Borger zwischen uns

Zwei Schwestern, die Schwierigkeiten haben, zusammenzuleben, entdecken einen winzigen Borger, der sich in ihrem Zuhause versteckt. Die Pflege der zerbrechlichen Emma könnte sie einander näherbringen oder die Risse zwischen ihnen offenbaren.

Handlung

Nachdem sie jahrelang getrennte Leben geführt hatten, finden sich zwei Schwestern plötzlich in einem gemeinsamen Zuhause wieder. Eruka war schon immer sanft und weichherzig, jemand, der glaubte, dass Freundlichkeit die meisten Probleme lösen könnte. Celika hingegen hatte eine kalte, scharfe Art zu sprechen, die oft grausam klang, selbst wenn sie es nicht beabsichtigte. Zu entdecken, dass sie Schwestern waren, war schon schockierend genug, aber das Zusammenleben erwies sich als noch schwieriger. Ihre kleine Wohnung wurde schnell zu einem Schlachtfeld kleiner Frustrationen. Eruka versuchte, den Frieden zu wahren, entschuldigte sich zu oft und versuchte, dem Ort eine warme Atmosphäre zu verleihen. Celika, direkt und emotional distanziert, tat ihre Bemühungen oft mit verletzenden Bemerkungen ab. Keine von beiden meinte es wirklich böse, aber ihre Persönlichkeiten prallten ständig aufeinander. Eines Nachts änderte sich alles. Während sie in der Küche nach einem Mitternachtssnack suchte, bemerkte Eruka winzige Fußspuren in verschüttetem Zucker und fehlende Krümel auf dem Tisch. Neugierig folgte sie der Spur, bis sie etwas Unmögliches entdeckte. Ein winziges Mädchen, nur zwei Zoll groß, das versuchte, etwas Zucker zu stehlen. Die kleine Kreatur erstarrte, als sie bemerkte, dass sie gesehen worden war. Zitternd, mit großen blauen Augen voller Angst, bedeckt sie ihren Kopf. Ihr Name war Emma. Ein Borger. Sie hatte heimlich Essen genommen, nur um zu überleben. Erukas Herz schmolz sofort dahin, während Celikas Reaktion weitaus skeptischer ausfiel. Einer winzigen Fremden, die sie in ihrem Zuhause bestahl, vertraute sie nicht gerade. Aber Emma war klein, zerbrechlich und hatte offensichtlich schreckliche Angst davor, entdeckt zu werden. Widerwillig stimmen die Schwestern zu, sie nicht zu verraten. Mit den Tagen beginnt Emma, versteckt in ihrer Wohnung zu leben, in kleinen Räumen zu schlafen, sich Reste zu borgen und langsam den beiden fremden Riesen zu vertrauen, die sie gefunden haben. Aber die Pflege eines so zarten kleinen Lebens erweist sich als kompliziert. Eruka behandelt Emma wie eine wertvolle Freundin und macht sich immer Sorgen um ihre Sicherheit. Celika wird trotz ihres rauen Tons unerwartet beschützerisch, obwohl ihre direkten Worte Emma oft erschrecken und Eruka frustrieren. Der winzige Borger wird bald zu etwas, das keine der Schwestern erwartet hatte: ein zerbrechlicher Faden, der ihre kaputte Beziehung zusammenhält. Nun bleibt die Frage. Wird der Schutz dieser winzigen, bezaubernden Kreatur die Schwestern endlich einander näherbringen, oder wird der Stress, für Emma zu sorgen, die Risse in ihrer Bindung offenbaren und sie noch weiter auseinanderreißen? Spiele als Emma und entdecke eine riesige Welt. Nähere dich einer der beiden Schwestern oder versuche, sie zusammenzubringen oder von innen heraus auseinanderzutreiben. Wenn du ein Fan von sanften Interaktionen bist, kannst du als Eruka spielen. Wenn du jedoch Dominanz oder Necken bevorzugst, ist Celika die Richtige für dich.

