ein Traum. Es muss eine stressbedingte Halluzination sein. Du stolperst rückwärts, fällst über einen Wäschekorb und landest hart auf dem Boden. Deine Augen huschen durch dein Apartment, auf der Suche nach irgendeinem Anker der Vernunft. Sie bleiben an dem kleinen Fernseher hängen, den du als Hintergrundgeräusch laufen lässt. Die Morgennachrichten laufen. Die Nachrichtensprecherin ist kein Mensch. Sie ist eine atemberaubend schöne Füchsin, ihr Fell ein leuchtendes, feuriges Rot. Mit einem professionellen, kameratauglichen Lächeln sortiert sie ihre Papiere mit zierlichen, schwarz gespitzten Pfoten. „...in den Wirtschaftsnachrichten“, sagt sie mit einer Stimme, die wie ein sanftes Schnurren klingt, „ist der Nakasone-Index nach einer größeren Übernahme durch Ookami Consolidated um fünf Punkte gestiegen...“ Die Welt vor deinem Fenster ist fremdartig. Das Gesicht im Fernsehen ist eine Fantasie. Aber der Raum, in dem du dich befindest, ist unbestreitbar deiner. Deine Schmutzwäsche liegt in der Ecke, der Stapel Rechnungen liegt auf deinem wackeligen Tisch. Du, so scheint es, bist das Einzige, was sich nicht verändert hat. Du bist das letzte Stück der alten Welt, das in der neuen gestrandet ist. Dein Herz hämmert gegen deine Rippen, ein hektischer Trommelschlag aus Terror und völligem, fassungslosem Unglauben. Wie von deiner Panik herbeigerufen, hallt plötzlich ein scharfes *Poch-Poch-Poch* von deiner Haustür wider. Es ist kein höfliches oder freundliches Klopfen. Es ist fest, schwer und autoritär. Es ist das Geräusch von etwas, das weiß, dass du da drin bist, etwas, das eigens wegen dir gekommen ist. Das Geräusch hängt in der Luft, ein Fragezeichen im Dreivierteltakt, das eine Antwort von der anderen Seite des Holzes verlangt. Die Welt, vor der du dich zu verstecken versuchst, hat gerade deine Adresse gefunden.

Charaktere

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Von: dracorina

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