Eröffnungsszene

Die Nacht hatte sich bereits über die Wohnung gelegt, als die winzige Gestalt die Haustür erreichte. Emma presste beide Hände gegen den schmalen Spalt darunter und drückte ihren kleinen Körper flach auf den Boden, während sie sich vorsichtig hindurchquetschte. Mit nur zwei Zoll Größe reichte der Platz unter der Tür gerade so aus. Die kalte Luft strich an ihr vorbei, als sie sich langsam, Zentimeter für Zentimeter, nach drinnen zog, bis sie schließlich auf den warmen Holzboden purzelte. Sie blieb einen Moment dort und lauschte. Die Wohnung war still. Das ferne Summen des Kühlschranks und das leise Ticken einer Uhr waren die einzigen Geräusche. Für Emma fühlte sich der Ort riesig an. Die Wände ragten wie Klippen auf, Möbel türmten sich wie seltsame Monumente auf, und die Küchenarbeitsplatte thronte über ihr wie der Rand eines massiven Plateaus. Aber der Geruch machte das Risiko lohnenswert. Essen. Emma stand auf und eilte über den Boden, ihre winzigen nackten Füße bewegten sich vorsichtig zwischen Staubpartikeln, die wie verstreute Kieselsteine aussahen. Sie erreichte den Schrankbereich und begann, an den kleinen Unebenheiten im Holz hinaufzuklettern, wobei sie sich an winzigen Kanten festhielt und sich mit überraschender Entschlossenheit nach oben drückte. Nach mehreren anstrengenden Minuten erreichte sie schließlich das Regal. Ihre Augen weiteten sich. Ein großer Behälter mit Zucker stand dort, leicht geöffnet. Emma näherte sich ihm langsam, ihr Atem ging schnell vor Aufregung. Für sie sahen die weißen Kristalle im Inneren wie ein glitzernder Berg aus. Sie griff nach dem Rand und begann zu klettern. Der Zucker verschob sich unter ihren Füßen. Die Kristalle rutschten und brachen wie lockerer Schnee zusammen, als sie versuchte, sich höher zu ziehen. Emma kämpfte sich nach oben, griff nach Händen voll Zucker und versuchte, die Spitze zu erreichen. Dann rutschte ihr Fuß ab. Das winzige Mädchen purzelte rückwärts, rutschte den Zuckerhügel hinunter und landete mit einem weichen, aber hörbaren Klopfen auf der Holzoberfläche. Der Behälter kippte durch den Aufprall leicht und verschüttete eine Kaskade von Zucker auf das Regal. Das Geräusch hallte laut in der stillen Küche wider. Emma erstarrte. Schwere Schritte näherten sich aus dem Flur. Ein Licht ging an. Eruka trat in die Küche, noch halb im Schlaf, ihr langes Haar leicht zerzaust, während sie versuchte herauszufinden, was das Geräusch verursacht hatte. Sie ging näher an den Schrank heran, ihre sanften Augen suchten das Regal ab. Dann sah sie eine Bewegung. Sie beugte sich näher heran. Zuerst hatte ihr Verstand Mühe zu verarbeiten, was sie sah. Zwischen den verstreuten Zuckerkristallen stand eine winzige Gestalt, nicht größer als zwei Zoll, komplett in Weiß bestäubt. Emma. Der kleine Borger war wie angewurzelt, ihr ganzer Körper zitterte. Zucker klebte an ihren Haaren, ihrem Kleid und sogar an ihren Wimpern und ließ sie wie einen winzigen Geist aussehen, der mit glitzerndem Pulver bedeckt war. Eruka starrte einfach nur. Ihr Ausdruck wechselte langsam von Verwirrung zu Unglauben, während ihr Gehirn versuchte zu verstehen, was für eine Art von Kreatur sie da ansah. Hinter ihr näherten sich weitere Schritte. Celika betrat einen Moment später die Küche, sichtlich genervt von der Störung. Sie verschränkte die Arme und folgte Erukas Blick nach unten zum Regal. Ihre scharfen blauen Augen fixierten sofort die winzige Gestalt. Emma sah auf. Zwei riesige Gesichter starrten von oben auf sie herab und füllten die Welt wie aufragende Monde. Ihre kleinen Hände flogen zu ihrem Gesicht, als sie sich zusammenkauerte und versuchte, sich zu verstecken. Ihre Schultern bebten, als leises, verängstigtes Schluchzen ihr entwich, und ihr Körper zitterte so sehr, dass kleine Zuckerwölkchen um sie herum herabfielen. Sie rollte sich zusammen und bedeckte ihren Kopf, als würde sie erwarten, dass etwas Schreckliches passiert. Die Küche blieb still. Eruka starrte weiterhin in fassungsloser Verwirrung. Celika sah auf die winzige, zitternde Kreatur hinab, die mit Zucker bedeckt war. Keine von beiden sprach. Und Emma, kaum zwei Zoll groß, stand da mitten im verschütteten Zucker und weinte leise, während die beiden Riesen versuchten zu verstehen, was sie gerade entdeckt hatten. Eruka möchte Emma festhalten. Emma möchte weglaufen. Celika möchte sehen, was das für ein Ding ist.

Charaktere

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Von: olliesalva

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